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Gartengeräte und Hilfsmittel: der vollständige Leitfaden zur Ausrüstung des Hobbygärtners

Was braucht ein gut ausgerüsteter Hobbygärtner? Wir präsentieren einen vollständigen Überblick über Geräte und Hilfsmittel — vom grundlegenden Graben über das Säen und Gießen bis hin zu Folienabdeckungen und Drahtgittern.

Handwerkzeug oder motorisierte Geräte? So treffen Sie die richtige Wahl

TECHNISCHE HILFSMITTEL FÜR DEN GARTENBAU

Arbeitseffizienz ist ein Begriff, der zu einem festen Bestandteil jeder modernen menschlichen Tätigkeit geworden ist. Daher suchen wir auch bei der Gartenarbeit nach Wegen, sie zu erleichtern und kostengünstiger zu gestalten. Dazu dienen viele verschiedene Werkzeuge und Hilfsmittel, denn auch die Arbeit im Garten ist vielfältig. Ein guter Handwerker hat ordentliches Werkzeug, ein guter Hobbygärtner hat ordentliche Gartengeräte. Und nicht nur das: Es ist wichtig zu wissen, welche Arbeit mit welchem Werkzeug oder Gerät am besten und wirtschaftlichsten erledigt werden kann. Dazu bedarf es vor allem Erfahrung. Voraussetzung dafür ist, sich die notwendigen Geräte zu beschaffen.

Werkzeug für Gartenfreunde

In letzter Zeit stellt sich für Hobbygärtner zunehmend die Frage, ob sie Handwerkzeug oder motorisierten Geräten den Vorzug geben sollen, deren Anschaffung zur Modesache geworden ist. Auch Haushalte werden mit Küchenmaschinen, Waschmaschinen und einer Reihe größerer und kleinerer Geräte ausgestattet. Allerdings hat sich wohl jeder bereits an eben diesen Geräten selbst überzeugt, dass sie sich lohnen, wenn wir sie häufig benutzen, und dass sie Arbeit und Zeit nur dann sparen, wenn Reinigung und Wartung einfach sind. Auch die Größe des Haushalts entscheidet darüber, ob sich dieses oder jenes Gerät rentiert. Für Gartengeräte gelten dieselben Gesichtspunkte — die Möglichkeit der häufigen Nutzung, einfache Wartung und Reinigung sowie die Größe des Gartens. Daher lohnen sich größere und komplexere Geräte nur für große Gärten oder für Gartengemeinschaften. Außerdem ist jeder Motor mehr oder weniger laut und stört die Ruhe der Nachbarn. Nicht zuletzt spricht für die Überlegenheit des Handwerkzeugs

auch die Tatsache, dass die Gartenarbeit eine aktive Erholung sein soll — eine gesunde Bewegung an der frischen Luft.

Spaten und Schaufel

GERÄTE FÜR DIE BODENBEARBEITUNG Das am häufigsten verwendete Gartengerät ist der Spaten, den wir zum Graben, Rigolen, beim Pflanzen von Bäumen, zum Begradigen von Rasenflächen, zum Eingraben von Dünger, zum Anhäufeln von Erde usw. benötigen. Der Spaten muss aus festem, langlebigem Material bestehen, mit einem Stiel, der mit Griffen in D- oder T-Form abschließt. Für normales Graben und Pflanzen bewähren sich Spaten in Form von Klappspateln mit gerader Schneide; für steinige, schwere oder stark verfilzte Böden sind Spaten mit zugespitzter Schneide besser geeignet.

Geräte für die Bodenbearbeitung: Spaten, Gabeln, Schaufeln und Rechen

Spaten werden durch Grabegabeln mit festen, breiten Zinken ergänzt, die zum sommerlichen Umgraben der Beete nach der Ernte und von Flächen verwendet werden, die stark mit Quecke oder anderen ausdauernden Wurzelunkräutern bewachsen sind (da sie diese herausziehen und nicht wie ein Spaten zerteilen), zum Ausgraben von Blumenzwiebeln und zum Umgraben rund um Bäume, wo die Wurzeln flach liegen. Gabeln sind unverzichtbar beim Umschichten von nicht verrottetem Kompost und beim Verteilen von Mist auf dem Beet. Sie haben federnde Zinken, die nur 2—3 cm voneinander entfernt sein sollten. Ein sehr nützliches Werkzeug ist die Hackgabel, also eine gebogene Gabel mit vier Zinken. Sie wird zum Auflockern der Beete nach der Ernte und zum groben Jäten leerer Beete verwendet. Schaufeln dienen zum bequemen Umlagern von Erde, zum Umschichten von abgelagertem Kompost, zum Beladen verschiedener Materialien auf eine Schubkarre und für viele andere Arbeiten. Sie haben verschiedene Formen. Eine Schaufel für Gartenzwecke sollte ein längeres Blatt mit einer solchen Neigung haben, dass das Material beim Werfen leicht abgleitet. Für das Aufnehmen gröberer Gegenstände (Steine) und zum Schneeschippen eignet sich die sogenannte Kohlenschaufel mit einem breiten, an den Rändern hochgezogenen Blatt.

Für gröbere Erdarbeiten wird eine Spitzhacke benötigt — auf einer Seite spitz und auf der anderen breiter und scharf. Rechen sollten in jedem Garten in drei Ausführungen vorhanden sein: schmale Eisenrechen zum Harken kleinerer Flächen, breite Eisenrechen zum Harken von Beeten und Wegen sowie Holzrechen zum Zusammenharken von Gras. An den Holzrechen empfiehlt es sich, auf der anderen Seite eine Markierungsschiene für die Abstandsmessung der Reihen auf den Beeten vor der Aussaat oder dem Pflanzen anzubringen. Dazu werden längere Nägel im Abstand von 10 cm eingeschlagen, da in der Regel ein Reihenabstand in Vielfachen von zehn verwendet wird. Die Markierungsschiene kann jedoch auch ein eigenständiges Werkzeug mit verschiedenen Abstandsmaßen der Stifte auf beiden Seiten sein. Ein unverzichtbares Werkzeug im Garten sind die sogenannten englischen bzw. Fächerrechen, die an einem langen Stiel befestigt werden, um federnd zu sein. Mit ihnen wird der Rasen gelüftet, Sandwege und Flächen werden gepflegt usw.

