Magnolien: Standort, Arten, Pflege und Blütezeit
Magnolienarten, Anbau im Garten und im Topf, Blütezeit und Düngung
Magnolien im Garten – Blüten und Eleganz. Ist die Magnolie ein Baum oder ein Strauch?

Die Magnolie – eine Pflanze mit langer Geschichte und überwältigender Schönheit – zählt weltweit zu den meistgeschätzten Blütengehölzen. Ihre eleganten Blüten und leuchtenden Farben haben die Herzen vieler Gärtner und Naturfreunde erobert. Seit Jahrhunderten zieht sie die Aufmerksamkeit auf sich, und ihr Zauber wirkt bis heute. In diesem Beitrag sehen wir uns dieses beeindruckende Gehölz genauer an und entdecken, was es so einzigartig macht.
Die Magnolie (Magnolia) ist eine Gattung blühender Pflanzen aus der Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae). Ihre Heimat liegt überwiegend in Asien, Nord- und Südamerika. Die ersten Funde von Magnolien stammen aus einer Zeit vor mehr als 100 Millionen Jahren, womit sie zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde gehören.
Die Magnolie ist ein laubabwerfender oder immergrüner Baum bzw. Strauch. Sie reicht von wenigen Metern bis zu stattlichen Bäumen von bis zu 30 Metern Höhe. Charakteristisch sind die großen, duftenden Blüten mit Blütenblättern in unterschiedlichsten Formen und Farben – weiß, rosa, purpurn oder sogar gelblich. Sie öffnen sich je nach Art und Klima im Frühjahr oder im Frühsommer.
Magnolienarten und ihre Sorten
Die Gattung Magnolia umfasst zahlreiche Arten sowie eine Vielzahl an Sorten und Hybriden. Jede Art bringt eigene Merkmale mit. Hier eine Übersicht bekannter Magnolienarten:
Magnolia grandiflora – Immergrüne Magnolie: großer immergrüner Baum oder Strauch mit prachtvollen, großen und duftenden Blüten sowie glänzenden Blättern. Sie zählt zu den beliebtesten Magnolienarten.
Magnolia stellata – Sternmagnolie: kleiner laubabwerfender Strauch mit zarten, duftenden weißen Blüten in Sternform. Die Art stammt aus Japan.
Magnolia ×soulangeana – Tulpenmagnolie: Hybride aus M. denudata und M. liliiflora mit großen Blüten in verschiedenen Weiß- und Rosatönen.
Magnolia denudata – Yulan-Magnolie: laubabwerfender Baum mit duftenden weißen Blüten, die sich früh im Jahr öffnen.
Magnolia liliiflora – Purpurmagnolie: niedriger laubabwerfender Baum oder Strauch mit dunkelpurpurnen Blüten.
Magnolia acuminata – Gurkenmagnolie: großer laubabwerfender Baum mit schlichten, hellgrünen Blüten.
Magnolia kobus – Kobushi-Magnolie: laubabwerfender Baum mit zierlichen weißen Blüten, die früh im Frühjahr erscheinen.
Magnolia wilsonii – Wilsons Magnolie: laubabwerfender Baum mit nickenden, cremeweißen bis zartrosa Blüten.
Magnolia sieboldii – Siebolds Magnolie: laubabwerfender Baum mit großen weißen Blüten und purpurroter Blütenmitte.
Magnolia virginiana – Sumpfmagnolie: halbimmergrüner bis immergrüner Baum mit weißen, stark duftenden Blüten.
Magnolia ×loebneri – Loebners Magnolie: Hybride mit schönen, duftenden Blüten in verschiedenen Weiß- und Rosatönen.
Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt der Magnolien. Jede Art bringt ihre eigene Schönheit in Garten und Landschaft – ob als stattlicher immergrüner Baum oder als zierlicher laubabwerfender Strauch. Geschätzt werden Magnolien für ihre prachtvollen Blüten, ihren Duft und ihr dekoratives Laub, das die Pflanzung zu jeder Jahreszeit belebt.
Magnolie pflanzen: Schritt für Schritt zum eigenen Baum

