Nadelbäume für den Garten: Arten, Zwergkoniferen, Pflanzung und Pflege
Übersicht über 37 Nadelgehölze von stattlichen Tannen bis zu Zwergwacholdern: Höhe, Pflanzabstand, Standort und Boden. Dazu Pflanzung, Düngung, Wintergießen, Schnitt, Hecke und warum Koniferen braun werden.
Nadelbäume geben dem Garten ein Gerüst, das das ganze Jahr hält. Sie schützen vor Blicken und Wind, im Winter sind sie das einzige Grün im Garten und gehören zu den anspruchslosesten Pflanzen überhaupt. Braucht ein Nadelbaum ungewöhnlich viel Pflege, liegt der Fehler meist in der Wahl der Art oder des Standorts, nicht in der Pflege.
In der Übersicht finden Sie 37 Nadelgehölze für den Garten, von großen Solitärtannen bis zu Zwergwacholdern für den Steingarten, mit Endhöhe, Pflanzabstand, Standort und Boden. Unter den Tabellen stehen Pflanzung, Düngung und Wintergießen, Schnitt, Hecke und die Ursachen für braune Nadeln. Details zu den einzelnen Gattungen beschreiben eigene Artikel: Thuja, Eibe, Wacholder, Fichte, Kiefer, Scheinzypresse, Lärche, Zeder und Douglasie.
So wählen Sie einen Nadelbaum für den Garten

Bei der Wahl eines Nadelbaums lohnt es sich, an drei Dinge zu denken, die mehr entscheiden als die Nadelfarbe:
- Endhöhe. Eine Fichte oder Tanne aus einem kleinen Topf wächst in zwanzig Jahren auf Haushöhe. In einen gewöhnlichen Garten gehören eher Zwerg- und langsam wachsende Formen, starkwüchsige Arten nur dorthin, wo sie Platz haben.
- Vielfalt. Die Pflanzung einer einzigen Art, etwa eine Reihe Serbischer Fichten oder eine lange Hecke aus einer Thuja-Sorte, fördert die Massenvermehrung von Schädlingen und die Ausbreitung von Krankheiten. Ein Garten mit mehreren Nadelbaumarten, ergänzt durch Laubgehölze, ist widerstandsfähiger.
- Trockenheit und Luft. Lange Trockenheit ist der Feind aller immergrünen Nadelgehölze. Tannen, Scheinzypressen und Eiben haben feine Haarwurzeln, die weder tief noch weit reichen, und vertragen Trockenheit am schlechtesten. Die Nadeln bleiben mehrere Jahre am Baum, deshalb schadet ihnen auch verschmutzte Luft in der Stadt oder an einer stark befahrenen Straße.
Starkwüchsige Nadelbäume: Solitäre und Hecken

Starkwüchsige und mittelhohe Nadelbäume eignen sich als Solitäre, für Gruppen und für Hecken. Bei Heckenarten ist die Höhe angegeben, auf der eine Hecke üblicherweise durch Schnitt gehalten wird. Ein ungeschnittener Baum wird deutlich höher.
| Nadelbaum | Höhe (cm) | Abstand (cm) | Standort | Boden | Verwendung und Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Coloradotanne (Abies concolor) | 1500–2000 | — | Sonne | feuchter, anspruchslos | Solitär |
| Koreatanne (Abies koreana) | 500–800 | — | Sonne | feuchter, anspruchslos | Solitär |
| Edeltanne ‚Glauca‘ (Abies procera, früher A. nobilis) | 2000 | — | Sonne | feuchter, sauer | Solitär, blaugraue Nadeln |
| Atlaszeder ‚Glauca‘ (Cedrus atlantica) | 1000 | — | Sonne | trockener, kalkhaltig | Solitär in geschützter Lage |
| Lawsons Scheinzypresse ‚Ellwoodii‘ (Chamaecyparis lawsoniana) | 200 | 40 | Sonne bis Halbschatten | anspruchslos | Solitär, Gruppe, Hecke |
| Lawsons Scheinzypresse ‚Lane‘ (Chamaecyparis lawsoniana) | 500 | — | Sonne | anspruchslos | gelb; nicht in reinen Sandboden |