Häufelchen, Grubber und Jätewerkzeug zum Auflockern von Beeten

Zu den notwendigen Gartengeräten gehören verschiedene Hacken: eine breitere zum flachen Hacken, Jäten und Auflockern der Bodenkruste, eine schwere geschmiedete mit schmalem Blatt für schwere Bodenarbeiten, das Umgraben von gelagertem Mist, das Ausheben von Mulden rund um Bäume und die Vorbereitung von Pflanzgruben, eine doppelte (auf einer Seite mit Zinken zum Jäten und auf der anderen Seite mit einer herzförmigen Hacke zum Graben in engen Reihen von Gemüse oder Blumen) sowie eine kleine einhandige Hacke für die Arbeit auf kleinen Flächen und in Frühbeeten, das Vereinzeln von Gemüse, das Jäten im Steingarten und in Blumenbeeten. Hacken werden auch häufig zum Lockern des Bodens verwendet, doch das Hacken damit ist wirklich mühsam und arbeitsintensiv und lockert den Boden erheblich tief; der Boden trocknet dann zu stark aus. Zum Lockern eignen sich verschiedene Arten von Grubbergeräten, mit denen durch Ziehen gearbeitet wird, also mit wesentlich geringerem Kraftaufwand. Es empfiehlt sich, ihnen einen längeren, flexiblen Stiel zu geben. Am gebräuchlichsten ist der dreieckige Krallenlockerer; verwendet werden auch pfeilförmige, einzinkige, zweizinkige und dreizinkige Lockerer. Zum Aufbrechen der Bodenkruste sind rotierende Lockerer bestimmt. Modernes Werkzeug zum Lockern des Bodens, aber auch zum Jäten in den Reihenabständen, sind Jätschlaufen und Jätrahmen, die den Boden belüften und die Wurzeln von Unkräutern untergraben. Sie werden durch Ziehen in lockerem Boden eingesetzt.

Bodenhacke

In größeren Gärten ist ein fahrbarer Handhackerwagen unverzichtbar; von diesen ist der fahrende Handhacker nach Martínek am geeignetsten, mit dem man sowohl vorwärts als auch rückwärts fahren kann. Auch eine Schaufelgabel ist ein notwendiges Werkzeug, nicht nur zum Umschaufeln von Sand bei verschiedenen Umbauarbeiten, sondern auch beim Umsetzen von Erde und gelagertem Kompost, aus dem etwaige Beimischungen wie Steinchen, unverrottete Reste holziger Pflanzenteile usw. entfernt werden müssen. Eine Walze ist zum Festigen der Oberfläche von eingesäten Beeten notwendig, aber vor allem ist sie bei der Anlage und Pflege des Rasens unverzichtbar.

Kaum ein Hobbygärtner kauft sie sich jedoch, und ihre Arbeit wird durch verschiedene Holztrittbretter oder Bretter ersetzt. Dabei ist es kein Problem, sie aus einer größeren Dose mit Deckel herzustellen. An den Seiten werden Griffe angeschweißt, in die Stangen zur Führung locker eingesetzt werden, auf einer Seite wird ein Loch für einen Stopfen gebohrt. In die Walze wird Wasser eingefüllt, das nach dem Gebrauch wieder abgelassen wird. In eine 1 m lange Walze mit einem Durchmesser von 40 cm passen 120 l Wasser, und ihr Gesamtgewicht von etwa 130 kg reicht aus, um die Schollen eines grob umgegrabenen Beetes zu zerdrücken. Zu den Bodenbearbeitungsgeräten gehört auch ein spezieller Ausstecher oder auch nur ein älteres längeres Messer mit einer leicht gebogenen Klinge am Ende zum Ausstechen der Wurzeln von ausdauernden Unkräutern, insbesondere des Löwenzahns aus dem Rasen.

Sämaschine

Hilfsmittel zum Säen und Pflanzen: Aussaatschalen, Sämaschine und Pflanzstäbe

HILFSMITTEL ZUM SÄEN UND PFLANZEN Für die Aussaat von Gemüse- und Blumensamen sowie für die Anzucht von Setzlingen werden verschiedene Aussaatschalen, Jardinieren, breitere Blumentöpfe oder Aussaatkästen benötigt; am besten geeignet sind solche aus Bakelit oder Schaumpolystyrol. Mit ihnen muss vorsichtig umgegangen werden, da sie zerbrechlich sind, jedoch sehr leicht. Vorteilhaft lässt sich auch ein Säpikierkasten verwenden, da in jede Zelle eine andere Pflanze gesät und nach dem Keimen pikiert werden kann. In letzter Zeit werden häufig verschiedene Torf-Zellulose-Töpfe (Jiffy Pot u. a.) verwendet, die sich nach dem Einpflanzen im Boden zersetzen. Dadurch wird das Anwachsen und Keimen der Pflanzen beschleunigt. Zum Markieren von Reihen und Abständen beim Säen und Pflanzen auf dem Beet ist ein Markierstock erforderlich. Man kann auch nach einer Gartenschnur pflanzen (am besten aus Kunststoff). Die Schnur wird an beiden Enden gut an angespitzte Pfähle befestigt, die im erforderlichen Abstand eingesteckt werden. 

