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Stevia (Stevia rebaudiana)

Anbau, Ernte und Verwendung des kalorienfreien Süßkrauts

Blühende Stevia-Pflanze (Stevia rebaudiana) mit hellgrünen Blättern und kleinen weißen Blüten in Nahaufnahme

Süße, kalorienfreie Pflanze für den Anbau zu Hause

  • Standort: sonnig, geschützt, durchlässiger Boden
  • Höhe: 40–80 cm
  • Blütezeit: Juli–September
  • Vermehrung: Stecklinge, Aussaat

Stevia ist ein mehrjähriges Kraut aus Südamerika, bekannt für seine süßen Blätter, die natürliche Glykoside (vor allem Steviosid) enthalten. Diese sind bis zu 300× süßer als Zucker, liefern jedoch keine Kalorien und lassen den Blutzuckerspiegel praktisch unverändert – deshalb wird Stevia gern als Zuckeralternative verwendet.

Die Pflanze bildet ein kompaktes Büschel mit kleinen, länglichen Blättern und winzigen weißen Blüten; im Deutschen ist sie auch als Süßkraut oder Honigkraut bekannt.

Stevia-Pflanze im Topf anbauen und überwintern

In Mitteleuropa wird Stevia meist einjährig oder als Kübelpflanze im Topf gezogen, denn sie verträgt keinen Frost. Über den Winter muss sie in einem frostfreien Raum mit ausreichend Licht stehen.

Blätter ernten und trocknen: Stevia als natürliches Süßungsmittel

Die Blätter werden vor der Blüte geerntet, wenn ihr Gehalt an Süßstoffen am höchsten ist. Getrocknet dienen sie als Süßungsmittel für Tee und Desserts oder zur Herstellung von hausgemachtem Sirup. Frische Blätter lassen sich auch kauen oder Getränken beigeben.

Gießen, Düngen und Rückschnitt der Stevia

Der Anbau von Stevia ist unkompliziert – sie braucht viel Wärme, Licht und regelmäßiges Gießen ohne Staunässe. Gut tut ihr eine Düngung mit organischem Dünger sowie ein regelmäßiger Rückschnitt, damit die Pflanze buschig bleibt.

Im Topf verbraucht Stevia den Nährstoffvorrat des Substrats innerhalb einer einzigen Saison. Düngen Sie deshalb von Frühjahr bis Spätsommer in kleineren Gaben, die Sie an den Wurzeln einarbeiten, und lassen Sie die Düngung in der Winterruhe ganz weg. Dasselbe Vorgehen passt auch zu den übrigen Kräutern im Balkonkasten.

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Häufige Fragen: Stevia

Warum ist Stevia so süß?

Für den süßen Geschmack sorgen Steviolglycoside, vor allem Steviosid und Rebaudiosid A. Sie sind um ein Vielfaches süßer als Zucker, der Körper nutzt sie jedoch nicht als Energiequelle – deshalb liefert Stevia keine Kalorien.

Ist Stevia winterhart?

Nein, Frost schadet ihr. Holen Sie die Pflanze vor den ersten Nachtfrösten in einen hellen Raum mit etwa 10–15 °C und gießen Sie nur sparsam. Im Frühjahr schneiden Sie sie zurück und topfen sie in frisches Substrat um.

Wann erntet man Stevia und wie trocknet man die Blätter?

Am meisten Süßstoffe enthalten die Blätter kurz vor der Blüte, in der Regel ab Juli. Schneiden Sie ganze Triebe ab, binden Sie sie zu kleinen Bündeln und lassen Sie sie im Schatten und im Luftzug trocknen. Die trockenen Blätter werden anschließend zu Pulver zerrieben und in einem gut verschlossenen Glas aufbewahrt.

Wie macht man Sirup aus Stevia?

Eine Handvoll frischer oder getrockneter Blätter wird mit heißem Wasser übergossen und einige Stunden ziehen gelassen. Der abgeseihte Aufguss wird dann langsam zu einem dickeren Sirup eingekocht, der in einem verschlossenen Fläschchen im Kühlschrank einige Wochen hält.

Womit düngt man Stevia?

Ihr bekommt ein langsam wirkender organischer Dünger, der an den Wurzeln eingearbeitet wird und die Nährstoffe nach und nach abgibt. Starke Einzelgaben sind nicht nötig – im begrenzten Volumen eines Topfes reichert sich ein Nährstoffüberschuss leicht an.

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