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Fuchsien: Anbau, Arten und Überwintern

Hängende und aufrechte Fuchsien: Standort, Gießen, Düngen und Überwintern Schritt für Schritt

(Fuchsia)
Die Fuchsie (Fuchsia) ist eine Pflanzengattung mit etwa 100 Arten von Sträuchern und Stauden aus Mittel- und Südamerika. Bekannt sind sie für ihre prächtigen, hängenden Blüten, die in verschiedenen Farben erscheinen, darunter Rosa, Rot, Violett und Weiß. Fuchsien sind wegen ihres Charmes und ihrer reichen Blüte eine beliebte Wahl für die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen.

Wenn Sie einen Steingarten haben, können Sie darin ruhig auch eine Fuchsie pflanzen, dabei sind aber einige wichtige Regeln zu beachten:

  1. Standort: Die Fuchsie bevorzugt einen halbschattigen Standort, der die Pflanzen vor direkter Sonne schützt, vor allem in den Nachmittagsstunden. Zu viel Sonne könnte Blätter und Blüten der Fuchsien verbrennen.

  2. Boden: Die Fuchsie braucht einen gut durchlässigen, feuchten Boden mit ausreichend organischer Substanz. Steinige Böden bieten in der Regel eine gute Drainage, was für Fuchsien von Vorteil ist.

  3. Gießen: Die Fuchsie braucht regelmäßiges Gießen, damit der Boden feucht bleibt, aber nicht übermäßig mit Wasser gesättigt ist. Bei warmem Wetter kann häufigeres Gießen nötig sein.

  4. Düngen: Regelmäßiges Düngen fördert Blüte und Wachstum der Fuchsie. Ein geeigneter Dünger sollte ausgewogene Mengen an Stickstoff, Phosphor und Kalium enthalten. Empfehlenswert sind organische Dünger wie zum Beispiel DÜNGEE.

  5. Überwintern: Sind die Winter in Ihrer Region zu kalt, brauchen Fuchsien vermutlich einen Winterschutz. In manchen Fällen können Sie die Fuchsien (im Kübel) ins Haus holen oder die Pflanzen mit Reisig abdecken.

Reich blühender Fuchsienstrauch mit rotvioletten hängenden Blüten im Garten
Nahaufnahme einer rosaviolett glockenförmigen Fuchsienblüte mit langen Staubfäden

Fuchsien pflegen: Standort, Gießen und womit düngen

Bei uns wird die Fuchsie am häufigsten als Kübelpflanze gezogen — im Balkonkasten, in der Blumenampel oder im größeren Kübel auf der Terrasse. Nach draußen kommt sie erst nach den letzten Spätfrösten, meist Mitte Mai, und wird davor eine Woche lang an einem geschützten Platz abgehärtet. Im Herbst geht es auf demselben Weg zurück ins Winterquartier.

Den Standort wählen Sie halbschattig und windgeschützt. Der Fuchsie bekommt Morgen- und Abendsonne, die scharfe Mittagssonne verbrennt ihr Blätter und Blüten und die Pflanze setzt keine Knospen mehr an. In den vollen Schatten sollten Sie sie aber nicht stellen — dort treibt sie lange Triebe und blüht nur schwach.

Das Substrat sollte durchlässig und humos sein, leicht sauer. Bewährt hat sich hochwertige Gartenerde, gemischt mit Perlit oder grobem Sand; das Gefäß muss ein Abzugsloch und eine Drainageschicht haben, denn Wasser, das im Übertopf oder im Untersetzer steht, bedeutet Wurzelfäule.

Gießen Sie regelmäßig und lieber in kleineren Mengen, damit der Wurzelballen nie ganz austrocknet und zugleich nicht im Wasser steht. An heißen Tagen braucht der Balkonkasten auch zweimal täglich Wasser, am besten morgens und gegen Abend. Verwenden Sie abgestandenes oder Regenwasser und gießen Sie nicht bei voller Sonne über das Laub.

Womit Fuchsien düngen: Düngen Sie vom Frühjahr bis etwa Ende August alle 7–14 Tage mit einem Dünger mit ausgewogenem Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium — Kalium fördert den Blütenansatz, ein Überschuss an Stickstoff treibt die Pflanze dagegen ins Laub. Zu Saisonbeginn bewährt es sich, einen organischen Dünger, zum Beispiel DÜNGEE, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt und die Substratstruktur verbessert, in das Substrat einzuarbeiten; im Sommer genügt es dann, über das Gießwasser nachzudüngen. Ab September stellen Sie das Düngen ein, damit die Pflanze bis zum Winter ausreift.

Die Fuchsie wird auch als Stämmchen gezogen — man erzieht es, indem man einen Trieb auf die gewünschte Höhe hochführt, nach und nach die Seitentriebe entfernt und die Krone entspitzt. Ein solches Stämmchen braucht eine Stütze und im Winter dieselbe Pflege wie eine Fuchsie im Kübel.