Magnolien zu pflanzen ist dankbar – die Gehölze bieten prachtvolle Blüten und dekoratives Laub. Wichtig sind einige Faktoren: Standort, Boden, Wasserversorgung, Düngung und die allgemeine Vitalität der Pflanze. Hier ein paar nützliche Tipps:
1. Standort: Magnolien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Achten Sie auf Windschutz – trockener, starker Wind schädigt die zarten Blüten.
2. Boden: Ideal ist ein gut durchlässiger, frischer und humoser Boden. Vor dem Pflanzen lohnt es sich, ihn mit Kompost oder Humus anzureichern.
3. Wasser: Junge Pflanzen brauchen regelmäßige Wassergaben, vor allem in den ersten Jahren nach dem Pflanzen. Ältere Magnolien vertragen Trockenheit besser, profitieren aber weiterhin von gleichmäßiger Feuchtigkeit.
4. Düngung: Magnolien danken eine regelmäßige Düngung, vor allem im Frühjahr und im Herbst. Verwenden Sie einen für Ziergehölze geeigneten Dünger, der die Nährstoffe für Wachstum und Blüte liefert.
5. Schnitt: Magnolien brauchen keinen regelmäßigen Schnitt. Wenn es sein muss, schneiden Sie behutsam nach der Blüte. Ein starker Rückschnitt geht auf Kosten der Blüten.
6. Vitalität der Pflanze: Beobachten Sie den Zustand der Pflanze und vermeiden Sie Staunässe, die Pilzkrankheiten begünstigt. Schauen Sie regelmäßig nach, ob sich Organismen wie Blattläuse oder Spinnmilben eingefunden haben, und greifen Sie rechtzeitig zu einer schonenden Lösung nach gärtnerischer Praxis.
7. Umpflanzen: Magnolien lassen sich nur schwer verpflanzen, ältere Exemplare besonders. Wenn möglich, setzen Sie sie in der Ruhephase im Frühjahr oder Herbst um.
8. Sortenwahl: Berücksichtigen Sie beim Kauf das Klima Ihrer Region. Die Sorten stellen unterschiedliche Ansprüche an Temperatur und Feuchtigkeit.
Magnolie im Topf: Kultur auf Terrasse und Balkon