| Nootka-Scheinzypresse ‚Pendula‘ (Chamaecyparis nootkatensis) | 700–1000 | — | Sonne bis Halbschatten | anspruchslos | hängender Solitär |
| Leylandzypresse (× Cuprocyparis leylandii, früher Cupressocyparis) | 300–400 als Hecke | 40 | Sonne bis Halbschatten | feuchter, anspruchslos | Hecke, wächst sehr schnell |
| Gewöhnlicher Wacholder ‚Suecica‘ (Juniperus communis) | 200–300 | — | Sonne | verträgt Kalk, anspruchslos | säulenförmig, Gruppe und Hecke |
| Felsengebirgs-Wacholder ‚Skyrocket‘ (Juniperus scopulorum, in Tabellen oft J. virginiana) | 300–400 | 50 | Sonne bis Halbschatten | verträgt Kalk, anspruchslos | schmale Säule, Solitär |
| Japanische Lärche ‚Pendula‘ (Larix kaempferi, früher L. leptolepis) | bis 1000 | — | Sonne | feuchter | hängender Solitär; wirft im Winter die Nadeln ab |
| Chinesischer Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) | 2000–3000 | — | Sonne | anspruchslos | Solitär für große Gärten; wirft im Winter die Nadeln ab |
| Gewöhnliche Fichte (Picea abies) | 200–300 als Hecke | — | Sonne | feuchter, verträgt Kalk | Solitär, Gruppe, Hecke |
| Serbische Fichte (Picea omorika) | bis 700 | 100 | Sonne bis Halbschatten | trockener | schmaler Kegel; verträgt keine Dauernässe |
| Blaufichte ‚Koster‘ (Picea pungens) | 800–1000 | — | Sonne bis Halbschatten | anspruchslos | silbrig blau; in den ersten Jahren stützen |
| Schlangenhaut-Kiefer (Pinus heldreichii var. leucodermis) | 1000 | — | Sonne | trockener | Solitär |
| Schwarzkiefer (Pinus nigra subsp. nigra (Österreichische)) | bis 2000 | — | Sonne | trockener, kalkhaltig | Solitär, Gruppe, Windschutz |
| Douglasie (Pseudotsuga menziesii) | bis 800 | — | Sonne bis Schatten | anspruchslos | Solitär, Gruppe, Hecke |
| Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) | 300 als Hecke | 40 | Sonne bis Schatten | feuchter, kalkhaltig | verträgt Schatten und starken Schnitt; giftig |
| Becher-Eibe ‚Hicksii‘ (Taxus × media) | 300 | 40 | Sonne bis Halbschatten | feuchter, kalkhaltig | säulenförmig, Hecke |
| Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata, früher T. gigantea) | 200–350 als Hecke | 40 | Sonne bis Halbschatten | feuchter, kalkhaltig | Hecke, wächst schnell |
| Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis) | bis 300 als Hecke | 30 | Sonne bis Halbschatten | feuchter | häufigste Heckenkonifere |
| Abendländischer Lebensbaum ‚Smaragd‘ (Thuja occidentalis) | 300 als Hecke | 40 | Sonne bis Halbschatten | feuchter | schmaler Kegel, Hecke und Solitär |
| Abendländischer Lebensbaum ‚Fastigiata‘ (Thuja occidentalis) | 300 als Hecke | 40 | Sonne bis Halbschatten | feuchter, verträgt Kalk | säulenförmig, Hecke |
| Abendländischer Lebensbaum ‚Sunkist‘ (Thuja occidentalis) | 200–300 | — | Sonne bis Schatten | feuchter | goldgelb |
Der Abstand ist die Entfernung zwischen den Pflanzen in einer Gruppe oder Hecke. Wo ein Strich steht, wird der Nadelbaum meist einzeln gepflanzt. Als Richtwert gilt dann: starkwüchsige Arten 2–4 m auseinander, mittelstark wachsende 0,8–1,5 m, Zwergformen 0,5–1 m. Scheinzypresse und Zypresse sind zwei verschiedene Gattungen, den Unterschied erklärt der Artikel über die Zypresse.
