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Melonen

Melonensorten, Anzucht aus Samen, Ausgeizen, Düngen und Ernte

Melonen – Grundlagen und Sorten

(Citrullus x Cucumis)

Melonen lassen sich erstaunlicherweise auch in unseren Gärten ziehen, und zwar beide Grundarten.

Melonensorten im Überblick

Aufgeschnittene Honigmelone der Sorte Honeydew mit hellgrünem Fruchtfleisch
Honigmelone – Sorte Honeydew.

Wassermelone (Citrullus lanatus) – botanisch die Gewöhnliche Wassermelone, mit rotem Fruchtfleisch und harter grüner Schale.

Zuckermelone (Cucumis melo) – gehört zur selben Gruppe wie die Gurke und teilt sich in weitere Untergruppen:

Cantaloupe-Melone / Charentais-Typ – stammt aus Asien, die Schale ist aufgerissen wie Baumrinde, das Fruchtfleisch ist orange, süß und schmeckt nach Ananas,

Galiamelone – eine weitere aus Asien stammende Sorte, ebenfalls mit netzartig aufgerissener Schale, die sich beim Reifen verfärbt – unreif ist sie grün, die ausgereifte Melone wird goldgelb,

Charentais-Melone – eine Melone mit süßem, orangefarbenem Fruchtfleisch und typisch grünweißer Schale,

Honigmelone Honeydew – hat hellgrünes Fruchtfleisch, milden Geschmack und gelbe Schale, manchmal begegnet Ihnen die Bezeichnung gelbe Melone.

Melonen (Wassermelone wie Zuckermelone) enthalten die Vitamine C, B und P, Kalium, Eisen und Kalzium, viele Kohlenhydrate und sehr viel Wasser. Sie wirken harntreibend, helfen bei Verstopfung und regulieren die Verdauung insgesamt.

Ist die Melone Obst oder Gemüse?

Auch wenn die Antwort auf diese Frage weder etwas an der Wirkung der Melonen noch an ihrem Anbau ändert, interessiert sie viele. Also: Melonen zählen zum Fruchtgemüse, wie zum Beispiel der Gartenkürbis. Weil die Früchte botanisch aber Beeren und überwiegend süß sind, werden sie mitunter auch dem Obst zugerechnet.

Geschichte des Melonenanbaus

Grüne Melone, die im Beet zwischen den Blättern heranwächst

Melonen haben eine sehr interessante Geschichte. Bis heute ist nicht sicher geklärt, ob sie zuerst in Afrika oder in Asien auftraten, doch auf beiden Kontinenten waren sie bereits in der Antike vertreten.

Die süßen Sorten, wie wir sie heute kennen, waren den alten Griechen und Römern allerdings noch unbekannt.

In den Mittelmeerraum gelangten die Melonen erst im 6. Jahrhundert mit der Völkerwanderung und mit islamischen Kriegern – sie waren nämlich eine hervorragende Fastenspeise.

Nach Westeuropa kamen sie erst im 15. Jahrhundert, und weil sie auf dem päpstlichen Landsitz Cantalupo angebaut wurden, erhielten sie von dort auch ihren Namen – siehe eine der Zuckermelonen-Sorten.

Melonen anbauen – im Garten und im Gewächshaus

Wassermelone mit rotem Fruchtfleisch und dunkelgrüner Schale

Für den Melonenanbau brauchen Sie einen warmen, sonnigen Standort, ausreichend Geduld, von Vorteil ist ein Gewächshaus oder ein kleiner Frühbeetkasten, in dem die Früchte auch bei ungünstigem Wetter ausreifen können.

Melonen lassen sich in den Weinbaugebieten gut anbauen, also etwa in Rheinhessen, in der Pfalz oder am Kaiserstuhl in Baden. Kleinere, süße Früchte bekommen Sie aber auch in kühleren Lagen zustande.

Ziehen Sie die Melone auf der Südseite, an einem Südhang, am besten auf humusreichem Boden mit ausreichend Nährstoffen. Möglich ist der Anbau direkt auf dem Komposthaufen (ähnlich wie beim Kürbis oder bei Zucchini).

Dünger für Melonen – womit man Melonen düngt

Auf dem Kompost gezogene Melonen brauchen keine zusätzliche Düngung. Melonen im Garten oder im Gewächshaus düngt man während der Vegetationszeit am besten alle 14 Tage, und zwar mit dem natürlichen organischen Dünger DÜNGEE, der alle wichtigen Bestandteile mitbringt – Stickstoff für das Wachstum der grünen Teile, Kalium und Phosphor für Blüte und Fruchtansatz.

Wie Sie einen Dünger wählen, der den ganzen Garten auf einmal abdeckt, behandeln wir im Artikel Universaldünger. Dieselbe Dosierung gilt auch für verwandte Kulturen — Gurken, Gartenkürbisse und Kürbisse.