Die Magnolie im Topf ist eine gute Wahl, wenn der Platz für eine Auspflanzung fehlt oder der Gartenboden ungeeignet ist. So holen Sie sich das prachtvolle Gehölz auf die Terrasse, den Balkon oder in einen anderen begrenzten Raum.
Hier ein paar Tipps, wie die Kultur im Kübel gelingt:
1. Das richtige Gefäß: Wählen Sie einen ausreichend großen Kübel, in dem sich die Wurzeln entwickeln können. Wichtig ist ein guter Wasserabzug, damit keine Staunässe entsteht.
2. Substrat: Verwenden Sie ein hochwertiges, durchlässiges Substrat für Magnolien mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert. Bewährt hat sich eine Mischung aus Gartenerde, Torf und Perlit oder Sand, die für guten Abzug sorgt.
3. Platz: Stellen Sie den Kübel sonnig bis halbschattig. Magnolien mögen viel Licht, die direkte Mittagssonne an heißen Sommertagen ist ihnen aber zu intensiv – etwas Schatten tut gut.
4. Gießen: Gießen Sie so regelmäßig, dass das Substrat leicht feucht, aber nie nass ist. Im Sommer steigt der Bedarf, im Winter wird deutlich sparsamer gegossen.
5. Pflege: Eine Magnolie im Topf braucht dieselbe Pflege wie eine ausgepflanzte. Kontrollieren Sie regelmäßig ihren Zustand, entfernen Sie trockene oder beschädigte Triebe und schneiden Sie bei Bedarf nach der Blüte.
6. Winterschutz: In Regionen mit kalten Wintern empfiehlt es sich, den Kübel einzupacken oder an einen geschützten Platz zu stellen, damit die Wurzeln nicht durchfrieren.
Wie schnell wachsen Magnolien und wie schnell die Tulpenmagnolie
Wie schnell eine Magnolie wächst, hängt von der Art und Sorte, den Kulturbedingungen, dem Klima und weiteren Faktoren ab. Generell wachsen Magnolien mittelschnell, zwischen den Arten gibt es aber Unterschiede. Manche legen deutlich schneller zu als andere, und auch im Lauf des Baumlebens ändert sich das Tempo.
In den ersten Jahren nach der Pflanzung kann eine Magnolie recht zügig wachsen – vor allem junge Pflanzen, die neue Wurzeln und Triebe bilden. In dieser Zeit sind ausreichend Wasser, genug Nährstoffe und Sonne entscheidend.
Je älter die Magnolie wird und je näher sie ihrer Endgröße kommt, desto langsamer wächst sie. Ein ausgewachsener Baum legt oft nur wenige Zentimeter bis Dezimeter im Jahr zu. Bei manchen Arten sind es etwas über 30 cm pro Jahr – auch das hängt von vielen Faktoren ab.
Wichtig zu wissen: Magnolien sind vor allem wegen ihrer dekorativen Blüten und ihrer Ausstrahlung wertvoll, nicht wegen ihres Wuchstempos. Ihre Kultur verlangt Geduld und Pflege – belohnt wird sie mit prachtvollen Blüten und einer Schönheit, die den Garten prägt.
Magnolie Blütezeit: wann sie je nach Art blüht und wie lange
Die Magnolienblüte gehört im Frühjahr zu den schönsten Momenten in Garten und Landschaft. Wann genau eine Magnolie blüht, hängt von Art und Sorte, vom Klima und von der geografischen Lage ab. Die meisten Magnolien blühen im Frühjahr, und zwar üblicherweise in diesen Zeiträumen:
Frühe Magnolien: Einige Arten und Sorten gelten als früh blühend und öffnen ihre Knospen schon im Februar oder Anfang März. Der genaue Termin hängt von Region und Klima ab – meist sind es die ersten Magnolien, die den Frühling ankündigen.
Mittelfrühe Magnolien: Die meisten Arten blühen im März und April. Sie öffnen sich, wenn die Temperaturen steigen – die Hauptzeit für die Magnolienblüte im Garten.
Späte Magnolien: Manche Arten, etwa die Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata), blühen erst im Mai oder sogar im Juni. Sie kommen später dran, wenn die Temperaturen milder sind – ein Vorteil, denn Spätfröste gefährden ihre Blüten kaum noch.
Zu bedenken ist, dass die klimatischen Bedingungen den genauen Blühbeginn verschieben. In kühleren Lagen oder im Gebirge setzt die Magnolienblüte später ein als in wärmeren, tiefer gelegenen Regionen.
Magnolie nach der Blüte: Pflege nach dem Verblühen
Auch nach der Blüte bleibt die Magnolie ein Blickfang im Garten, obwohl die Blüten längst gefallen sind. Die folgenden Punkte betreffen die Zeit nach der Blüte:
1. Laub: Nach der Blüte treibt die Magnolie ihr Laub aus. Form und Farbe unterscheiden sich je nach Art und Sorte – manche Blätter sind satt grün, andere reichen von silbrig bis dunkelgrün. Das Laub bildet den ganzen Sommer bis in den Herbst eine attraktive grüne Kulisse.
2. Sammelfrüchte: Nach der Blüte bilden sich Sammelfrüchte in unterschiedlichen Formen und Farben. Manche Arten tragen zapfenartige Gebilde, die den ganzen Sommer auffallen, bei anderen sind es rote oder rosafarbene Früchte, die bis in den Herbst oder Winter am Baum bleiben. Sie sind auch nach der Blüte ein dekoratives Element.
3. Wachstum und Entwicklung: Nach der Blüte wächst die Magnolie weiter. Neue Triebe und Blätter entfalten sich nach und nach und geben dem Baum Fülle. Junge Exemplare brauchen in dieser Phase mehr Aufmerksamkeit, damit sie gut einwurzeln und kräftig werden.
4. Pflege nach der Blüte: Auch danach braucht die Magnolie regelmäßige Pflege. Sorgen Sie für ausreichend Wasser, besonders bei jungen Pflanzen. Gedüngt wird sinnvollerweise im Frühjahr und im Herbst, um gesundes Wachstum zu unterstützen.
5. Vorbereitung auf den Winter: Vor dem Winter sollte die Magnolie auf die Ruhephase vorbereitet werden. Achten Sie darauf, dass sie ausreichend gewässert und auf Fröste eingestellt ist. Manche Arten sind gut frosthart, andere brauchen Schutz.
Insgesamt sind Magnolien das ganze Jahr über dekorative Gehölze, auch nach der Blüte. Laub, Sammelfrüchte und Habitus geben dem Garten Struktur und bewahren etwas von der Frische des Frühlings über die weiteren Jahreszeiten.
Magnolienfrüchte: wie die Früchte aussehen