Zwergkoniferen für Steingarten und kleinen Garten

Zwergkoniferen wachsen langsam und bleiben auch nach Jahren unter 1,5–2 m. Sie passen in den Steingarten, an einen Hang, ins Heidebeet, an die Terrasse und in Gefäße. In Gefäßen brauchen sie aber auch im Winter regelmäßig Wasser.
| Nadelbaum | Höhe (cm) | Abstand (cm) | Standort | Boden | Verwendung und Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Abendländischer Lebensbaum ‚Danica‘ (Thuja occidentalis) | 30 | — | Sonne bis Halbschatten | feuchter | kugelig, Gefäße, Steingärten |
| Schuppen-Wacholder ‚Blue Carpet‘ (Juniperus squamata) | 30–50 | — | Sonne bis Schatten | verträgt Kalk | blauer Teppich, Hänge |
| Schuppen-Wacholder ‚Blue Star‘ (Juniperus squamata) | 50 | 40 | Sonne bis Halbschatten | verträgt Kalk, anspruchslos | Halbkugel; im 1. Jahr schützen |
| Muschelzypresse ‚Nana Gracilis‘ (Chamaecyparis obtusa) | 50–80 | — | Sonne bis Schatten | anspruchslos | Steingärten, Gefäße |
| Kriech-Wacholder ‚Glauca‘ (Juniperus horizontalis) | 70 | 40 | Sonne | trockener, kalkhaltig | bodendeckend |
| Balsamtanne ‚Nana‘ (Abies balsamea) | 80 | — | Sonne | feuchter, verträgt Kalk | Polster für den Steingarten |
| Pfitzer-Wacholder ‚Old Gold‘ (Juniperus × pfitzeriana) | 100 | 70 | Sonne | verträgt Trockenheit, Kalk und saure Böden | golden, wächst in die Breite |
| Pfitzer-Wacholder ‚Aurea‘ (Juniperus × pfitzeriana) | 150 | 70 | Sonne bis Halbschatten | verträgt Trockenheit, Kalk und saure Böden | breit, bodendeckend |
| Bergkiefer (Latsche) (Pinus mugo var. mughus) | 80–150 | 50–80 | Sonne | trockener, kalkhaltig und sauer | Steingärten, Hänge, Gruppen |
| Blaufichte ‚Glauca Globosa‘ (Picea pungens) | 100–150 | — | Sonne bis Halbschatten | anspruchslos | blaue Kugel |
| Weymouths-Kiefer ‚Nana‘ (Pinus strobus) | 150 | — | Sonne | feuchter und trockener | weiche Nadeln, Solitär |
| Zuckerhutfichte ‚Conica‘ (Picea glauca) | 150–200 | — | Sonne bis Halbschatten | feuchter | dichter Kegel, wächst sehr langsam |
„Zwerg“ bedeutet nicht, dass die Konifere gar nicht wächst. Die Zuckerhutfichte ‚Conica‘ oder die Weymouths-Kiefer ‚Nana‘ legen nur einige Zentimeter pro Jahr zu, erreichen aber in zwanzig Jahren die Größe eines erwachsenen Menschen. Niedrige Wacholder und Latschen breiten sich vor allem in die Breite aus, lassen Sie ihnen also genug Platz. Wie Sie das Wachstum von Kiefern bremsen, lesen Sie im Abschnitt über den Schnitt.
Standort: Sonne, Schatten, Wind und Boden
Fast alle Nadelgehölze in den Tabellen brauchen Sonne. Schatten vertragen nur Eibe, Douglasie, Lebensbaum ‚Sunkist‘, Wacholder ‚Blue Carpet‘ und Muschelzypresse ‚Nana Gracilis‘. Lichtliebende Arten, vor allem Wacholder und Kiefern, kümmern im Schatten, werden licht und vertrocknen von unten. Der Garten wächst, und der Schatten nimmt zu. Gerät ein Nadelbaum in den Schatten benachbarter Bäume, lichten Sie die Umgebung aus oder pflanzen Sie ihn um, solange er noch klein ist.
Wind. Scheinzypressen, Eiben und andere empfindlichere Arten brauchen Schutz vor austrocknendem Ostwind. Hilfreich sind eine dichte immergrüne Pflanzung, eine Hecke, ein Wall, ein Lattenzaun oder eine Mauer. Tipps finden Sie im Artikel über Windschutz im Garten. Schwarzkiefer, Gewöhnliche Fichte oder Douglasie dienen dagegen selbst gut als Windschutz.
Boden. Die meisten Nadelgehölze sind anspruchslos. Kalkhaltigen Boden vertragen Wacholder, Eiben, Schwarzkiefer, Zeder und einige Thujen. Die Edeltanne will sauren Boden, die Serbische Fichte verträgt keine Dauernässe. Am besten gedeihen alle in fruchtbarem, humosem Boden, der Feuchtigkeit hält und überschüssiges Wasser zugleich durchlässt.