Warum blüht die Fuchsie nicht? Meist liegt es an zu wenig Licht, an einer Überdüngung mit Stickstoff, an unregelmäßigem Gießen oder an nicht entfernten verblühten Blüten und angesetzten Früchten — sobald die Pflanze Samen bildet, lässt die Blüte nach. Knipsen Sie Verblühtes deshalb laufend samt Samenkapsel aus.

Aufrechte Fuchsie: Anbau und Standort

Aufrechte Fuchsie mit rosa Blüten in einem goldfarbenen Blumentopf

Fuchsien gibt es in zwei Grundformen – als aufrechte und als hängende. Beide Formen eignen sich für den Steingarten.

Die aufrechte Fuchsie (Fuchsia) wächst straff aufrecht, meist als Strauch, und trägt während der gesamten Vegetationszeit zweifarbige Blüten in verschiedenen Farbkombinationen und beschert Ihnen so eine lang anhaltende Blütenfülle in Ihrem Steingarten.

Am besten gedeiht sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Sehr wichtig ist eine hohe Durchlässigkeit des Substrats, denn ein durchnässter Boden oder im Topf stehendes Wasser (wenn Sie Fuchsien im Kübel ziehen) führt zu Wurzelfäule und zum Absterben der ganzen Pflanze.

Hängefuchsie: Anbau, Schnitt und Vermehrung

Rote Blüte einer Hängefuchsie im Gewächshaus, im Hintergrund unscharfe blühende Pflanzen

Die Hängefuchsie (Fuchsia hybrida) ist eine beliebte Fuchsienform mit charakteristischem Wuchs und charakteristischer Blüte. Ihre hängenden, glockenförmigen Blüten bilden prächtige Blütenstände, die verschiedene Farben annehmen können, etwa Rosa, Rot, Violett, Weiß oder Kombinationen dieser Töne. Die Blätter der Hängefuchsie sind meist dunkelgrün und haben ebenfalls eine attraktive Form.

Wenn Sie die Hängefuchsie im Steingarten ziehen möchten, achten Sie darauf, dass sie einen halbschattigen Standort braucht, der ihr vor allem in den Sommermonaten Schutz vor Hitze bietet.

Außerdem braucht sie einen gut durchlässigen und feuchten Boden, der reich an organischer Substanz ist. Sie können spezielle Fuchsienerde verwenden oder eine eigene Mischung aus Gartenerde, Torf und Perlit oder Sand herstellen, um die Drainage zu verbessern.

Die Hängefuchsie braucht regelmäßiges Gießen, besonders in warmen und trockenen Phasen. Der Boden sollte stets feucht, aber nicht durchnässt sein.

Regelmäßiges Düngen ist wichtig, um eine reiche Blüte zu fördern. Verwenden Sie einen speziell für Fuchsien entwickelten Dünger oder einen Universaldünger für Blühpflanzen. Organische Dünger sind besser geeignet als mineralische.

Die Fuchsie braucht einen regelmäßigen Schnitt zur Erhaltung ihrer Form und zur Förderung des neuen Wachstums. Schneiden Sie verblühte Blüten sowie trockene oder beschädigte Zweige heraus, um weiteres Wachstum und eine reiche Blüte zu fördern.

Das Überwintern ist vor allem in Frostregionen wichtig, wo die Hängefuchsie vor Winterfrösten geschützt werden muss. Sie können sie ins Haus holen (wenn Sie sie im Kübel ziehen oder in Kübel umpflanzen) oder mit Reisig bzw. zum Beispiel Buchenlaub abdecken.

Die Vermehrung von Fuchsien ist möglich. Fuchsien vermehrt man am besten durch Stecklinge. Wählen Sie einen gesunden Trieb und entfernen Sie die unteren Blätter. Stecken Sie den Steckling dann in feuchten Sand oder feines Substrat und halten Sie ihn bis zur Bewurzelung feucht.

Die Hängefuchsie ist eine prächtige Pflanze, die Garten, Balkon, Terrasse oder Steingarten eine dekorative Dimension verleiht und auch in Kübeln gezogen und aufgehängt werden kann, um den Effekt der hängenden Blütenstände zu betonen. Wenn Sie sich an unsere Ratschläge halten, schenkt Ihnen die Hängefuchsie den ganzen Sommer über wunderschöne Blüten.

Fuchsien überwintern: so gelingt es Schritt für Schritt

Hängefuchsie mit hellrosa Blüten in einem Kübel, die sich leicht überwintern lässt

Dem Überwintern der Fuchsien haben wir zwar schon einige Zeilen gewidmet, aber da es sich um wirklich prächtige Pflanzen handelt, wäre es schade, wenn sie über die Wintermonate Schaden nähmen. Deshalb widmen wir uns dem Überwintern von Fuchsien noch ausführlicher.