Die Magnolie trägt zapfenartige Sammelfrüchte. Sie sind charakteristisch und bilden ein dekoratives Element, das über das Jahr auffällt. Die Früchte entwickeln sich nach der Blüte und sind am Baum gut zu erkennen.
Zapfen: Manche Arten, etwa die Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora), tragen zapfenartige Fruchtstände aus vielen Balgfrüchtchen, die um eine Mittelachse angeordnet sind. Sie werden groß und auffällig, färben sich bräunlich und bleiben oft lange nach der Samenreife am Baum.
Sammelfrüchte: Bei einigen Arten – etwa der Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata) und manchen Hybriden – bestehen die Fruchtstände aus auffälligen roten oder rosafarbenen Früchten, die bis in den Spätherbst oder Winter hängen bleiben. Vögel fressen sie gern und tragen so zur Verbreitung der Samen bei.
Samen: Im Inneren der Sammelfrucht sitzen die Samen. Sind die Früchte reif, werden sie freigegeben und vom Wind oder von Vögeln und anderen Tieren verbreitet.
Nicht alle Arten und Sorten fruchten. Einige Hybriden wurden bewusst so gezüchtet, dass sie wenig oder gar keine Früchte bilden – aus optischen Gründen oder um unkontrollierte Selbstaussaat zu vermeiden.
Die Sammelfrüchte tragen zur Wirkung der Magnolie bei und sind besonders im Herbst und Winter ein Gewinn, wenn das Laub gefallen ist und die Früchte Struktur und Farbe liefern.
Magnolie ‚Susan‘ – Magnolia ‚Susan‘: Wuchs und Blüte
Die Magnolie ‚Susan‘ (Magnolia ‚Susan‘) ist eine der schönsten und beliebtesten Magnoliensorten. Sie entstand durch Kreuzung von Magnolia liliiflora ‚Nigra‘ und Magnolia stellata ‚Rosea‘ und gehört zur bekannten Serie der acht „Little Girl“-Hybriden, die in den 1950er-Jahren Francis de Vos und William Kosar am US-amerikanischen National Arboretum in Washington züchteten. Sie vereint den Charme beider Eltern und bringt eindrucksvolle Blüten hervor.
Die Blüten der ‚Susan‘ sind wirklich hinreißend. Sie öffnen sich im Spätwinter oder frühen Frühjahr, meist im März und April, noch vor dem Laubaustrieb. Besonders ist ihre kräftig rosapurpurne Farbe, die im Garten selten ist und ‚Susan‘ zu etwas Eigenem macht. Ein weiterer Vorteil: Sie blüht relativ spät, sodass Spätfröste die Blüten seltener treffen.

Die Blüten sind typisch kelchförmig – die Blütenblätter stehen in mehreren Lagen und ergeben einen vollen, üppigen Eindruck. In voller Blüte wirkt ‚Susan‘ wie gemalt und gibt dem Garten Zartheit.
‚Susan‘ ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum von etwa 2,5 bis 3 Metern Höhe. Sie wächst mittelschnell und ist damit eine ideale Wahl für kleinere Gärten oder als Solitär. Ihr kompakter Wuchs macht sie leicht händelbar und auch für Kübel geeignet – ein Pluspunkt bei wenig Platz.
Magnolie ‚Black Tulip‘ – Magnolia ‚Black Tulip‘
Die Magnolie ‚Black Tulip‘, botanisch Magnolia ‚Black Tulip‘, ist eine Sorte mit ungewöhnlich dunklen Blüten, die an eine schwarze Tulpe erinnern. Sie zählt zu den attraktivsten Magnolien und lockt mit ihrem geheimnisvollen, exotischen Auftritt.
Die Blüten der ‚Black Tulip‘ sind einzigartig. Sie sind kelchförmig mit auffallend dunklen rot- bis purpurfarbenen Blütenblättern, die tatsächlich an eine schwarze Tulpe erinnern. Die Blüten sind groß, erreichen bis zu 15 cm Durchmesser und duften angenehm, was Bestäuber anzieht.
Sie öffnen sich früh im Frühjahr, oft vor dem Laubaustrieb, und ergeben ein eindrucksvolles Bild. Die Blüten der ‚Black Tulip‘ sind wirklich außergewöhnlich und bringen eine exotische, unverwechselbare Note in den Garten.