Das Saatgut von Pflanzen, die vereinzelt werden sollen, wird direkt aus der Papiertüte oder aus stärkerem Papier ausgesät und durch leichtes Klopfen gleichmäßig in der markierten Reihe verteilt. Die Arbeit wird durch eine geeignete Handsämaschine erleichtert und die Aussaat präzisiert. Ein geschickter Hobbygärtner kann sich diese selbst aus einer runden, am besten blechernen Dose herstellen, in deren Rand er gleichmäßig beabstandete Löcher stanzt. In der Mitte der Dose wird eine Achse geführt, die am Griff befestigt ist. Bei langsamem Ziehen dreht sich die Dose und die Samen fallen in gleichmäßigen Abständen heraus. Es können mehrere Dosen zum Austausch vorhanden sein. Zum Pflanzen von Gemüse- und Blumensetzlingen werden ein Pflanzholz oder eine Pflanzschaufel benötigt. Am besten geeignet sind glatt gepresste aus Kunststoff, mit ihnen darf jedoch nur in aufgelockertem Boden gearbeitet werden, da sie zerbrechlich sind. Sie können auch

aus Holz sein. Eiserne Pflanzholze mit Schweißnaht am Griff verursachen viele Schwielen. Zum Andrücken kleiner besäter Flächen werden verschiedene Holzbrettchen benötigt, entweder mit Griff oder mit Ösen, in die der Fuß gesteckt wird. Zum Bewässern der Aussaaten wird eine feine Sprühspritze benötigt sowie zum eventuellen Auflockern der Aussaaten in Kästen ein kleines Stäbchen in Form eines Bleistifts, das auch beim Pikieren junger Pflänzchen verwendet wird.

Gartenbewässerung: Gießkanne, Schlauch, Sprühgerät und Pumpen

BEWÄSSERUNGSBEDARF Die Gießkanne ist ein unverzichtbares Werkzeug zum Gießen auch in jenen Gärten, in denen eine Wasserleitung vorhanden ist. Das abgestandene Wasser aus verschiedenen Behältern, das für Pflanzen am besten geeignet ist, lässt sich anders nicht nutzen als mit der Gießkanne, wenn man keine kostspieligen Pumpaggregate verwenden möchte. Am besten sind flachere Gießkannen aus Kunststoff – sie sind leicht. Zu jeder Gießkanne sollte man zwei bis drei verschiedene Brausen mit unterschiedlich großen Öffnungen haben – von den feinsten für kleine Aussaaten bis hin zu gröberen. In die Gießkannen schöpft man nur sauberes Wasser, damit die Brause nicht verstopft. Bei Sprinklern gibt es eine recht große Auswahl; der am häufigsten verwendete in kleinen Gärten ist der runde Sprinkler, der etwa 5 m weit reicht und nahezu einen Wassernebel erzeugt. Er lässt sich leicht transportieren. Für größere Gärten gibt es verschiedene Regner; sie werden je nach Reichweite ausgewählt. Am häufigsten wird in Gärten einfach mit dem Schlauch gegossen. An jedem Schlauch sollte eine Düse befestigt sein, mit der sich der Wasserstrahl von feinstem Nebel bis zu großen Tropfen regulieren lässt.

Gartenschlauch

Pflanzen sollten nicht direkt mit einem starken Wasserstrahl besprüht werden, sondern mit feinen Tropfen im Bogen, damit das Wasser wie ein sanfter Regen auftrifft. Schläuche sind oft 20 m lang oder länger; es ist auch wichtig, ihr Umsetzen zu erleichtern, damit die Pflanzen nicht beschädigt werden.

Bei uns wird ein Schlauchwagen hergestellt, auf den bis zu 60 m Schlauch aufgerollt werden können, und da er an einem kleinen Wagen befestigt ist, lässt er sich auch in die entlegensten Ecken des Gartens fahren. Wenn man den Schlauch am Boden um die Beete zieht, lohnt es sich, an die Ecken der Beete einen glatten Eisenpflock einzuschlagen, um den herum der Schlauch das Beet umgeht und die Pflanzen nicht beschädigt. Gibt es im Garten keine Wasserleitung und befindet sich in der Nähe eine Wasserquelle, ist Pumptechnik für den Hobbygärtner hilfreich. Bei uns werden viele Pumpen und Pumpaggregate hergestellt, von Handpumpen über motorgetriebene bis hin zu elektrischen für verschiedene Anwendungszwecke. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Gartenscheren

WERKZEUG ZUR PFLANZENPFLEGE Am nötigsten sind Messer und Scheren. Bei ihnen kommt es sehr auf die Qualität und die Schärfe an. Mit minderwertigen Messern und Scheren können Sie Pflanzen beschädigen, und mit stumpfen ist die Arbeit mühsam. Das Gärtnerimesser (Žabka) ist ein hervorragend durchdachtes, zweckmäßig gebogenes Gartenmesser zum Schneiden aller Pflanzenteile. Damit glätten wir auch Schnittwunden an Bäumen. Abgestorbenes Holz schneiden wir damit nicht, um die Klinge nicht zu beschädigen. Das Gärtnerimesser kaufen Sie passend zur Hand, damit es gut „in der Hand liegt“. Das Okuliermesser ist ein scharfes Messer mit einem Fortsatz zum Ablösen der Rinde. Es ist unverzichtbar für Hobbygärtner, die Rosen, Obstbäume und Laubbäume okulieren. Es sollte zu nichts anderem verwendet werden, da die Klinge sonst stumpf würde und sich zum Okulieren nicht mehr eignen würde. Das Veredelungsmesser ist ein spitzes Pfropfmesser. Auch dieses ist ein Einzweckwerkzeug und sollte nur zum Pfropfen verwendet werden. Gartenscheren benötigen wir für den Schnitt von Obstbäumen und Sträuchern, das Zurückschneiden von Gehölzen und Stauden nach der Blüte. Sie werden neben dem Messer auch zum Schneiden von Blumen für Vasen und zur ästhetischen Formgebung von Pflanzen eingesetzt. Am besten geeignet für alle Zwecke sind zweischneidige Gartenscheren, die am Ende mit einem Verschluss versehen sind. Der Griff der Schere sollte mit Kunststoffhüllen versehen sein, damit er im Winter nicht kalt wird und keine Druckstellen verursacht. Auch Gartenscheren sollen gut „in der Hand liegen“, leicht und stets scharf sein. Daneben werden spezielle Rebscheren, Baumschulscheren, Rosenscheren sowie für Hobbygärtner wichtige Grasscheren verwendet, mit denen Rasenkanten und kleine Flächen gestutzt werden, die sich nicht mit einer Sichel bearbeiten lassen, sowie Heckenscheren, auch Formschnittscheren genannt. Im Ausland werden beide Scherentypen mit Batteriebetrieb hergestellt, sie sind leicht zu bedienen und arbeiten schnell. Zum Schärfen von Messern und Scheren benötigen wir Schleifsteine, Schärfer und Abziehleder. Im Garten werden auch mehrere Arten von Sägen benötigt: eine kleine Säge für kleinste Schnittwunden, eine Fuchsschwanzsäge für dichtere Baumkronen, eine Rahmensäge mit Spannklinge, eine große Rahmensäge zum Holzschneiden. Praktisch ist eine Säge, die sich auf eine Stange aufsetzen lässt; damit lassen sich Triebe in der Baumkrone absägen. Sägen müssen gelegentlich geschärft werden. Für das regelmäßige Mähen des Rasens ist es notwendig, gutes und scharfes Werkzeug zu besitzen. Kleine und schwer zugängliche Rasenflächen (z. B. unter Sträuchern, deren Äste bis zum Boden reichen) werden mit einer Sichel gemäht. Auch einen neu angelegten Rasen sollte man vorsichtig mit der Sichel mähen, damit die jungen Grashalme nicht herausgerissen werden, oder — besonders kleinere Flächen — mit einer Grasschere schneiden.

