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Microgreens

Microgreens sind junge Pflanzen voller Nährstoffe. Erfahren Sie, was dahintersteckt, wie Sie sie zu Hause auf der Fensterbank anbauen und wann Sie für den besten Geschmack ernten.

Einführung in Microgreens

Sandwiches mit Microgreens

Microgreens sind kleine, aber bemerkenswerte grüne Blättchen und gelten als neuer Trend in der gesunden Ernährung. Die jungen, zarten Triebe stammen von verschiedenen Gemüsearten, Kräutern, Hülsenfrüchten und Getreidesamen. Kennzeichnend ist, dass sie geerntet werden, sobald sich aus dem Samen die ersten Keimblätter (Kotyledonen) und ein Satz echter Blätter entwickelt haben. Geschätzt werden Microgreens nicht nur für ihren intensiven Geschmack und ihr Aussehen, sondern vor allem für ihren Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, der je nach Art über dem ausgewachsener Pflanzen liegen kann. Mit ihrer wachsenden Beliebtheit in der Küche sind sie zu einem eigenen Segment im Gemüsemarkt geworden – und zu einer einfachen Möglichkeit, dem Speiseplan Farbe und Abwechslung zu geben

Microgreens anbauen: Schritt für Schritt

Microgreens in Anzuchtschalen aus Kunststoff

Der Anbau von Microgreens ist einfach und auch für Anfänger geeignet – jeder kann diese Pflanzen zu Hause ziehen. Die Grundlage sind passende Samen und das richtige Anzuchtsubstrat. Die Samen werden zunächst eingeweicht für 6-8 Stunden und dann in ein angefeuchtetes Anzuchtsubstrat gesät. Microgreens wachsen an ganz unterschiedlichen Orten, vom Wohnzimmer bis zum Garten, und brauchen wenig Platz. Wichtig ist ausreichend Licht und regelmäßiges Wässern. Einige Arten wie Erbsen, Mais oder Sonnenblumen haben große Samen und brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. Geerntet wird meist 6 bis 21 Tage nach der Aussaat, wenn die Keimblätter und die ersten echten Blätter ausgebildet sind. Durch das schnelle Wachstum und den geringen Platzbedarf sind Microgreens eine ideale Möglichkeit, das ganze Jahr über frisches Grün im Haus zu ernten.

Auswahl der Samen für Microgreens

Samen und Wurzeln von Microgreens

Die Wahl der richtigen Samen entscheidet über den Erfolg. Es gibt viele Arten, die sich für Microgreens eignen, jede mit eigenen Eigenschaften und einem eigenen Nährstoffprofil. Bei der Auswahl lohnt es sich, auf folgende Punkte zu achten:

  1. Art der Samen: Beliebt sind unter anderem Radieschen, Brokkoli, Erbsen, Sonnenblumen sowie verschiedene Salate und Kräuter.
  2. Ansprüche beim Wachstum: Die Arten unterscheiden sich im Bedarf an Licht, Wasser und Wärme. Wählen Sie Samen, die zu Ihren Bedingungen passen.
  3. Geschmack und Verwendung: Überlegen Sie, wofür Sie die Microgreens nutzen möchten – manche Arten schmecken mild und passen in Salate, andere sind scharf oder aromatisch und eignen sich eher als Topping.
  4. Dauer bis zur Ernte: Manche Samen keimen schnell und sind schon nach wenigen Tagen erntereif, andere brauchen länger.

Für den Anfang ist eine gemischte Auswahl ideal – so finden Sie heraus, welche Microgreens Ihnen am besten schmecken. Viele Anbieter stellen fertige Samensets für Microgreens zusammen, die verschiedene Geschmacksrichtungen und Texturen kombinieren

Nährwert von Microgreens

Frau gibt Microgreens auf einen Avocado-Toast

Microgreens sind klein, aber nährstoffreich – das macht sie in der Küche interessant:

  1. Hoher Nährstoffgehalt: Microgreens enthalten Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C, E und K sowie Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A.
  2. Reich an Polyphenolen: Diese sekundären Pflanzenstoffe gehören zu den natürlichen Inhaltsstoffen vieler junger Blattgemüse.
  3. Teil einer ausgewogenen Ernährung: Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei – ein guter Grund, frisches Grün regelmäßig auf den Teller zu bringen.
  4. Ballaststoffe und Abwechslung: Wie anderes frisches Gemüse liefern Microgreens Ballaststoffe und passen gut in eine abwechslungsreiche Ernährung.
  5. Vielseitig in der Küche: Microgreens lassen sich pur essen oder in Salaten, Sandwiches und Saucen verwenden.

