Kroton (Wunderstrauch, Codiaeum variegatum var. pictum)
Den Kroton pflegen, bunte Blätter erhalten, vermehren und düngen
Kroton: Steckbrief und Herkunft

Anspruchsvollere Zimmerpflanzen mit attraktiven Blättern
- Standort: ganzjährig ein warmer und heller Platz ohne pralle Sonne
- Höhe: bis 2 m
- Vermehrung: Stecklinge (bewurzeln bei hoher Bodenwärme) und Abmoosen des Triebs
Der Kroton aus Südostasien mit seinen vielfältig geformten und unterschiedlich gefärbten Blättern gehört zu den interessantesten Vertretern der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Im Topf wird er als Blattschmuckpflanze kultiviert. Es gibt Sorten, bei denen erst ältere Pflanzen ihre endgültige Blattfärbung annehmen — eine Überraschung ist also immer wieder möglich.
Zur selben Familie gehört auch die Wolfsmilch. Unter den übrigen Zimmerpflanzen zählt der Kroton zu den anspruchsvolleren — ähnlich wie Zimmerlianen schätzt er eine stabile Temperatur und feuchte Luft.
Kroton-Pflege: Standort, Temperatur und Gießen

Auch wenn neuere Sorten weniger empfindlich sind und sich leichter kultivieren lassen, ist der Kroton keine Pflanze für Menschen ohne das nötige Gespür für ihre Pflege. Er ist sehr lichtbedürftig und leidet vor allem im Winter unter Lichtmangel. Zugluft und einen Sommeraufenthalt im Freien verträgt er nicht.
Die optimale Wintertemperatur von Luft und Substrat liegt zwischen 16 und 18 °C. Im Sommer empfiehlt es sich, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, mäßig und dabei regelmäßig zu gießen und wöchentlich flüssig zu düngen. In den Wintermonaten sollten die Wassergaben eingeschränkt werden.
- ganzjährig ein heller Platz, ohne pralle Mittagssonne
- Wärme auch im Winter — unter 16 °C leidet der Kroton
- keine Zugluft und kein Umzug ins Freie im Sommer
- im Sommer höhere Luftfeuchtigkeit und regelmäßige, mäßige Wassergaben
- im Winter weniger gießen
Kroton und andere Zimmerpflanzen düngen
Der Kroton lebt nur von dem, was im Topf ist — und die bunten Blätter brauchen eine stetige Nährstoffzufuhr, sonst bleicht die nächste Blattgeneration aus. In der Hauptsaison wird deshalb wöchentlich gedüngt, ab dem Herbst werden die Gaben zusammen mit dem Gießen reduziert.
Neben Flüssigdüngern bewährt sich organischer Dünger, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt und sich deshalb deutlich großzügiger dosieren lässt. Dasselbe Prinzip gilt für alle Pflanzen im Gefäß.
Häufige Fragen
Wie lässt sich der Kroton vermehren?
Am häufigsten über Stecklinge, die bei hoher Bodenwärme bewurzeln — sie brauchen also ein warmes Substrat, nicht nur einen warmen Raum. Der zweite Weg ist das Abmoosen des Triebs, das sich vor allem bei älteren, kahl gewordenen Pflanzen anbietet.
Warum verliert der Kroton seine Blätter?
Meist wegen Zugluft, Kälte oder eines plötzlichen Standortwechsels. Der Kroton verträgt keine Zugluft, und im Winter machen ihm Temperaturen unter 16 °C zu schaffen. Dazu kommen trockene Heizungsluft sowie Staunässe oder umgekehrt ein ausgetrockneter Wurzelballen.
Wie rettet man einen kümmernden Kroton?
Stellen Sie ihn dauerhaft hell und warm ohne Zugluft, prüfen Sie, ob das Wasser aus dem Topf abläuft, und erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit (Besprühen, Schale mit Wasser und Kieselsteinen). Gießen Sie mäßig, aber regelmäßig. Mit dem Düngen beginnen Sie erst, wenn die Pflanze wieder austreibt — eine kümmernde Pflanze wird nicht gedüngt.
Ist der Kroton giftig?
Der Kroton gehört zu den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae) und gibt bei Verletzungen einen weißen Milchsaft ab, der Haut und Schleimhäute reizt. Stellen Sie die Pflanze deshalb außer Reichweite von Kleinkindern und Haustieren, tragen Sie beim Schneiden und Umtopfen Handschuhe und waschen Sie sich danach die Hände.
Blüht der Kroton?
Ja, in der Wohnung allerdings nur selten, und die Blüten sind unscheinbar — kleine weiße Blütchen in hängenden Trauben. Der Kroton wird wegen der Blätter kultiviert, nicht wegen der Blüte; der Knospenansatz schwächt die Pflanze eher, weshalb die Blüten oft entfernt werden.
Warum verliert der Kroton seine Blattfarbe?
Hinter blassen oder überwiegend grünen Blättern steckt fast immer zu wenig Licht — der Kroton ist sehr lichtbedürftig, und im Winter fehlt es ihm am meisten. Auch die Nährstoffversorgung spielt mit: Ohne regelmäßiges Düngen färben sich die neuen Blätter nicht bunt aus. Bei manchen Sorten zeigt sich die endgültige Färbung zudem erst an älteren Pflanzen.