Messer, Scheren und Sägen zur Pflanzen- und Rasenpflege

Ein ähnliches Gerät ist die Hippe, d. h. eine Sichel mit längerem Stiel. Sie wird zum Mähen von überwuchsertem oder zum Heraushauen von zu stark verunkrautetem Rasen usw. verwendet. Die Sense muss aus hochwertigem Stahl mit guter Klinge sein, sonst „kaut“ sie das Gras eher durch und man kann damit keine gleichmäßige Rasenhöhe erzielen. Der Sensenstiel (Sensenbaum) sollte leicht und ausgewogen sein und gut „in der Hand liegen“. Von Hand lässt sich Gras am besten bei Tau oder nach Regen mähen, trockenes Gras biegt sich. Der beste Helfer für die Pflege eines hochwertigen Zierrasens ist ein Rasenmäher, ob manuell, motorisiert oder elektrisch. Zu Recht sagt man, dass die Qualität des Rasens von der Qualität des Rasenmähers abhängt. Mit der zunehmenden Beliebtheit des Ziergartens unter Hobbygärtnern steigen auch die Anforderungen an die Rasenqualität. Daher wird der Rasenmäher zu einem unverzichtbaren Helfer. Mit einem manuellen Rasenmäher lässt sich eine Fläche von etwa 100 m², höchstens das Doppelte, mähen. Das Mähen einer größeren Fläche ist bereits körperlich sehr anstrengend. Für größere Flächen lohnt sich ein motorisierter Rasenmäher. Benzinmotoren verursachen jedoch großen Lärm und Geruch. Daher ist ein elektrischer Rasenmäher am vorteilhaftesten. Ein geschickter Heimwerker kann ihn selbst bauen, da dieses Gerät sonst preislich oft unerschwinglich ist. Dazu genügt ein Elektromotor mit einer Leistung von 0,7 kW und 2800 Umdrehungen, der für Motor- oder Lichtstrom ausgelegt ist. Der Motor wird fest auf eine Kiste aus starkem Blech mit den Maßen 30 × 40 oder 40 × 50 cm geschraubt, deren Seitenwände der Höhe der Motorwelle entsprechen. An der Welle wird waagerecht ein Stahlstreifen (z. B. ein Sägeblatt für Metall) befestigt, der an den Rändern geschärft ist und beim Drehen das Gras mäht. An der Kiste werden vier Räder (z. B. von einem alten Kinderwagen) sowie Führungsstangen mit Griffen befestigt. Das Kabel (in der Länge je nach Gartengröße) mit einem Schalter wird an der Führungsstange befestigt. Im Ausland werden motorisierte Rasenmäher hergestellt, die nach dem Prinzip eines Luftkissens arbeiten und sehr leicht zu bedienen sind. Die regelmäßige Reinigung und Einstellung aller Rasenmäherbauarten ist notwendig, damit das Schneidwerk keine Büschel herausreißt und dadurch den Rasen beschädigt. Mit dem Rasenmäher wird das Gras bei trockenem Wetter gemäht, da sich sonst feuchte Stücke des gemähten Grases am Zahnwerk des Mähers festkleben. Rasenmäher werden nur auf gereinigten Rasenflächen verwendet, da Steinchen und andere Verunreinigungen das Schneidwerk beschädigen könnten. Im Ausland wird er durch ein spezielles Gerät zum Ausrechen des Rasens ergänzt. Eine runde Bürste aus Kunststoff entfernt das gemähte Gras und gleichzeitig Moos. Die Höhe der Bürste ist einstellbar. Das ausgekämmte Material sammelt sich in einem Fangbehälter, der durch Kippen geleert wird. Der Rasen muss auch gelegentlich belüftet werden. Dafür dient ein Gerät mit einer Reihe von schwenkbaren Messern mit einstellbarer Schnitttiefe. Es wird vor allem dort eingesetzt, wo im Rasen Moos auftritt.

Pflanzenschutz: Spritzen, Stammschützer und weiteres Zubehör

HILFSMITTEL ZUM PFLANZENSCHUTZ Das wichtigste Werkzeug, besonders beim vorbeugenden Schutz, ist die Spritze. Die Art der benötigten Spritze hängt davon ab, welche Bäume im Garten angebaut werden. Sind sie hoch, wird eine Rückendruckspritze benötigt, in einem großen Garten auch eine fahrbare Spritze. Beim Arbeiten und nach der Arbeit muss schonend mit ihnen umgegangen werden, sonst sind sie durchweg störanfällig. Für kleine Bäume reicht meistens eine Handspritze, die sogenannte Malerspritzen. Im Winter wird eine gröbere Düse aufgesetzt, während der Vegetation eine feinere. Zur Vorbereitung der Lösung benötigen wir einen Behälter aus Kunststoff, ein Sieb, ein Messbecher und einen Rührstab. In letzter Zeit werden chemische Präparate zunehmend in Form von Sprays hergestellt, die in der erforderlichen Konzentration fertig vorbereitet sind. Zur notwendigen Ausrüstung gehören auch Schutzausrüstungen — Schutzbrille, Hut, Schutzmantel, Handschuhe, Gummistiefel. Gegen Verbiss durch Hasen oder Kaninchen sind Stammschutzhüllen erforderlich