Microgreens sind damit nicht nur geschmacklich, sondern auch als frische Zutat eine Bereicherung für den täglichen Speiseplan.

Anleitung und Tipps zum Anbau

Der Anbau von Microgreens ist einfach – auch für Anfänger. Hier die wichtigsten Schritte und Tipps:

  1. Samen einweichen: Manche Samen sollten 6-8 Stunden vor der Aussaat eingeweicht werden, das beschleunigt die Keimung.
  2. Substrat vorbereiten: Wählen Sie ein geeignetes Medium, etwa hochwertige Erde oder Anzuchtmatten. Feuchten Sie die Unterlage mit Wasser an und legen Sie sie in eine Schale oder Anzuchtschale.
  3. Gleichmäßig säen: Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf dem Substrat, damit jede Pflanze genug Platz zum Wachsen hat.
  4. Richtig wässern: Microgreens brauchen Feuchtigkeit, Staunässe ist aber zu vermeiden. Halten Sie das Substrat feucht, nicht nass.
  5. Beleuchtung: Sorgen Sie für ausreichend Licht, vermeiden Sie aber pralle Mittagssonne, die die Pflänzchen verbrennen kann.
  6. Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Halten Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit möglichst gleichmäßig.
  7. Ernte: Erntereif sind Microgreens je nach Art meist 6 bis 21 Tage nach der Aussaat.

Denken Sie daran, dass jede Art eigene Ansprüche hat – informieren Sie sich vorab über die Sorte, die Sie anbauen möchten.

Microgreens
Frische Microgreens in Nahaufnahme - violettes Radieschen

Microgreens und Ökologie

Frischer Salat mit Tomaten, Gemüse und Microgreens

Der ökologische und ressourcenschonende Anbau ist ein wichtiger Grund für die wachsende Beliebtheit von Microgreens. Dafür sprechen vor allem diese Punkte:

  1. Geringe CO2-Emissionen: Der Anbau von Microgreens verursacht weniger Treibhausgase als die klassische Landwirtschaft – ein Pluspunkt für die Umweltbilanz.

  2. Wenig Platzbedarf: Microgreens lassen sich auf kleinstem Raum ziehen, ideal für Stadtgärten und den Anbau in der Wohnung. Das spart Anbaufläche und Transportwege.

  3. Nachhaltige Anzuchtmaterialien: Es gibt umweltfreundliche Substrate wie Hanfmatten, die biologisch abbaubar sind und den Anbau nachhaltiger machen.

  4. Geringer Wasserverbrauch: Microgreens brauchen weniger Wasser als klassische Kulturen.

  5. Mehrfache Nutzung: Bei manchen Arten treibt der Bestand nach dem Schnitt noch einmal aus (Regrow), das spart Saatgut und Substrat.

Damit ist der Anbau von Microgreens nicht nur eine Bereicherung für die Küche, sondern auch schonend für die Umwelt.

Zum Saatgut-Sortiment

Beliebte Sorten im Überblick

  • Brokkoli – mild-nussig, keimt zuverlässig und ist nach etwa 8 bis 12 Tagen erntereif.
  • Radieschen – scharf und würzig, eine der schnellsten Sorten (6 bis 10 Tage).
  • Erbsen – süßliche, knackige Triebe; die großen Samen vorher einweichen.
  • Sonnenblumen – nussig und kräftig im Biss, die Samenschalen nach dem Keimen abnehmen.
  • Rucola – pfeffrig, ideal als Topping auf Suppen und Sandwiches.
  • Kresse – der Klassiker für die Fensterbank, wächst auch ohne Erde auf einem Vlies.
  • Rotkohl – violette Blättchen mit mildem Kohlgeschmack, dekorativ auf Salaten.
  • Senf – deutlich scharf, in kleinen Mengen als Würze verwenden.