‚Black Tulip‘ ist ein mittelgroßer laubabwerfender Baum oder Strauch von meist 3 bis 4 Metern Höhe, mit pyramidaler bis kegelförmiger Krone und aufrechtem Wuchs. Die mittelgroßen, elliptischen Blätter sind sattgrün und bilden einen schönen Kontrast zu den dunklen Blüten.
Magnolie ‚Betty‘ – Magnolia ‚Betty‘

Die Magnolie ‚Betty‘, botanisch Magnolia ‚Betty‘, ist ein schöner laubabwerfender Baum oder Strauch aus der beliebten „Little Girl“-Serie. Geschätzt wird sie für ihre prachtvollen rosa Blüten, die früh im Frühjahr erscheinen.
Die Blüten der ‚Betty‘ sind mittelgroß und kelchförmig mit breiten Blütenblättern. Ihre Farbe ist kräftig rosa bis rosapurpurn – außen dunkler, innen heller – und bildet einen schönen Kontrast zum zartgrünen Laub, das später folgt. Die Blüten duften und ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an.
Sie öffnen sich früh im Frühjahr, oft vor dem Laubaustrieb, und bringen die ersten Frühlingszeichen in den Garten.
‚Betty‘ wird meist 3 bis 4 Meter hoch und bleibt damit ein mittelgroßer Baum oder ein aufrechter Strauch. Ihre pyramidale bis rundliche Krone gibt der Pflanzung Struktur.
Die Blätter der ‚Betty‘ sind mittelgroß, elliptisch und sattgrün. Im Herbst färben sie sich in attraktive Gelb-, Rot- oder Orangetöne – ein zusätzlicher Blickfang.
Sternmagnolie – Magnolia stellata
Die Sternmagnolie (Magnolia stellata) ist ein faszinierender laubabwerfender Strauch aus Japan. Sie gehört zu den beliebtesten Magnolienarten – aus gutem Grund. Ihre unverwechselbaren Blüten und die reiche Blüte machen sie für jeden Gartenfreund interessant.
Die Sternmagnolie ist für ihre sternförmigen Blüten bekannt, die aus vielen schmalen, spitzen Blütenblättern bestehen. Sie sind weiß oder zartrosa und im Vergleich zu anderen Magnolien recht klein – ihre Wirkung macht das mehr als wett. Die Blüten erscheinen früh im Frühjahr, oft noch vor dem Laubaustrieb, und geben dem Garten eine unverwechselbare Frühlingsstimmung.

Die Sternmagnolie wächst strauchig und erreicht etwa 1,5 bis 2,5 Meter. Sie bleibt klein und kompakt und eignet sich damit für kleinere Gärten, aber auch für die Kultur im Kübel auf Terrasse und Balkon. Ihr strauchiger Habitus passt sich beengten Verhältnissen gut an.
Tulpenmagnolie – Magnolia ×soulangeana
Die Tulpenmagnolie (Magnolia ×soulangeana) ist eine der schönsten und meistgepflanzten Magnolien überhaupt. Die Hybride entstand im 19. Jahrhundert durch Kreuzung von Magnolia denudata und Magnolia liliiflora und trägt den Namen des französischen Botanikers und Gärtners Étienne Soulange-Bodin. Prachtvolle Blüten und eleganter Wuchs machen sie zur Königin der Frühlingsgärten – in Stadtparks ebenso wie in Hausgärten.
Die Tulpenmagnolie ist für ihre großen, prachtvollen Blüten bekannt. Sie sind typisch kelchförmig, mit neun bis fünfzehn weißen Blütenblättern und purpurnen bis rosafarbenen Streifen. Diese Farbkombination ergibt einen reizvollen Kontrast. Die Blüten erreichen bis zu 20 cm Durchmesser – eine imposante Größe, die jeden beeindruckt.

Die Tulpenmagnolie ist ein laubabwerfender Baum oder Strauch von 3 bis 6 Metern Höhe. Sie wächst aufrecht, kann aber breit ausladen und eine rundliche Krone bilden. Junge Pflanzen haben oft eine glatte, silbrige Rinde, die mit dem Alter dunkler und rauer wird.
Immergrüne Magnolie – Magnolia grandiflora
Die Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) ist ein imposanter, würdevoller immergrüner Baum, der seinem Namen alle Ehre macht – mit großartigen Blüten und starker Präsenz. Diese Königin unter den Magnolien zählt weltweit zu den meistgeschätzten Ziergehölzen. Prächtiges Laub, duftende Blüten und große Robustheit haben ihr die Zuneigung von Gärtnern und Naturfreunden eingebracht.
Die Immergrüne Magnolie ist ein mittelgroßer bis großer Baum, der 10 bis 25 Meter erreicht, in Einzelfällen bis zu 30 Meter. Ihre Blätter sind glänzend grün, ledrig und elliptisch, an der Unterseite oft rostbraun filzig. Ältere Bäume bilden eine ausladende Krone, die tiefen Schatten spendet und in der Landschaft eindrucksvoll wirkt.

