🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Reblaus-Gallmilbe

Inhalt

Reblaus-Gallmilbe – Krankheiten an Weinrebenblättern

(Colomerus vitis)

Die Reblaus-Gallmilbe (Colomerus vitis) ist eine winzige Milbe, die Weinreben befällt. Es handelt sich um ein Gliedertier aus der Familie der Gallmilben (Eriophyidae), die während ihrer Entwicklung monophasisch sind, das heißt, sie kommen ausschließlich im Bereich der Schädigung vor.
Ausgewachsene Gallmilben sind nur 0,15 bis 0,2 mm groß und mit bloßem Auge kaum sichtbar. Die Weibchen legen ihre Eier auf der Unterseite der Blätter ab und können im Laufe ihres Lebens bis zu 100 Eier legen. Die aus den Eiern geschlüpften Larven siedeln sich auf den Blättern an und saugen den Pflanzensaft. Dieser Vorgang kann zu Blattdeformationen, zum Einrollen der Blätter und zur allgemeinen Schwächung der Weinrebe führen.
Die Reblaus-Gallmilbe zählt zu den bedeutendsten Schädlingen der Weinrebe, insbesondere in trockenen Gebieten. Zu den Maßnahmen zur Bekämpfung der Gallmilbe gehören beispielsweise regelmäßige Kontrollen der Weinrebe sowie vor allem das Besprühen mit speziellen Insektiziden. Außerdem wird empfohlen, befallene Pflanzenteile zu entfernen und die richtigen Verfahren zur Düngung und Bewässerung einzuhalten.
Weinrebengallmilbe – beschädigte Oberseite der Blätter

Weinreben-Gallmilbe – Reblaus-Gallmilbe

Obwohl beide Milben einander sehr ähnlich sind – gleiche Größe, mit bloßem Auge nicht sichtbar und beide schädigen die Blätter der Weinrebe –, sind ihre Schäden leicht unterschiedlich. Während die Weinrebenblattgallmilbe (Kräuselmilbe) eine Kräuselung der Blätter, Verformungen der Triebe und Früchte verursacht und in allen Gebieten vorkommt, verursacht die Weinrebenpockenmilbe gewölbte Blasen, die auf der Blattoberseite sichtbar sind, und auf der Unterseite befinden sich dann weiße und später braune Flecken, die mit einem filzartigen Belag gefüllt sind. Die Weinrebenpockenmilbe lebt außerdem hauptsächlich in trockenen Gebieten.

Weinrebenpockenmilbe Spritzung, Weinrebenpockenmilbe Behandlung

Die Spritzung empfiehlt sich früh im Frühjahr beim Austrieb der Weinrebe, und zwar dieselbe wie bei der Weinrebenblattgallmilbe:

  • Sulikol – auf Schwefelbasis – 3 %,
  • Dithane – 0,2 %.
Bei stärkerem Befall wird empfohlen, die Spritzung nach 10 bis 14 Tagen zu wiederholen. Bei sehr starkem Befall dann noch einmal während des Augusts bespritzen.

Neben dem chemischen Schutz wird auch ein biologischer Schutz empfohlen, und zwar mithilfe der Raubmilben Thyplodromus pyri.

Am wichtigsten ist jedoch die Vorbeugung, d. h.:

  • gesundes Rebenpflanzgut kaufen,
  • alle befallenen Blätter, Triebe oder Blüten beseitigen,
  • Weinrebenstauden in den empfohlenen Abständen pflanzen,
  • qualitäten und vor allem organische Dünger verwenden, die den Pflanzen die Fähigkeit verleihen, sich gegen Schädlinge zu wehren.
Weinrebenmilbe - beschädigte Blattunterseite

Quellen:

Einkauf im E-Shop

Weitere interessante Artikel