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Fruchtgemüse

Tomaten, Paprika, Gurken und Kürbisse — ein Überblick über die Arten von Fruchtgemüse, Tipps zum Düngen und wie Mykorrhizapilze Ihren Ertrag steigern.

Fruchtgemüse

Inhalt

Fruchtgemüse – was ist das

Fruchtgemüse ist die Gruppe von Gemüse, bei der die Frucht gegessen wird. Die Früchte entwickeln sich aus dem Fruchtknoten der Blüte, sind in der Regel fleischig und enthalten Samen, die ebenfalls essbar sind. Aus reifen Samen können Sie im nächsten Jahr Ihr eigenes Gemüse ziehen.

Zum Fruchtgemüse gehören verschiedene Arten von Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini, Paprika, Aubergine und weitere Arten.

Fruchtgemüse wird weltweit angebaut und ist ein beliebter Bestandteil vieler Küchen. Es ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen, was es zu einem wichtigen Teil einer gesunden Ernährung macht. Fruchtgemüse lässt sich roh, gebacken, gedünstet oder gebraten verzehren und passt in Salate, Suppen sowie zu Reis- und Nudelgerichten.

Fruchtgemüse: die Arten

Fruchtgemüse – Tomaten: Rispe reifer Kirschtomaten auf einem Holzbrett

Zum Fruchtgemüse zählen sehr viele Arten. Die häufigsten und beliebtesten sind:

Tomaten – das wohl bekannteste Fruchtgemüse; Tomaten pflanzen können Sie im Beet wie im Kübel, unterschieden werden Busch- und Stabtomaten.

Gurken – ein weiteres beliebtes Fruchtgemüse; sie keimen schnell und bringen bei sorgfältiger Pflege sehr hohe Erträge.

Paprika – kälteempfindliches Fruchtgemüse, das einen sonnigen und warmen Standort braucht.

Aubergine – etwas exotisches Fruchtgemüse, das sich aber auch bei uns erfolgreich anbauen lässt; sie wird auch Melanzani oder Eierfrucht genannt.

Kürbis – wird manchmal einer eigenen Gruppe, dem Kürbisgemüse, zugerechnet; Kürbisse gedeihen gut auf dem Komposthaufen.

Zucchini – werden wie Kürbisse manchmal einer eigenen Gruppe zugeordnet; sie brauchen wenig Nährstoffe, aber viel Wasser.

Zuckererbsen (Kaiserschoten) – Erbsen gehören zu den Hülsenfrüchten; wo die ganze Hülse gegessen wird, zählt man sie eher zum Fruchtgemüse.

Melonen – bei einem warmen, sonnigen Standort können Wassermelonen und Zuckermelonen auch bei uns reifen.

Avocado – die kaufen Sie eher im Laden; aus einem Kern lässt sich die Pflanze zu Hause zwar ziehen, Früchte trägt sie dabei jedoch fast nie.

Oliven

– auch einen Olivenbaum können Sie im Warmen oder im Wintergarten kultivieren; botanisch sind Oliven allerdings Steinfrüchte und damit kein echtes Fruchtgemüse.

Fruchtgemüse anbauen

Der Anbau von Fruchtgemüse unterscheidet sich je nach Art und Klima. Hier finden Sie einige allgemeine Schritte und Tipps, die praktisch für alle Arten gelten:

1. Wählen Sie den richtigen Platz: Fruchtgemüse braucht Sonne und ausreichend Wärme, deshalb pflanzt man es am besten an sonnige, warme Stellen. Ist das nicht möglich, kommt ein halbschattiger Platz infrage, den zum Beispiel Gurken oder Zucchini noch annehmen.

Dünger für Fruchtgemüse

Fruchtgemüse muss nachgedüngt werden, damit die Pflanzen gut wachsen, blühen und die Früchte ausreifen können. Ideal ist es, die Jungpflanzen in ein Beet zu setzen, in das Sie im Herbst Kompost oder Stallmist eingearbeitet haben. Nachgedüngt wird dann während der gesamten Vegetationszeit mit einem Gemüsedünger, der Stickstoff, Kalium und Phosphor enthält. Ideal sind organische und natürliche Dünger, Kompost, DÜNGEE und Ähnliches.

2. Bereiten Sie den Boden vor: Fruchtgemüse verlangt einen nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden. Vor dem Pflanzen empfehlen wir, den Boden mit organischem Dünger oder Kompost anzureichern – siehe Abschnitt zum Dünger.

3. Samen oder Jungpflanzen: Sie können Fruchtgemüse aus Samenziehen – das kostet mehr Zeit und Geduld, dafür wissen Sie vom Korn an, was Sie da heranziehen. Wollen Sie es schneller haben, kaufen Sie Jungpflanzen. Kaufen Sie bei einem verlässlichen Händler und wählen Sie gesunde Pflänzchen, die keine sichtbaren Krankheiten und keinen Befall (etwa Blattläuse) zeigen. Immer beliebter wird derzeit das Swapping (Tauschen von Dingen), das auch beim Tausch eigener Jungpflanzen genutzt wird.

4. Säen oder pflanzen: Während Sie Samen zu Hause schon ab Mitte März aussäen können, lohnt sich das Auspflanzen von Fruchtgemüse ins Beet erst nach Mitte Mai, wenn keine Bodenfröste mehr drohen.

5. Gießen Sie regelmäßig: Fruchtgemüse braucht regelmäßige Wassergaben, besonders in Trockenperioden. 

6. Entfernen Sie Unkraut: Unkraut nimmt den Pflanzen Nährstoffe und Wasser aus dem Boden. Jäten Sie deshalb regelmäßig, damit sich die Pflanzen besser entwickeln können.

Mykorrhizapilze sind natürliche Symbiosepartner, die eine Lebensgemeinschaft mit den Wurzeln der Pflanzen eingehen. Dadurch nehmen die Wurzeln Nährstoffe und Wasser aus dem Boden wirksamer auf, und die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen Trockenstress, Hitze und andere ungünstige Umweltbedingungen.

Wenn Sie Mykorrhiza bei Fruchtgemüse einsetzen möchten, gibt es dafür mehrere Wege:

  1. Mykorrhizapilze in den Boden einbringen: Mykorrhizapilze lassen sich als Bestandteil von Gartenkompost oder natürlichen Düngern in den Boden einbringen, die diese Symbiosepartner enthalten. Es gibt auch Handelspräparate mit Mykorrhizapilzen, die direkt in den Boden gegeben werden.

  2. Samen beimpfen: Die Samen von Fruchtgemüse lassen sich vor der Aussaat mit Mykorrhizapilzen beimpfen. Dafür gibt es spezielle Präparate, die vor der Aussaat auf das Saatgut aufgebracht werden, um die Symbiose zwischen Pilz und Wurzel zu verbessern.

  3. Wurzeln beimpfen: Stehen die Pflanzen bereits im Boden, können Sie die Wurzeln mit Mykorrhizapilzen beimpfen.

  4. Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle Arten von Fruchtgemüse gleich auf Mykorrhizapilze reagieren. Manche Pflanzen wie Tomaten oder Paprika gehen eine weniger ausgeprägte Symbiose mit Mykorrhizapilzen ein als andere Kulturen, etwa Bohnen oder Erbsen.

Fruchtgemüse – Paprika: junge Paprikapflanzen in einer Anzuchtschale mit Erde
Fruchtgemüse – Gurke: junge Gurken mit gelben Blüten an der Pflanze

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