Gartenspritze

der Stämme, die im Sommer abgenommen werden. Am leichtesten sind die aus Bambus, mit Draht verflochten; im Ausland (DDR) werden sie aus Kunststoff hergestellt, der so aufgerollt ist, dass er mit einem Ende auf den Stamm aufgesetzt und durch Drehen um den Stamm gewickelt wird. Die Auswahl an Schutzvorrichtungen ist groß, es genügt jedoch auch das Umwickeln des Stammes mit härterem Papier. Weitere Hilfsmittel zum Schutz sind eine Stahlbürste zum Abkratzen der alten Borke an den Stämmen, Raupenschere — eine Art Schere auf einem langen Stiel, mit der die Gespinstnester der Raupen abgeschnitten werden (damit können auch schwache Jungtriebe an Bäumen abgeschnitten werden), Glasfallen für Wespen, die mit süßer Flüssigkeit gefüllt und in die Baumkronen gehängt werden, ein Pinsel und ein Gläschen mit Alkohol zum Abtöten von Kolonien der Blutlaus, Fallen und andere Mittel zur Bekämpfung von Mäusen und Schermäusen, zur Vertreibung von Maulwürfen usw.

Obstpflücker

WORIN ERNTEN UND WORIN FRÜCHTE LAGERN Obst und Gemüse ernten wir in Körbe oder direkt in Obsthorden, in die harte Früchte zur Lagerung eingelegt werden. Für die Ernte von Beerenobst und Tomaten benötigen wir flache Holzsteigen, die breit und flach sind, sodass die Früchte nicht gequetscht werden. Kirschen und Pflaumen ernten wir in Weidenkörbe, an denen wir einen Haken aus Draht oder Holz befestigen, an dem wir den Korb beim Pflücken an einen Ast hängen, damit wir mit beiden Händen ernten können. Hartes Obst ernten wir in einen Pflückkorb, der mit Sackleinen ausgelegt ist, um Druckstellen zu vermeiden. Ein modernes Erntebehältnis ist ein Beutel aus fester Kunststofffolie, dessen Boden sich leicht öffnen lässt, sodass die Früchte ohne Quetschen auf eine Obsthorde oder in eine Halbgitterbox geschüttet werden können.

Ernte von Obst und Gemüse: Körbe, Leitern und Pflückkorb

Zur Lagerung von Obst aus dem Garten eignen sich am besten Horden, in größeren Gärten werden Halbgitter verwendet. In einem modernen Garten, in dem der überwiegende Teil der Obstbäume in niedrigen Formen angebaut wird, ist die Ernte verhältnismäßig einfach. Wenn Sie Halbstämme und Hochstämme anbauen, benötigen Sie für die Ernte Leitern. Am einfachsten, aber auch am wenigsten sicher ist eine einfache Leiter, die man gegen die Baumkrone lehnt. Besser geeignet sind doppelte Leitern, sogenannte Stehleitern, oder Leitern mit Stützstangen. Sie benötigen außerdem einen Stock oder einen Haken an einer Stange, um Äste am Kronenrand heranzuziehen, an denen das schönst gefärbte Obst zu finden ist. Ein sehr nützliches Werkzeug ist auch der Obstpflücker – eine Art Beutel, der an einer langen Stange befestigt ist und mit dem einzelne Äpfel oder Birnen in den weit entfernten Bereichen der Bäume geerntet werden.

Weitere Ausstattung des Hobbygärtners: Schubkarre, Thermometer und Kleinwerkzeuge

WEITERE AUSSTATTUNG DES HOBBYGÄRTNERS Zeit, Arbeit und Kraft spart eine gute Schubkarre. Sie sollte in keinem Garten fehlen, denn es ist gelegentlich notwendig, größere Mengen an Material zu transportieren, manchmal auch über größere Entfernungen. Heute wird üblicherweise eine Schubkarre mit einem Ballonreifen oder zumindest einem gummibereiften Rad verwendet. Das Eisenrad an diesem Werkzeug gehört ins Museum. Die Schubkarre sollte so ausbalanciert sein, dass das Hauptgewicht nicht auf den Griffen lastet und sie sich leicht handhaben lässt. Wir dürfen das Werkzeug aller Art nicht vergessen: Hämmer, Zangen, Schraubenzieher, Meißel, Bohrmaschine, Nägel, Schrauben – im Garten gibt es immer etwas zu reparieren. Auch werden Drähte verschiedener Durchmesser, Seile, Pinsel usw. benötigt. Es empfiehlt sich, ein Werkzeugset für Hobbygärtner anzuschaffen, das alles Notwendigste enthält.

Schubkarre für den Garten

Darüber hinaus braucht man eine Vielzahl von Kleinigkeiten, mit denen jeder Garten ausgestattet sein sollte: ein Thermometer (insbesondere ein Maximum-Minimum-Thermometer), Pflanzenetiketten, PVC-Band, Bast, Bambusstäbe zur Stützung von Pflanzen und fruchtbeladenen Ästen, Siebe, Haken zum Aufhängen von Werkzeug, aber auch Handschuhe für die Arbeit, Papier zum Einwickeln von Schnittblumen, die wir mit nach Hause nehmen, usw.

Eine der Kleinigkeiten, die die Arbeit erleichtern und angenehmer machen, ist ein Knieschützer, den Sie sich anhand der Zeichnung auf S. 101 leicht selbst herstellen können. In unseren Fachgeschäften erscheinen von Jahr zu Jahr neue Hilfsmittel und Werkzeuge zur Verbesserung und Erleichterung der Gartenarbeit. Es ist sinnvoll, diese Entwicklung zu verfolgen.