DÜNGEE im Shop Dosierung und Anwendung

Melonen aus Samen ziehen

Melonen lassen sich aus Samen ziehen. Sie werden im März/April in kleine Töpfe ausgesät, keimen bei 22 °C, ab Mai stellt man die gekeimten Pflänzchen zum Abhärten ins Freie, nach den Eisheiligen Mitte Mai ist das Auspflanzen möglich – in Garten, Gewächshaus oder Frühbeet.

Gepflanzt wird im Abstand von 1 x 1 m, denn die Pflanze wird wirklich groß und trägt jeweils mehrere Früchte. Nötig sind sehr durchdringende Wassergaben, vor allem an heißen Tagen, gegossen wird lieber abends als morgens und am besten mit abgestandenem oder Regenwasser.

Die weitere Pflege besteht aus Hacken und Freihalten des Beetes von Unkraut.

Melonen richtig ausgeizen

In den meisten Fällen ist das Ausgeizen nicht nötig, wenn Sie aber Blüte und Fruchtansatz fördern wollen, können Sie den Haupttrieb einkürzen, sobald er etwa 50 cm erreicht hat. Auch Blüten, die keine Chance mehr haben, zu Früchten zu werden und auszureifen, lassen sich entfernen, damit sich die Pflanze nicht unnötig verausgabt.

Melonenernte – woran man eine reife Melone erkennt

Geerntet wird am Ende des Sommers, nach und nach, so wie die Früchte reifen. Eine reife Melone erkennt man vor allem am vertrockneten Stielansatz, der braun, hart und typisch eingedreht ist. Man kann die Melone auch abklopfen – klingt es dumpf und hohl, ist sie reif.

Melonen in der Küche

Am besten schmecken Melonen frisch und roh – ein hervorragender Snack, ein Häppchen für Feiern und eine beliebte Leckerei für Kinder. Für Erwachsene eignen sie sich zudem als Dekoration am Glasrand von Cocktails.

Melonen eignen sich für erfrischende Sommersalate und für Torten ganz aus Obst. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. TIPP: Schneiden Sie die Melone in Dreiecke und garnieren Sie sie mit weiterem Obst (Erdbeeren, Bananen, Himbeeren), sodass es wie eine Pizza aussieht.

Melonen-Eis

Dieses Eis gelingt am besten mit Wassermelone, Sie können aber auch andere Sorten ausprobieren. Die Melone in kleine Stücke schneiden, pürieren, Vanillezucker und Sahne zugeben und gründlich verrühren. Die Masse in Stieleisformen füllen, ins Gefrierfach stellen und gut durchfrieren lassen.

Melonensalat

Diesen Salat bereiten Sie aus einer Zuckermelone zu (z. B. Cantaloupe). Die Melone schälen, die Kerne entfernen, in Würfel schneiden. Die Mango schälen, in Stücke schneiden, mit Limette beträufeln, zerpflückten Hüttenkäse dazugeben, mit Kernen und Nüssen bestreuen und mit einem Minzblatt garniert servieren.

Zuckermelone mit luftgetrocknetem Schinken

Ein hervorragendes Häppchen zum Wein auf der Sommerparty ist Zuckermelone (Cantaloupe oder eine andere Sorte), in Stücke geschnitten und in Scheiben luftgetrockneten Schinkens gewickelt.

Melonen-Eis — Stieleis aus pürierter Wassermelone
Melonensalat aus Zuckermelone mit Mango und Hüttenkäse
Stücke von Zuckermelone, eingewickelt in Scheiben luftgetrockneten Schinkens

Häufige Fragen: Melonen düngen

Womit düngt man Melonen?

Melonen sind starkzehrend, deshalb tut ihnen ein gehaltvoller organischer Dünger mit ausgewogenem Nährstoffverhältnis gut. Mischen Sie DÜNGEE (NPK 3,5-4,3-3,2 (gemessen; Registrierung garantiert mind. 3-4-2,5)) schon beim Pflanzen in die Erde und düngen Sie während der Vegetation mit einem Auszug im Gießwasser (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser) oder streuen Sie ihn zu den Pflanzen. Als natürlicher Dünger verbrennt er die Wurzeln nicht und versalzt den Boden nicht.

Wann düngt man Melonen?

Düngen Sie laufend über die gesamte Vegetationszeit — vom Pflanzen bis zum Ausreifen der Früchte, etwa alle 2 bis 3 Wochen. Weil DÜNGEE ein natürlicher organischer Dünger ist, können Sie ihn auch während Fruchtansatz und Reife einsetzen, ohne die Pflanzen zu überdüngen.

Womit düngt man Wassermelonen?

Die Wassermelone düngen Sie genauso wie Zucker- und Honigmelonen — mit einem natürlichen organischen Dünger. Streuen Sie DÜNGEE zur Pflanze (bei großen Pflanzen etwa ein Esslöffel, 15 ml) oder gießen Sie mit einem Auszug im Gießwasser.

Die genauen Mengen für alle Pflanzen finden Sie auf der Seite Dosierung.

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