Die richtige Winterpflege ist entscheidend, um die Fuchsie vor Frost zu schützen, und sorgt dafür, dass die Pflanze die kalten Monate übersteht und im nächsten Jahr in voller Schönheit zurückkehrt. So überwintern Sie Fuchsien richtig:

  1. Schnitt: Vor dem Überwintern ist ein Schnitt der Pflanze sinnvoll. Entfernen Sie alle verblühten Blüten sowie befallene oder kranke Zweige. Kürzen Sie die Zweige anschließend um ein Drittel und bringen Sie die Pflanze in eine kompaktere Form, was den Umgang mit ihr während der Überwinterung erleichtert.

  2. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf oder der Erde: Wenn Sie die Fuchsie im Topf haben, setzen Sie sie in einen größeren Topf oder ein größeres Gefäß um, damit Sie genug Platz für den Winterschutz haben. Steht die Fuchsie im Gartenboden, nehmen Sie sie vorsichtig aus der Erde und setzen Sie sie in ein Gefäß.

  3. Reinigen Sie die Wurzeln: Befreien Sie die Wurzeln der Pflanze sorgfältig von Erdresten und abgeschnittenen Zweigen. Das hilft, überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen und das Fäulnisrisiko im Winter zu senken.

  4. Wintergarten oder Keller: Ein idealer Platz zum Überwintern der Fuchsie ist ein kühler, aber frostfreier Ort wie ein unbeheizter Keller oder eine Garage. Der Raum sollte eine Temperatur um 0-10 °C haben. Wenn Sie keinen geeigneten Keller oder keine Garage haben, können Sie die Fuchsie mit Isoliermaterial abdecken und an einen geschützten Platz im Garten stellen.

  5. Weniger gießen: In den Wintermonaten ist es wichtig, weniger zu gießen, denn die Fuchsie braucht in der Ruhephase weniger Wasser. Gießen Sie nur dann, wenn die Erde ganz ausgetrocknet ist, und lassen Sie die oberste Schicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen.

  6. Regelmäßige Kontrolle: Kontrollieren Sie den Zustand der Pflanze während der Überwinterung regelmäßig. Entfernen Sie alle vertrockneten Teile oder etwaige Anzeichen von Fäulnis, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
  7. Umpflanzen im Frühjahr: Im Frühjahr, wenn sich die ersten neuen Triebe zeigen, können Sie die Fuchsie zurück in ihren dauerhaften Topf oder ins Freiland setzen. Zu dieser Zeit können Sie auch wieder regelmäßiger gießen und regelmäßig düngen, um Wachstum und Blüte zu fördern.

Wenn Sie diese Schritte einhalten, ist die Fuchsie über die Wintermonate richtig versorgt und Sie können sich auf die Blüte in der nächsten Saison freuen.

Häufige Fragen

Ist die Fuchsie eine Staude?

Ja, die Fuchsie ist eine ausdauernde, verholzende Pflanze — ein Halbstrauch bis Strauch, der bei guter Pflege viele Jahre lebt. Bei uns wird die Mehrzahl der Gartenhybriden aber als bewegliche Kübelpflanze gezogen, weil sie Kahlfrost nicht verträgt. Eine Staude im eigentlichen Sinne, also eine dauerhaft ins Beet gepflanzte Pflanze, kann nur die winterharte Scharlachfuchsie sein.

Welche Fuchsie ist winterhart?

Am robustesten ist die Scharlachfuchsie (Fuchsia magellanica) und die daraus gezüchteten Sorten. An einem geschützten Platz und mit einer ordentlichen Schicht Mulch oder Reisig überwintert sie im Freien; der oberirdische Teil friert in der Regel zurück und die Pflanze treibt im Frühjahr aus der Basis wieder aus. Gewöhnliche großblütige Hybriden überstehen einen solchen Winter nicht.

Wann stellt man Fuchsien nach draußen und wann räumt man sie ein?

Nach draußen nach den letzten Spätfrösten, meist Mitte Mai, und zuerst für eine Woche in den Halbschatten, damit sie abhärten. Zurück ins Winterquartier gehören sie im Herbst, bevor die ersten Fröste kommen — also in der Regel in der zweiten Oktoberhälfte.

Warum blüht die Fuchsie nicht?

Die häufigsten Ursachen sind zu wenig Licht, ein Überschuss an Stickstoff, unregelmäßiges Gießen und stehen gelassene verblühte Blüten mit angesetzten Früchten. Stellen Sie die Pflanze in den Halbschatten, wechseln Sie zu einem Dünger mit höherem Kaliumanteil und knipsen Sie Verblühtes regelmäßig samt Samenkapsel aus.

Wie vermehrt man Fuchsien?

Am einfachsten durch Krautstecklinge. Nehmen Sie einen etwa 8 cm langen Kopftrieb ab, entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie ihn in eine feuchte Mischung aus Torf und Sand. Bei einer Temperatur um 20 °C und höherer Luftfeuchtigkeit bewurzelt er innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Ist die Fuchsie giftig?

Nein. Die Fuchsie zählt nicht zu den Giftpflanzen und ihre dunklen, länglichen Beeren sind sogar essbar, wenn auch geschmacklich unauffällig.

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