Nadelbäume pflanzen Schritt für Schritt

Termin: von März bis Mai und von Mitte September bis zum Bodenfrost. Nadelgehölze im Container lassen sich jederzeit im Jahr pflanzen, im Sommer brauchen sie aber Schattierung und regelmäßiges Gießen. Können Sie nicht gleich nach dem Kauf pflanzen, stellen Sie die Pflanzen an einen hellen Platz. Im Dunkeln verblassen die Nadeln und die Pflanzen gehen ein.
So pflanzen Sie:
- Lockern Sie den Boden vorher gut. Das Pflanzloch soll mindestens den doppelten Durchmesser des Ballens haben, der Ballen darf nicht hineingezwängt werden.
- Mischen Sie den Aushub mit feuchtem organischem Material, am besten Kompost oder kompostierter Rinde. Darin bildet der Nadelbaum schneller feine Wurzeln.
- Ein Jute- oder Drahtballentuch müssen Sie nicht entfernen. Am Stamm lösen oder durchschneiden Sie aber den Knoten, damit er ihn später nicht einschnürt. Kunststoffhüllen entfernen Sie immer.
- Stellen Sie den Nadelbaum ins Loch, füllen Sie es zur Hälfte und schlämmen Sie mehrmals gründlich ein, damit sich die Erde um den Ballen legt. Das gilt im Frühjahr wie im Herbst.
- Füllen Sie auf, treten Sie die Erde fest und legen Sie einen Gießrand an. Der Ballen soll oben von einigen Zentimetern Erde bedeckt sein.
- Größere Pflanzen, in die sich der Wind legt, verankern Sie fest an Pfählen. Schwanken reißt die neuen Wurzeln ab und verzögert das Einwurzeln.
- Bei Pflanzung in Hitze oder Trockenheit und bei großen Exemplaren schattieren Sie die Pflanzen in den ersten Wochen mit Gewebe.
Mulchen Sie den Boden um den frisch gepflanzten Nadelbaum mit Rinde oder Kompost. Mulch verhindert Austrocknen, und an trockenen Tagen hilft auch abendliches Übersprühen der Nadeln. Das allgemeine Vorgehen für alle Gehölze steht im Leitfaden zur Gehölzpflanzung.
Düngen und Wintergießen
Düngen. Nadelgehölze haben einen geringen, aber stetigen Nährstoffbedarf. Am besten passen ihnen fruchtbarer humoser Boden und langsam wirkende organische Dünger. Schnell wirkende Mineraldünger liefern einen einmaligen Nährstoffstoß, den Nadelgehölze nicht nutzen. Überdüngung senkt zudem die Widerstandskraft gegen Trockenheit und Frost. Düngen Sie im Frühjahr, ab August geben Sie keinen Stickstoff mehr, damit die neuen Triebe bis zum Winter ausreifen. Mehr zur Düngung von Gehölzen im Garten lesen Sie im Artikel Apfelbaum.
Gelbe ältere Nadeln, vor allem bei Serbischer Fichte und Thuja, können mit Magnesiummangel zusammenhängen. Bei der Serbischen Fichte hat sich eine Düngung mit Magnesiumsulfat bewährt. Dauerhaft hilft aber erst eine Bodenverbesserung oder das Umpflanzen an einen geeigneteren Platz. Dünger mit Kalzium und Magnesium finden Sie in unserem Sortiment.
Wintergießen. Nadelgehölze verdunsten auch im Winter Wasser. Direkt unter der Krone ist der Boden oft trockener als anderswo, weil die Krone den Regen abhält. Prüfen Sie deshalb vor dem Winter die Feuchtigkeit unter dem Nadelbaum und legen Sie bei Trockenheit einen Gießrand um den Stamm an und gießen gründlich. Eine drei Meter hohe Scheinzypresse braucht mindestens 50 Liter Wasser. Bei extremer Trockenheit wiederholen Sie das Gießen in frostfreien Phasen. Eine dicke Humusschicht und Mulch unter den Nadelgehölzen helfen, die Feuchtigkeit zu halten.
Nadelbäume schneiden
Nadelgehölze werden anders geschnitten als Laubgehölze. Die meisten treiben aus kahlem altem Holz nicht wieder aus, und eine braune kahle Stelle bleibt für immer.