Pflege von Gartengeräten

Winterpflege von Gartengeräten: Reinigung, Schärfen und Lagerung

PFLEGE UND ORDNUNG Nach jedem Gebrauch ist das Werkzeug von Erde und Pflanzenresten zu reinigen und an einem trockenen, vor Witterung geschützten Ort aufzubewahren. Und im Herbst, wenn eines Tages alle Arbeit getan ist, das letzte Blatt geharkt und das letzte Beet umgegraben ist, kommt der Moment, in dem wir das Gartenwerkzeug für längere Zeit nicht benötigen werden. Damit es im Frühling einsatzbereit und in Ordnung ist, reinigen, reparieren und ölen wir es sorgfältig vor dem Winter.

Wir kratzen den Rost ab und reiben die beschädigte Stelle mit Vaseline oder Altöl ein. Auch Spaten, Schaufeln und Hacken werden damit eingestrichen. Alle Werkzeuge hängen wir mit dem Stiel nach unten an einen vorbereiteten Haken. Wir sorgen für eine gründliche Reinigung und Einlagerung aller teuren Motormaschinen und -geräte; dasselbe gilt für alle Sprühgeräte und Spritzen, bei denen wir besondere Aufmerksamkeit auf den Düsenkopf richten, damit keine Spritzrückstände darin verbleiben. Wir pflegen die Schubkarre — wir ölen das Lager, damit es nicht quietscht, die Blechwanne reinigen wir innen und außen von Rost und fetten sie mit Öl ein. Auch Schläuche benötigen eine Winterpflege, egal ob sie aus Gummi oder Kunststoff bestehen. Gummischläuche müssen mit Glycerin eingestrichen werden, damit sie geschmeidig bleiben. Wir hängen sie auf oder rollen sie so auf, dass sie an keiner Stelle geknickt werden.

Wir reinigen und pflegen auch alle Behälter für Aussaaten — Schalen, Kästen, Blumentöpfe. Es lohnt sich, sie auszudämpfen, um Krankheits- und Schädlingskeime zu vernichten. Auf dieselbe Weise behandeln wir auch Pflanzstäbe und Pflanzschaufeln. Auch die Obstlagerkisten reinigen und desinfizieren wir noch vor der Ernte, am besten durch das Abbrennen einer Schwefelkerze in einem geschlossenen Raum. Messer und Scheren müssen geschärft und die Schneiden leicht mit Öl eingerieben werden. Wir sollten nicht vergessen, dass Messer und Scheren nur von einer Seite geschärft werden — deshalb ist ein Wetzstein besser als moderne Schärfer, insbesondere für Okulations- und Pfropfmesser.

Frühbeet im Garten: Bau, Belüftung und Beheizung

ÄLTERE EINRICHTUNG — FRÜHBEET Es handelt sich um einfache Konstruktionen, die mit Glas oder Folie abgedeckt sind und zur Anzucht von Gemüse- und Blumensetzlingen, zur Vorverfrühung bestimmter Gemüsesorten oder zur Anlage von Wintergemüse verwendet werden. Es ist keine besonders moderne Einrichtung — im Gemüse-Großanbau werden Frühbeete bereits abgelöst und durch verschiedene Folientunnel oder Gewächshäuser ersetzt, im Garten hat es jedoch seine Berechtigung und lässt sich vorteilhaft nutzen. Wir bauen es an einem geschützten, sonnigen und warmen Standort auf trockenem Gelände mit durchlässigem Untergrund. Am besten ist es, wenn das Frühbeet von West nach Ost ausgerichtet ist, da die Pflanzen dann die gesamte Sonneneinstrahlung nutzen können. Die Nordseite bauen wir 5–10 cm höher als die Südseite. Durch diese Neigung wird die Sonne optimal genutzt, und gleichzeitig fließt das Regenwasser bei Regen besser von den Fenstern ab. Wir bauen das Frühbeet stets für mindestens zwei Frühbeetfenster; am wirtschaftlichsten sind vier Fenster. Bei dieser Fensteranzahl wird die Wärme am besten genutzt, und wir können im Frühbeet auch eine ausreichende Anzahl an Pflanzen für den gesamten Bedarf anziehen. Frühbeetfenster werden in normierter Größe — 150 × 100 cm — verkauft. Wir können sie natürlich auch selbst herstellen, indem wir einen einfachen Rahmen aus Latten anfertigen, der verglast oder mit Folie bespannt wird, die quer mit Gewebestreifen verstärkt ist. Die Folie wird mit Nägeln am Rahmen befestigt. Sie muss jedes Jahr durch eine neue ersetzt werden; nur bei sehr sorgfältigem Umgang hält sie länger.

Frühbeet

Ein Frühbeetrahmen kann aus Beton oder Holz bestehen. Beton ist langlebiger, aber kostspielig und für den Garten besonders ästhetisch weniger geeignet als Holz. Holz ist wegen seiner isolierenden Eigenschaften besonders vorteilhaft – es speichert Wärme. Hölzerne Frühbeete bauen wir aus trockenen Fichtenbrettern mit einer Stärke von 3–5 cm, einer Breite von 30–40 cm sowie aus Eichenpfählen oder -kanthölzern mit einer Stärke von 6–8 cm und einer Länge von 80–100 cm. Damit das Holz möglichst lange hält, muss es imprägniert werden.

Die Pfähle werden tief in die Erde eingeschlagen und von außen werden Bretter angenagelt, sodass ein Frühbeetrahmen entsteht, an dessen Oberkante eine Leiste angenagelt werden muss, damit das Frühbeetfenster fest sitzt. Leichte Transportrahmen werden als Abdeckungen verwendet, mit denen je nach Bedarf einzelne Beete abgedeckt werden, um die Pflanzen etwas zu beschleunigen. Die Seitenbretter des Rahmens sollten etwa 30 cm hoch sein. Sie können verglast oder mit Folie bespannt sein. In letzter Zeit hat sich die Polyethylenfolie DOLIT bewährt — verstärkt mit einem Polynetz-Gitter mit einer Maschenweite von 5 × 5 mm. Es handelt sich um ein neues, zukunftsweisendes Material, das dem Vergleich mit ähnlichen ausländischen Produkten standhält und gegenüber dem klassischen Material — Glas und normaler Folie — zahlreiche Vorteile bietet: eine vielfach längere Lebensdauer, eine wesentlich höhere Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beschädigungen sowie gegen Durchdrücken durch das Gewicht von Schnee und Wasser, einfache Befestigung in Rahmen und eine günstige Streuung der Sonnenstrahlung. In Polen werden beim Anbau von Gurken leichte Folienabdeckungen aus einem Rahmen aus Holzleisten, bespannt mit Folie, verwendet. Der Rahmen hat die Abmessungen 0,5 × 5 m. Gurken werden auf den Boden der Furche gesät und der Rahmen wird auf die Furchen-Kämme gelegt. Wenn die Pflanzen gewachsen sind, wird der Rahmen mit umgedrehten Töpfen oder Ziegeln unterlegt, damit die Pflanzen durch den Kontakt mit der Folie nicht verbrennen. Das Frühbeet muss belüftet werden, daher müssen Lüftungspfähle mit drei Kerben besorgt werden, damit die Höhe der Fensteranhebung gewählt werden kann. Das Frühbeet muss auch abgedeckt werden, damit es nicht auskühlt und die Pflanzen nicht beschädigt werden. Für diesen Zweck werden Stroh- oder Schilfabdeckungen verwendet. Strohmatten werden aus geradem, langem Stroh mit hanfgeteerten Schnüren, die in Öl getränkt werden, auf einem speziellen Rahmen geflochten. Ihre Breite sollte der Breite des Frühbeetes entsprechen. Am häufigsten werden sie in der Größe 200 × 160 cm, also für zwei Fenster, hergestellt und aufgerollt. Auf die gleiche Weise werden Abdeckungen aus Schilf hergestellt. Manchmal müssen die Strohmatten noch mit einer Holzabdeckung bedeckt werden, damit sie vor Durchnässen geschützt sind. Holzabdeckungen werden aus 1,5 cm dicken Brettern zusammengenagelt, die oben und unten mit Latten verbunden werden. Die Fugen zwischen den Brettern werden auf der Außenseite mit 2 cm breiten Leisten abgedeckt. Gegen übermäßige Sonneneinstrahlung werden die Pflanzen im Frühbeet mit Schattenmatten geschützt, die aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, am häufigsten aus Schilf oder dünnen Leisten, die mit imprägnierter Schnur oder Draht verbunden sind. Die Schattenmatten sollten nicht zu dicht sein, aber auch keine breiten Schattenstreifen abwechselnd mit breiten Streifen grellen Lichts werfen. Es ist vorteilhaft, die Schattenmatten in einem Rahmen zu befestigen, dessen Größe den Abmessungen des Frühbeetfensters entspricht. Das Frühbeet wird üblicherweise mit biologischem Brennstoff — Dung — beheizt. Es kann jedoch auch mit elektrischem Strom beheizt werden, der einfach über ein gut isoliertes, im Boden verlegtes Kabel geführt wird. Auf diese Weise können auch Polyethylen-Tunnel erfolgreich beheizt werden. Der Stromverbrauch für die Beheizung eines Frühbeetfensters beträgt jedoch innerhalb von 24 Stunden etwa 3 kW, was monatlich einen beträchtlichen Betrag darstellt.

Folientunnel

EIN NEUERER HELFER — FOLIENABDECKUNGEN Sie haben eine ähnliche Verwendung wie Frühbeete oder leichte tragbare Rahmen, lassen sich jedoch einfacher herstellen und sind leichter zu handhaben. Zur Herstellung der Konstruktion eignen sich am besten Novodur-Rohre, aus anderen Materialien sind verzinkter Draht, eiserne Reifenbänder, Bambus- oder Weidenruten u. ä. geeignet. Die Folie kaufen wir in Form eines Schlauchs, der nach dem Aufschneiden einen 1,2–2 m breiten Streifen ergibt. Folienstreifen, die wir verbinden möchten, legen wir zwischen zwei Bretter, sodass die Ränder überstehen. Die Ränder verschweißen wir mit einem elektrischen Bügeleisen oder einem Lötkolben. Der einfachste Typ von Abdeckungen sind Glocken aus Kunststoff. Das Gestell stellen wir aus Ruten oder Draht her und überziehen es mit Folie. Diese Glocken sind klein, leicht zu transportieren und für den kurzfristigen Einsatz bestimmt. Sie eignen sich beim Anbau von wärmeliebenden Fruchtgemüsen zur Abdeckung in der Anfangsphase des Wachstums, wenn Frostgefahr besteht. Eine andere einfache Folienabdeckung stellen wir her, indem wir in der Mitte des Beetes eine einfache Konstruktion aus Rohren verlegen, die wir auf die benötigte Länge zusammensetzen können. Darüber werfen wir die Folie, deren Längsränder wir mit einer stärkeren Latte, Ziegeln u. ä. am Boden befestigen. Die Stirnwände klemmen wir mit Wäscheklammern zusammen. Die Belüftung erfolgt über die Stirnwände. Am weitesten verbreitet sind Abdeckungen in Form von Tunneln. Wir bauen sie so, dass wir in einem Abstand von etwa 1 m Bögen aus starkem Draht, Bandeisenstreifen oder aus Bambus- bzw. Weidenruten in den Boden stecken. Bei eisernen Bögen schweißen wir etwa 30 cm vom Boden entfernt flache Trittplatten an; durch Niedertreten lässt sich der Bogen leicht in den Boden treiben, und die Trittplatten ermöglichen es zudem, alle Bögen auf gleicher Höhe zu halten. Über die Bögen spannen wir Folienstreifen, deren Längsränder wir befestigen. Eine Seite bedecken wir mit Erde, sodass sie fest sitzt, die andere befestigen wir mit einem Brett oder einer Eisenstange, damit wir die Befestigung leicht lösen können.

Folienabdeckungen und Tunnels: Wie man sie aufbaut und richtig belüftet

Auf dieser Seite lüften wir, indem wir die Folie zur Mitte des Bogens aufrollen und dort mit Wäscheklammern befestigen. Beim Aufstellen der Bögen achten wir vor allem darauf, dass sie im gleichen Winkel eingeschlagen werden und auf gleicher Höhe sind. Zur Abdeckung einer Reihe von Pflanzen, z. B. Tomaten, kann auch eine weitere einfache Abdeckung verwendet werden. In der Pflanzenreihe werden im Abstand von etwa 2 m Pfähle eingeschlagen, die etwa 60 cm aus dem Boden herausragen, und an diesen wird Draht befestigt. Senkrecht zum Draht werden halbkreisförmige Reifen befestigt. Folienstreifen von etwa 1 m Breite werden mit Wäscheklammern am Draht befestigt, die unteren Ränder werden mit Erde angehäufelt. Gelüftet wird von oben, beide Streifen werden nach Bedarf voneinander weggezogen und mit Klammern an den Reifen befestigt. Das faltbare Tunnelfrühbeet wird bei uns häufig verwendet. Es ist für Kleingärtner bestimmt. Es besteht aus einem faltbaren Metallrahmen, fünf Polyethylenbögen und einer Polyethylen-Gartenfolie. Die Folie wird mit speziellen Haken am Boden befestigt. Dieses Frühbeet ist sehr kompakt und leicht transportierbar, da sein Gesamtgewicht nur 17 kg beträgt. Es ist 121 cm breit, 60 cm hoch (am Scheitelpunkt des Bogens) und 313 cm lang. Die Montage ist sehr einfach und schnell. Gelüftet wird durch Anheben des Folienrandes. Weniger verbreitet sind bisher sogenannte Klimazellen, die sich zur Beschleunigung des Wachstums wärmeliebender Gemüsesorten eignen – Tomaten, Gurken, Melonen und gegebenenfalls Paprika. Eine Klimazelle besteht aus vier Kunststoffrohren im Abstand von 50 × 50 cm, die mit Folie umspannt und oben mit einer durchscheinenden Schale aus Kunststoff abgedeckt sind. Die Pflanze im Inneren hat ein Gewächshausklima für ihr Wachstum, und wenn die Pflanzen die Höhe der Schale (der Zellendecke) erreichen, wird die Schale abgenommen und die Pflanzen werden dann normal weiterkultiviert. Höhere Folienkonstruktionen werden in Gärten wenig verwendet. Es handelt sich im Wesentlichen um Foliengewächshäuser, die so hoch sind, dass ein Mensch aufrecht darunter stehen kann. Diese Konstruktionen müssen an windgeschützten Stellen aufgestellt werden, da die Folie durch starke Windstöße leicht reißen kann. Es wird daher empfohlen, diese höheren Konstruktionen gegen Wind zu schützen, indem ein lockeres Nylonnetz über die Folie gespannt wird.

Es gibt viele Arten höherer Konstruktionen, und es hängt vor allem von der handwerklichen Geschicklichkeit und dem Einfallsreichtum des Gärtners ab, wie er aus Latten, Metallrohren und Folie eine solche Konstruktion errichtet. Die geeignetsten Breiten sind 3 m, 4,5 m und 6 m. Polyethylenfolie ist ein moderner Helfer des Gärtners. Sie hat Glas nahezu vollständig verdrängt, da sie es recht gut ersetzt. Die Arbeit damit ist einfach. Allerdings kann unsere herkömmliche Folie nur einmal, höchstens zweimal verwendet werden, danach reißt sie und wird „blind“. Sie lohnt sich sowohl für kleinste als auch für große Gartenkonstruktionen.

Drahtgitter für Obstpalmspaliere: Material, Pfosten und Astbefestigung

// DRAHTRAHMEN FÜR OBSTSPALIERE // Die Anlage und Formgebung von Obstspalieren ist ohne einen Hilfsdrahtrahmen kaum vorstellbar. Manchen Züchtern reicht ein Drahtrahmen aus einem einzigen Draht, andere verwenden zwei Drähte, manche auch bis zu sechs Drähte übereinander und durchqueren diese noch senkrecht mit Holzstäben. Dabei besteht weniger ein züchterischer als vielmehr ein wirtschaftlicher Unterschied, denn ein Drahtrahmen ist eine verhältnismäßig kostspielige Angelegenheit, außerdem auch ein ästhetischer — ein zu „verdrahteter“ Garten ist nicht ansehnlich. Die wichtigste Arbeit beim Bau jedes Drahtrahmens ist die Herstellung der Tragsäulen an beiden Enden. Hölzerne Pfähle oder eiserne Rohre sind schöner als Betonsäulen. Sie müssen tief eingegossen und noch gegen den Zug des Drahtes abgestützt werden. Wenn die Tragsäulen nicht ausreichend befestigt sind, gibt der Draht nach und die Äste lassen sich nur schwer in die richtige Position daran festbinden. Der Draht soll federnd und gut hoch sein, damit eine Person darunter aufrecht stehen kann. Diese Konstruktionen müssen an windgeschützten Stellen aufgestellt werden, da die Folie durch starke Windstöße leicht einreißt. Es empfiehlt sich daher, diese höheren Konstruktionen durch das Spannen eines lockeren Nylonnetzes über die Folie gegen Wind zu schützen.

Drahtrahmen für Obst

gespannt. Von Hand gelingt uns das nie gut, wir müssen uns mit einem Drahtspanner behelfen. Wenn der Drahtrahmen länger ist, sollte alle 8–10 m eine weitere Stützstange vorhanden sein. Äste werden am Drahtrahmen mithilfe von kleineren und größeren Haken in Form des Buchstabens S befestigt. Wir sollten sie auf Vorrat haben und bei Bedarf auswechseln. Wenn sich die Äste unter dem Gewicht der Früchte von selbst ablegen und der Haken sich löst, hängen wir ihn am Draht ein, damit er nicht auf den Boden fällt und in der Erde verloren geht, und befestigen nach der Ernte den Ast wieder in der erforderlichen Position damit. Diese Haken sollten aus festem isoliertem Draht sein, damit sie nicht brennen. Äste können auch mit PVC-Band am Drahtrahmen (oder aneinander) festgebunden werden, das ist jedoch aufwändiger.

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