Die Immergrüne Magnolie blüht im Sommer, etwa von Juni bis September – unter den Magnolien ungewöhnlich. Ihre Blüten sind riesig, erreichen 20 bis 30 cm Durchmesser, sind schalenförmig, reinweiß und stark duftend. Sie öffnen sich nacheinander, jede Einzelblüte hält nur wenige Tage – dafür zieht sich die Blütezeit über Monate.
Als immergrüner Baum behält sie ihr Laub das ganze Jahr und gibt dem Garten auch im Winter ein grünes Gerüst. Junge Bäume haben eine glatte graue Rinde, die mit dem Alter dunkler wird und aufreißt, was sehr dekorativ aussieht.
Diese Art bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem, frischem und humosem Boden. Sie ist vergleichsweise robust und kommt auch mit ärmeren Böden zurecht. In Mitteleuropa braucht sie allerdings einen geschützten Platz – in strengen Wintern kann sie zurückfrieren, in Weinbauklimaten gedeiht sie am besten.
Purpurmagnolie – Magnolia liliiflora
Die Purpurmagnolie (Magnolia liliiflora) ist ein schöner laubabwerfender Baum bzw. Strauch aus China. Die Art ist für ihre ausdrucksstarken Blüten in weinrot-rosa Tönen bekannt, die an Blüten der Lilie erinnern – daher der botanische Name *liliiflora*. Ihr Auftritt und der Duft der Blüten machen sie zu einer geschätzten Bereicherung für jeden Garten.
Die Blüten sind der größte Reiz der Purpurmagnolie. Sie öffnen sich früh im Frühjahr vor dem Laubaustrieb und ergeben ein eindrucksvolles Bild. Ihre Form ist typisch kelchförmig, je nach Sorte einfach oder gefüllt.

Die Blütenfarbe reicht von weinrot-rosa bis dunkelpurpurn, innen deutlich heller. Die Blüten wirken elegant und romantisch. Sie öffnen sich nacheinander und können über mehrere Wochen erscheinen, was eine lange Blütenschau ergibt.
Die Purpurmagnolie ist ein mittelgroßer Baum oder Strauch von meist 3 bis 4 Metern, manche Sorten erreichen rund 6 Meter. Ihr rundlicher bis breiter Wuchs gibt dem Garten feste und elegante Struktur.
Die Blätter der Purpurmagnolie stehen wechselständig, sind elliptisch und dunkelgrün. Im Herbst färben sie sich vor dem Fall oft attraktiv gelborange bis rot.
Kobushi-Magnolie – Magnolia kobus

Die Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus) ist ein laubabwerfender Baum bzw. Strauch aus Japan und Korea. Sie gehört zu den am frühesten blühenden Gehölzen im Frühjahr. Ihre zarten, duftenden Blüten, die noch vor dem Laubaustrieb erscheinen, machen sie zu einem Juwel japanischer Gärten.
Die Blüten der Kobushi-Magnolie zählen zu den eindrucksvollsten. Sie werden bis zu 10 cm breit und sind zart kelchförmig. Ihre Farbe ist weiß bis zartrosa mit leichten purpurnen Streifen am Grund der Blütenblätter. Sie duften kräftig, und ihr süßer Duft ist unverwechselbar.
Sie öffnen sich früh im Frühjahr und ergeben ein beeindruckendes Bild. Die blühende Kobushi-Magnolie gilt als einer der schönsten Momente im japanischen Garten.
Die Kobushi-Magnolie ist ein mittelgroßer Baum oder Strauch von meist 4 bis 8 Metern Höhe, mit pyramidaler bis rundlicher Krone und leicht aufrechtem Wuchs.
Ihre Blätter stehen wechselständig, sind elliptisch und sattgrün. Im Herbst färben sie sich in schöne Gelb- bis Orangetöne.
Gurkenmagnolie – Magnolia acuminata
Die Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata) ist ein laubabwerfender Baum aus Nordamerika. Geschätzt wird sie für ihre eigenwilligen Blüten, die kleiner ausfallen als bei anderen Magnolien, aber ihren Reiz haben. Die zart grünen Blüten und die charakteristisch zugespitzten Blätter geben dem Baum sein eigenes Gesicht. Von dieser Art stammt zudem das gelbe Pigment fast aller gelbblühenden Hybriden.
Die Blüten der Gurkenmagnolie sind kelchförmig, wie bei den meisten Magnolien. Ihre Farbe ist hellgrün bis gelbgrün – unter Magnolien ungewöhnlich. Sie verströmen einen feinen Duft, der Bestäuber anlockt, bleiben zwischen dem Laub aber eher unauffällig.