- Nicht schneiden: Tannen, Zedern, Zypressen (außer Heckenformen), Fichten, besonders Zwergformen, und Kiefern. Es genügt, trockene oder abgebrochene Äste zu entfernen.
- Leichter Schnitt: Wacholder. Schneiden Sie nur Triebe bis etwa Bleistiftstärke, gleichmäßig von allen Seiten, und setzen Sie den Schnitt unter einem jungen Trieb an, damit er nicht zu sehen ist. Alle 2–3 Jahre genügt.
- Starker Schnitt: Eibe, Urweltmammutbaum, Lärche und Leylandzypresse treiben auch aus altem Holz aus. Schneiden Sie sie aber gleichmäßig von allen Seiten und mit Blick auf die Form.
- Zwergkiefern: Ende Mai kürzen Sie die jungen weichen „Kerzen“ um die Hälfte oder mehr. Die Kiefern wachsen dann dichter und bleiben lange klein.
Hecke aus Nadelgehölzen
Für eine Hecke eignen sich aus den Tabellen die Lebensbäume (Thujen) ‚Smaragd‘ und ‚Fastigiata‘, der Riesen-Lebensbaum, die Leylandzypresse, Lawsons Scheinzypresse ‚Ellwoodii‘, die Eibe, die Gewöhnliche Fichte und die Douglasie. Für den Schatten ist die Eibe am besten.
- Termin: wie bei den übrigen Nadelgehölzen, Frühjahr und Herbst.
- Pflanzenzahl: 2–3 Stück pro laufenden Meter, in einer zweireihigen Hecke 4–6 Stück pro Meter, die Pflanzen in den Reihen versetzt.
- Vorbereitung: Heben Sie einen 50 cm breiten und 30–40 cm tiefen Graben aus, lockern Sie die Sohle und mischen Sie den Aushub mit Kompost.
- Form: Arten mit pyramidalem Wuchs schneiden Sie kegelförmig, unten breiter als oben. Die unteren Äste bekommen dann genug Licht, und die Hecke verkahlt unten nicht. Säulenförmige Arten lassen sich zu einer senkrechten Wand schneiden.
- Schnitt: Eine Nadelhecke lässt sich nicht wie eine Laubhecke schneiden. Schneiden Sie seitlich oder oben nie bis ins alte Holz, sonst entstehen braune kahle Stellen, die nicht mehr austreiben. Ausnahme ist die Eibe.
Die ausführliche Anleitung für die häufigste Thuja-Hecke, einschließlich Schnittterminen, steht im Artikel Thuja.
Schutz im Winter: Frost, Schnee und Wind
Junge Pflanzen. Einige beliebte exotische Nadelgehölze sind in den ersten Jahren nach der Pflanzung, etwa bis 150 cm Höhe, empfindlich gegen Kahlfrost und kalten Ostwind. Von Anfang Dezember bis zum Austrieb decken Sie den Fuß mit 10–15 cm Kompost oder strohigem Mist ab und umwickeln sie mit einer Schilfrohrmatte. Kleine Pflanzen schützen Sie mit gestecktem oder aufgelegtem Reisig. Der Wacholder ‚Blue Star‘ braucht im ersten Jahr Schutz.
Schnee. Breit wachsende Arten (Pfitzer-Wacholder, niedrige Eiben) und Säulenformen (Säulenwacholder und -eiben) kann nasser, schwerer Schnee brechen. Klopfen Sie ihn vorsichtig mit einem mit Stoff umwickelten Stock ab, schütteln Sie aber nicht. Säulenwacholder und -eiben können Sie vorbeugend mit einem Drahtring zusammenhalten. Fichten und Kiefern normaler Form sind nicht gefährdet.
Nach einem Sturm. Ein umgeworfener Nadelbaum lässt sich erfolgreich wieder aufrichten, wenn der Ballen nicht oder nur wenig aufgerissen ist. Scharren Sie die Erde unter dem herausgerissenen Wurzelteil weg, richten Sie den Baum langsam auf und stützen Sie ihn mit drei schrägen, am Stamm verbundenen Pfählen ab oder verankern ihn mit vier gespannten Drähten. Füllen Sie den Wurzelraum mit Gartenerde und Kompost, schlämmen Sie gründlich ein und lassen Sie die Verankerung mehrere Jahre. Kontrollieren Sie sie jedes Jahr.
Warum Nadelbäume braun werden
Braune Nadeln haben viele Ursachen, und nicht immer ist es eine Krankheit. Bevor Sie etwas unternehmen, gehen Sie die häufigsten durch:
- Trockenheit. Bei Nadelgehölzen zeigt sich Wassermangel nicht sofort durch Welken, sondern erst Wochen oder Monate später durch Braunwerden und Nadelfall. Der Schaden lässt sich dann nur teilweise beheben. Vorbeugung sind Wintergießen und Mulch.
- Dauernässe. Auf verdichtetem oder vernässtem Boden faulen die Wurzeln, und der Nadelbaum wird von den Spitzen her braun. Helfen kann nur Lockern, Drainage oder Umpflanzen.
- Schnitt ins alte Holz bei Arten, die daraus nicht austreiben.
- Zu dichte Pflanzung. Berühren sich Nadelgehölze, werden sie auf den schattigen Seiten braun und kahl. Pflanzen Sie rechtzeitig auseinander, solange die Pflanzen jung sind.
- Schädlinge. Die Sitkafichtenlaus saugt an der Unterseite der Nadeln, die gelb und braun werden und abfallen, kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Unterseite der Zweige. Gebilde wie kleine Zapfen oder Ananas an Fichten bilden Fichtengallenläuse, weiße Wollflocken auf Nadeln und Rinde ebenfalls. Gebräunte, vertrocknete Triebspitzen von Kiefern mit einem Gang im Inneren hat ein Triebwickler geschädigt. Schneiden Sie befallene Triebe ab und entsorgen Sie sie. Details finden Sie in den Artikeln Fichtenlaus, Gallenläuse und Raupen am Baum.
- Pilzkrankheiten. Schütte bei Kiefern, Fichten und Lärchen sowie das Braunwerden von Thujen und Scheinzypressen beschreiben die Artikel Schütte und Krankheiten der Nadelbäume und Thuja wird braun.
- Absterben der Serbischen Fichte. Die Serbische Fichte wird von der Spitze abwärts gelb und braun, oft ab Juli oder August. Wiederholte Schäden führen zum Absterben. Ursache ist das Zusammenspiel von Trockenheit, plötzlichen Wetterwechseln, Dauernässe und schwacher Nährstoffversorgung.
Eine Übersicht über Schäden, die nicht von Schädlingen verursacht werden (Frost, Trockenheit, Sonnenbrand, Salz), finden Sie im Artikel Baumschäden ohne Schädlinge.
Häufige Fragen
Welche Nadelbäume eignen sich für einen kleinen Garten?
Zwerg- und langsam wachsende Formen: Lebensbaum ‚Danica‘, Schuppen-Wacholder ‚Blue Star‘ und ‚Blue Carpet‘, Muschelzypresse ‚Nana Gracilis‘, Bergkiefer, Zuckerhutfichte ‚Conica‘ oder Blaufichte ‚Glauca Globosa‘. Schmale Säulenformen wie Wacholder ‚Skyrocket‘ oder Lebensbaum ‚Smaragd‘ brauchen wenig Platz in der Breite.
Wann pflanzt man Nadelbäume?
Von März bis Mai und von Mitte September bis zum Bodenfrost. Nadelgehölze im Container können Sie das ganze Jahr pflanzen, im Sommer müssen Sie sie aber schattieren und regelmäßig gießen.
Womit und wann düngt man Nadelbäume?
Im Frühjahr mit langsam wirkendem organischem Dünger oder Kompost. Nadelgehölze brauchen wenig Nährstoffe, aber stetig. Ab August düngen Sie nicht mehr mit Stickstoff. Bei gelben älteren Nadeln kann Magnesium helfen.
Welche Nadelbäume vertragen Schatten?
Am besten die Gewöhnliche Eibe, die auch im tiefen Schatten wächst und sich als Hecke schneiden lässt. Halbschatten bis Schatten vertragen außerdem Douglasie, Lebensbaum ‚Sunkist‘, Wacholder ‚Blue Carpet‘ und Muschelzypresse ‚Nana Gracilis‘.
Warum wird ein Nadelbaum nach dem Winter braun?
Meist wegen Wintertrockenheit. Nadelgehölze verdunsten auch im Winter Wasser, und wenn der Boden trocken oder gefroren ist, werden die Nadeln braun. Vorbeugung ist gründliches Gießen vor dem Winter (eine drei Meter hohe Scheinzypresse mindestens 50 Liter) und Mulch unter der Krone.