Die Blüten erscheinen im Mai bis Juni, zusammen mit dem Laub. Nach der Blüte bilden sich die charakteristischen Fruchtstände, die an eine kleine Gurke erinnern – daher der Name Gurkenmagnolie – und auch nach der Blüte dekorativ sind.
Die Gurkenmagnolie ist ein großer Baum, der meist 12 bis 18 Meter erreicht, in Einzelfällen bis zu 30 Meter. Ihre kegelförmige bis pyramidale Krone gibt der Pflanzung Struktur.
Die Blätter gehören zu ihren Erkennungsmerkmalen: groß, elliptisch und an der Spitze deutlich zugespitzt. Im Herbst färben sie sich leuchtend gelb – ein eindrucksvolles Bild.
Yulan-Magnolie – Magnolia denudata
Die Yulan-Magnolie (Magnolia denudata) ist ein bezaubernder laubabwerfender Baum aus China. Gesucht wird sie für ihre unverwechselbaren Blüten, die früh im Frühjahr erscheinen – noch vor dem Laubaustrieb – und den eindrucksvollen Effekt der „kahlen Zweige“ erzeugen. In China wird sie seit über tausend Jahren kultiviert, ihre Blüten gelten dort als Sinnbild für Frühling und Neubeginn.
Die Blüten sind der größte Reiz der Yulan-Magnolie. Sie sind groß, bis zu 10 cm breit, und zart kelchförmig. Ihre Farbe reicht von weiß bis elfenbeinfarben, ihr Duft ist angenehm zitrusartig. Sie öffnen sich an kahlen Zweigen und bilden einen Kontrast zu den dunklen Knospen und dem hellgrünen Laub, das später folgt.

Sie öffnen sich früh im Frühjahr und gehören damit zu den ersten blühenden Gehölzen nach dem Winter. Die Blüten sind auffällig und wirken sehr romantisch.
Die Yulan-Magnolie ist ein mittelgroßer Baum von meist 5 bis 10 Metern, manche Sorten werden höher. Sie bildet eine breite Krone und wächst ruhig aufrecht.
Ihre Blätter stehen wechselständig, sind elliptisch und hellgrün. Im Herbst färben sie sich in schöne Gelb- bis Orangerottöne.
Gelbe Magnolien und ihre Sorten
Gelbe Magnolien (Magnolia spp.) bringen mit ihren leuchtend gelben Blüten etwas Exotisches in Gärten und Parks.
Gelbblühende Magnolien sind seltener als ihre verbreiteten Verwandten und deshalb ein besonderes Schmuckstück unter den Blütengehölzen. Ihre frischen, hellen Blüten wirken, als wäre die Sonne in den Garten gezogen.
Gelbblühende Sorten Gelbe Blüten finden sich bei mehreren Sorten, die aus Kreuzungen hervorgegangen sind – vor allem mit der Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata), der einzigen Art mit gelbem Pigment. Dazu gehören:

Magnolia ‚Butterflies‘ – eine Hybride aus M. acuminata und M. denudata mit wunderschönen, leicht duftenden Blüten in warmem Gelb. Sie öffnen sich früh im Frühjahr vor dem Laub und halten lange.
Magnolia ×brooklynensis ‚Yellow Bird‘ – diese Hybride verbindet M. acuminata und M. ×brooklynensis. Sie trägt kräftig gelbe Blüten mit zarten Blütenblättern, die einen schönen Kontrast zum dunkelgrünen Laub bilden, und blüht spät, zusammen mit den Blättern.
Magnolia ‚Elizabeth‘ – die erste gelbblühende Hybride, eingeführt vom Brooklyn Botanic Garden. Ihre primelgelben Blüten bleichen in der Sonne allmählich zu Cremeweiß aus.
Weiße Magnolien: die bekanntesten Arten mit weißen Blüten
Weiße Magnolien (Magnolia spp.) gehören zu den bekanntesten und meistgeschätzten Gehölzen in Gärten weltweit. Ihre frischen weißen Blüten bringen Eleganz in die Frühlingslandschaft. Beliebt sind sie für ihren schlichten und zugleich überwältigenden Auftritt, der Gärten und Parks einen hellen Akzent gibt.
Bekannte weiße Magnolien Weiße Blüten gibt es bei mehreren Arten und Sorten. Zu den bekanntesten zählen:

Magnolia ×soulangeana – diese Hybride aus M. denudata und M. liliiflora ist eine der meistgepflanzten Magnolien der Welt. Sie trägt große, prachtvolle Blüten in verschiedenen Weiß- und Rosatönen.
Magnolia stellata – die japanische Sternmagnolie hat mehrere weiße Sorten, darunter ‚Royal Star‘ und ‚Centennial‘. Ihre Blüten sind klein und zart, aber umso reizvoller.
Magnolia grandiflora – die Art mit großen, duftenden Blüten und eine der wenigen immergrünen Magnolien. Verbreitete Sorten sind etwa ‚Alta‘ und ‚Bracken’s Brown Beauty‘.
Die Blüten weißer Magnolien sind typisch kelchförmig, wie bei den meisten Arten. Das Weiß wirkt frisch und klar und setzt sich deutlich vom Grün ab. Die Blütengröße hängt von der Art ab – manche bleiben klein und zart, andere werden imposant.
Weiße Magnolien blühen früh im Frühjahr, oft vor dem Laubaustrieb, und ergeben eine großartige Schau. Ihre Blütezeit ist kurz, dafür unvergesslich.
Magnolie als Stämmchen: die kleine Magnolie für kleine Gärten
Die Magnolie als Stämmchen ist keine eigene Art, sondern eine Erziehungsform: Eine kompakte Sorte wird in Höhe auf einen geraden Stamm veredelt. So entsteht ein kleiner Baum mit runder Krone – eine beliebte Wahl für kleine Gärten, weil er auch auf wenig Fläche kompakt bleibt.
Das Stämmchen bildet eine runde bis breite Krone und ergibt eine elegante Silhouette. Meist erreicht es 3 bis 5 Meter und eignet sich damit für kleinere Gärten oder als Solitär im Rasen.
Die Blüten sind zart, duftend und erinnern je nach veredelter Sorte an kleine rosa Sterne. Sie öffnen sich früh im Frühjahr und kontrastieren schön mit dem später erscheinenden Laub. Sie sitzen an den Triebenden und sind ein hübscher Anblick.
Das Stämmchen bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem, humosem Boden. Der Boden sollte leicht feucht, aber gut drainiert sein, damit keine Staunässe entsteht.
Junge Pflanzen brauchen regelmäßige Wassergaben, damit sie gut einwurzeln; ältere Magnolien sind trockenheitsverträglicher und überstehen kurze Trockenphasen. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut.
Ein Stämmchen braucht keinen regelmäßigen Schnitt. Wenn nötig, schneiden Sie nach der Blüte und achten Sie darauf, die Blütenknospen an den neuen Trieben nicht zu verletzen. Triebe unterhalb der Veredelungsstelle werden entfernt.
Verwendung im Garten: Dank ihres kompakten Wuchses passt die Magnolie als Stämmchen in kleine Gärten und Zierbeete oder als Blickfang auf Terrasse und Balkon. Auch in Gruppenpflanzungen oder entlang von Wegen macht sie sich gut.
Bäume und Sträucher düngen: womit und wie oft die Magnolie
- Streuen Sie DÜNGEE rund um den Stamm bis zum Kronenrand aus. Keine dicke Schicht – ein feines Bestäuben genügt.
- Bei belaubten Bäumen und Sträuchern bewährt sich die Blattgabe: einen Teelöffel DÜNGEE in 1 l Wasser einrühren, abseihen und spritzen.
Die Magnolie ist ein Ziergehölz, ihr bekommt daher dasselbe Vorgehen wie den übrigen Sträuchern im Garten – gedüngt wird im Frühjahr und nach der Blüte, nie auf trockenen Boden. Wie Sie einen Dünger für den ganzen Garten wählen, behandeln wir im Beitrag Universaldünger. Die Kronenform halten Sie mit dem regelmäßigen Schnitt von Sträuchern und Kletterpflanzen, und um ältere Bäume kümmert sich die Baum- und Gehölzpflege.
Magnolie — Fotos unserer Gärtner
Echte Fotos — Magnolie von Düngee-Kunden:
