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Wermut (Artemisia)

Artemisia-Arten, Anbau, Verwendung und Sicherheit

Beifuß – Artemisia: Was ist Wermut und welche Arten gibt es

Cola-Kraut - Artemisia abrotanum var. maritima 'Cola'

Der Beifuß, botanisch Artemisia, ist eine Gattung blühender Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Benannt ist sie nach der griechischen Göttin Artemis, die mit Wildnis und Heilung in Verbindung gebracht wurde. Die Gattung Artemisia umfasst eine vielfältige Gruppe von Pflanzen mit mehr als 400 Arten weltweit.

Artemisia-Pflanzen sind bekannt für ihre aromatischen Blätter, die oft eine charakteristische silbrige oder graue Färbung haben. Meist handelt es sich um ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher, einzelne Arten können aber auch einjährig sein. Die Pflanzen tragen in der Regel kleine, unscheinbare Blüten in ährigen oder rispigen Blütenständen.

Eine bekannte Art der Gattung ist Artemisia absinthium, gemeinhin Echter Wermut genannt. Sie ist für ihren bitteren Geschmack bekannt und wird bei der Herstellung von Absinth verwendet, einer hochprozentigen Spirituose. Früher wurde Echter Wermut auch in der Volksheilkunde verwendet.

Wermut anbauen: Standort, Gießen und Düngen

Wermut anbauen - Gärtner begutachtet Wermutpflanzen im Beet

Wermut anzubauen ist verhältnismäßig einfach, ob es sich nun um Echten Wermut (Artemisia absinthium) oder andere Artemisia-Arten handelt. Hier finden Sie das allgemeine Vorgehen beim Anbau:

  1. Standort: Wermut bevorzugt einen sonnigen und gut durchlässigen Standort. Trockenerer Boden sagt ihm zu, er wächst aber auch auf normalen Gartenböden gut.

  2. Boden auswählen und vorbereiten: Vor dem Pflanzen lohnt es sich, den Boden vorzubereiten. Entfernen Sie Unkraut, lockern Sie die Erde auf und geben Sie Kompost oder gut verrotteten Mist dazu, um die Nährstoffe im Boden zu erhöhen.

  3. Aussaat oder Pflanzung: Wermut können Sie entweder aus Samen aussäen, die als Lichtkeimer nur auf die Bodenoberfläche gestreut werden, oder Sie kaufen bereits herangezogene Jungpflanzen. Setzen Sie die Pflanzen mit ausreichend Abstand, damit sie Platz zum Wachsen haben.

  4. Gießen: Wermut bevorzugt trockenere Bedingungen und sollte deshalb nicht zu nass stehen. Gießen Sie nur, wenn der Boden abgetrocknet ist. Ausgewachsenen Pflanzen reicht oft der natürliche Niederschlag.

  5. Düngen: Empfehlenswert sind organische Dünger wie Kompost, Mist oder pflanzlicher Dünger, die der Pflanze die Nährstoffe nach und nach liefern und die Bodenqualität verbessern. Düngee ist ein geeigneter organischer Dünger, den Sie verwenden können. Sie können ihn als Gießlösung ausbringen oder gleichmäßig rund um die Pflanze verteilen.

  6. Pflege der Pflanzen: Wermut ist in der Regel robust und wenig anfällig für Krankheiten. Entfernen Sie regelmäßig vertrocknete Pflanzenteile und halten Sie die Umgebung frei von Unkraut.

  7. Schnitt: Wermut lässt sich regelmäßig zurückschneiden, um seine Form zu erhalten und kompakten Wuchs zu fördern. Geschnitten wird während der Wachstumsperiode.

Wichtig zu wissen: Wermut breitet sich gern aus und kann sich selbst versamen. In Regionen mit günstigen Wachstumsbedingungen kann er zur invasiven Art werden. Beachten Sie die örtlichen Vorschriften und Regelungen, die für den Anbau von Wermut in Ihrer Region gelten.

Beachten Sie außerdem, dass verschiedene Arten und Sorten der Gattung Artemisia unterschiedliche Ansprüche an den Anbau stellen können. Es lohnt sich daher immer, sich zu der Art oder Sorte, die Sie anbauen möchten, gezielt zu informieren.

Echter Wermut – Artemisia absinthium: Thujon und Absinthherstellung

Der Echte Wermut (Artemisia absinthium) ist eine Art aus der Gattung Artemisia, die für ihren bitteren Geschmack und ihre Bedeutung in der traditionellen Heilkunde sowie bei der Herstellung der Spirituose Absinth bekannt ist. Die Pflanze ist ausdauernd, aromatisch und hat graugrüne Blätter mit einer charakteristischen silbrigen Filzschicht.

Der Echte Wermut gilt als europäische Art, hat sich aber auch in andere Teile der Welt ausgebreitet. Er wächst auf trockenen und sonnigen Standorten wie Wiesen, Weiden und steinigen Hängen. Er ist meist eine robuste Pflanze, die eine Höhe von bis zu 1,5 Metern erreicht.

Eine der wichtigsten Eigenschaften des Echten Wermuts ist sein Gehalt an Stoffen, die als Thujone bezeichnet werden. Sie sind Bestandteil des ätherischen Öls und in größeren Mengen giftig. Den ausgeprägt bitteren Geschmack verdankt der Wermut vor allem Bitterstoffen (Absinthin). Früher wurde Echter Wermut in der Volksheilkunde viel als Bitterkraut verwendet.

Echter Wermut (Artemisia absinthium) - Zweig mit silbrigen Blättern

Eine weitere bekannte Verwendung des Echten Wermuts ist die Herstellung von Absinth. Absinth ist eine hochprozentige Spirituose mit bitterem Geschmack, die vor allem im 19. Jahrhundert populär wurde. Der Echte Wermut kommt bei der Mazeration und der Destillation zum Einsatz und verleiht dem Absinth sein charakteristisches aromatisch-bitteres Aroma.

Thujon ist in größeren Mengen giftig, schädigt das Nervensystem und kann Krämpfe auslösen. Verwenden Sie Echten Wermut nicht in Schwangerschaft und Stillzeit und nicht bei Kindern, und nehmen Sie ihn ohne ärztlichen Rat nicht innerlich ein.

Gemeiner Beifuß – Artemisia vulgaris: Merkmale und Verwendung

Der Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris) ist ein ausdauerndes Kraut, das vor allem in Europa, Asien und Nordamerika vorkommt.

Der Gemeine Beifuß erreicht üblicherweise eine Höhe von 1 bis 2 Metern. Charakteristisch sind seine langen, schmalen Blätter mit gebuchteten Rändern. Die Blätter sind dunkelgrün, die Färbung kann fast schwärzlich wirken. Die Blütenstände des Gemeinen Beifußes sind zierlich und bestehen aus kugeligen Körbchen in Gelbgrün.

Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris) in Blüte

Blätter und Blüten des Gemeinen Beifußes enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe. In der Volksheilkunde wurde er traditionell verwendet, eine Wirkung ist aber nicht verlässlich belegt.

In der Küche gibt man Beifuß traditionell zu fettem Braten, etwa zur Gans. Er enthält Thujon, verwenden Sie ihn deshalb nur sparsam und in der Schwangerschaft gar nicht.

Eberraute – Artemisia abrotanum: Anbau und Verwendung

Eberraute (Artemisia abrotanum) im Garten

Die Eberraute (Artemisia abrotanum) ist eine aromatische Staude aus der Gattung Artemisia. Die Art ist für ihre ausgeprägt duftenden Blätter bekannt und wird als Duft- und Zierpflanze angebaut.

Die Eberraute ist ein halbimmergrüner Halbstrauch, der üblicherweise eine Höhe von 60 bis 120 cm erreicht. Sie hat schmale, silbergraue Blätter mit feinem Flaum, die einen intensiven Duft verströmen. Die Blüten sind klein, gelbgrün und in Rispen oder Ähren angeordnet. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum, hat sich aber auch in andere Teile der Welt ausgebreitet.

Die Eberraute wurde traditionell in der Volksheilkunde verwendet. Ihre Blätter enthalten ätherische Öle, die ihnen den ausgeprägten Duft geben.

Darüber hinaus hat die Eberraute auch Bedeutung in Küche und Parfümerie. Ihre aromatischen Blätter werden als Würzkraut zum Abschmecken von Speisen genutzt, vor allem in traditionellen europäischen Küchen. Ebenso finden die Blätter der Eberraute bei der Herstellung von Parfüms, Duftwässern und Potpourris Verwendung.

Manche Menschen reagieren empfindlich auf die enthaltenen ätherischen Öle, verwenden Sie die Eberraute in der Küche deshalb nur sparsam.

Cola-Kraut – Artemisia abrotanum var. maritima 'Cola': Pflanze mit Cola-Duft, Verwendung und Anbau

Das Cola-Kraut (Artemisia abrotanum var. maritima 'Cola'), auch Colastrauch genannt, ist eine Sorte der Eberraute (Artemisia abrotanum), die für ihr aromatisch duftendes Laub bekannt ist. Diese Sorte wird häufig wegen ihrer Zierwirkung und ihrer Verwendung im Garten angebaut.

Die Sorte 'Cola' hat ähnliche Eigenschaften wie die gewöhnliche Eberraute, ist also ein Halbstrauch mit schmalen, silbergrauen Blättern. Die Blätter haben einen intensiven Duft und Geschmack, der an eine Mischung aus Gewürzen und Zitrusfrüchten erinnert. Sie werden in der Küche als Würzkraut und zum Abschmecken verschiedener Speisen genutzt.

Artemisia abrotanum var. maritima 'Cola' ist außerdem wegen ihrer dekorativen Eigenschaften beliebt. Sie wächst dicht und kompakt und bildet einen schönen, aromatischen Halbstrauch, der als Zierpflanze im Garten, im Beet oder im Hochbeet dienen kann. Ihre silbrigen Blätter setzen einen reizvollen Kontrast zu anderen Pflanzen.

Cola-Kraut - Artemisia abrotanum var. maritima 'Cola'

Der Anbau der Sorte 'Cola' entspricht weitgehend dem der gewöhnlichen Eberraute. Sie braucht einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden. Sie ist trockenheitsverträglich und kommt auch mit trockenerem Boden zurecht. Regelmäßiges Zurückschneiden hilft, den Halbstrauch in Form zu halten, und verhindert, dass er zu stark verholzt.

Zu beachten ist allerdings, dass Angaben zu einzelnen Sorten und ihren Eigenschaften je nach Region und Quelle abweichen können. Beim Anbau der Sorte 'Cola' lohnt es sich deshalb immer, Auskunft bei örtlichen Gartenfachleuten einzuholen oder sich beim Pflanzenhändler beraten zu lassen.

Estragon – Artemisia dracunculus: Gewürz für die Küche

Estragon (Artemisia dracunculus) - Blatt des Küchenkrauts

Der Estragon (Artemisia dracunculus) ist eine Art aus der Gattung Artemisia, die für ihr charakteristisch aromatisch-würziges Aroma bekannt ist. Es handelt sich um ein ausdauerndes Kraut, das häufig als Gewürz in der Küche verwendet wird.

Estragon ist eine Staude mit dünnen, hellgrünen Blättern, die im Winter oberirdisch einzieht. Die Blätter haben einen ausgeprägten Duft und Geschmack mit ähnlichen Noten wie Anis und schwarzer Pfeffer. Estragon ist ein beliebtes Gewürz der französischen Küche und fester Bestandteil von Saucen, Marinaden, Salaten und einigen Getränken.

Die Blätter des Estragons enthalten ätherische Öle, die ihm seinen typischen, an Anis erinnernden Duft geben. In der Volksheilkunde wurde Estragon traditionell verwendet, eine Wirkung ist aber nicht belegt.

Estragon wird für seinen außergewöhnlichen Geschmack geschätzt und ist eine beliebte Zutat in vielen Gerichten. Seine Blätter werden häufig frisch oder getrocknet verwendet, außerdem stellt man daraus Estragonessig und Estragonsauce her. Estragon ist auf vielen Lebensmittelmärkten erhältlich und lässt sich auch als Küchenkraut im eigenen Garten anbauen.

Einjähriger Beifuß – Artemisia annua: süßer Beifuß und Artemisinin

Der Einjährige Beifuß (Artemisia annua), auch als süßer Beifuß oder süßes Kraut bekannt, ist eine Art aus der Gattung Artemisia. Er stammt aus dem Norden Chinas, ist heute aber in verschiedenen Teilen der Welt verbreitet. Bekannt ist die Pflanze für ihre Bedeutung in der traditionellen chinesischen Medizin sowie für ihren Inhaltsstoff Artemisinin, der gegen Malaria wirksam ist.

Der Einjährige Beifuß ist ein einjähriges Kraut, das üblicherweise eine Höhe von 1 bis 2 Metern erreicht. Er hat feine, schmal geschlitzte Blätter mit zartem Flaum und kleine gelbe Blüten in endständigen Blütenständen. Blätter und Stängel des Einjährigen Beifußes verströmen einen starken Duft.

Einjähriger Beifuß (Artemisia annua) in Blüte

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Einjährige Beifuß seit Jahrhunderten gegen Malaria eingesetzt. Das enthaltene Artemisinin gilt als wirksamer Stoff im Kampf gegen Malaria, weil es die Malariaerreger im Körper abtöten kann. Artemisinin wird aus Pflanzenextrakten gewonnen und in der pharmazeutischen Industrie zur Herstellung von Malariamitteln verwendet.

Wichtig zu wissen: Der Einjährige Beifuß eignet sich nicht zur Selbstbehandlung von Malaria oder anderen Erkrankungen. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben, ist es immer am besten, vor der Anwendung eines pflanzlichen Mittels einen Arzt oder eine medizinische Fachperson zu konsultieren.

Wermut in der Volksheilkunde: was man wissen sollte

Die Gattung Artemisia ist umfangreich, und die einzelnen Arten unterscheiden sich stark. Gut zu wissen:

  1. Thujon: Echter Wermut und Gemeiner Beifuß enthalten Thujon, das in größeren Mengen giftig ist.

  2. Bitterstoffe: Die ausgeprägte Bitterkeit stammt von Bitterstoffen, deshalb verwendet man Wermut in der Küche nur in kleinen Mengen.

  3. Traditionelle Verwendung: In der Volksheilkunde werden Artemisia-Arten seit jeher verwendet, eine Wirkung ist aber nicht verlässlich belegt.

Getrocknetes Wermutkraut für den Tee vorbereitet

Wermut eignet sich nicht zur Selbstbehandlung. Verwenden Sie ihn nicht in Schwangerschaft und Stillzeit und nicht bei Kindern, und sprechen Sie eine innerliche Anwendung immer mit Ihrem Arzt ab, vor allem wenn Sie Medikamente einnehmen.

Wermuttee: warum Vorsicht geboten ist

Wermuttee wurde traditionell aus Echtem Wermut als sehr bitteres Getränk zubereitet. Weil Wermut giftiges Thujon enthält, raten wir davon ab, ihn ohne ärztlichen Rat selbst zuzubereiten.

Wermuttee in einer braunen Tasse

In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern sollten Sie Wermuttee gar nicht verwenden.

Wo wächst Wermut: wild und im Garten

Echter Wermut (Artemisia absinthium) und Beifuß (Artemisia vulgaris) wachsen in Mitteleuropa wild fast überall in tiefen und mittleren Lagen – an Rainen, Böschungen, auf Schuttplätzen, an Wegen und Bahndämmen, an Feldrändern und trockenen Hängen. Sie bevorzugen sonnige, trockene und eher magere Standorte mit durchlässigem, oft kalkhaltigem Boden; der Beifuß verträgt auch feuchtere und nährstoffreichere Böden und ist in Siedlungsnähe häufiger. In höheren Berglagen werden beide Arten seltener.

Im Garten sagt dem Wermut dasselbe zu: volle Sonne, durchlässiger Boden und ein Platz, an dem er nicht zu nass steht. Wer Wildpflanzen sammelt, meidet Straßenränder und gedüngte Felder und erntet das Kraut zur Blütezeit (Juli–August), wenn es die meisten ätherischen Öle enthält.

Wermut vermehren und schneiden (auch Cola-Kraut)

Vermehren: ausdauernde Artemisien einschließlich Eberraute und ihrer Sorte Cola-Kraut (Artemisia abrotanum var. maritima) lassen sich am einfachsten über Stecklinge vermehren – von Juni bis August 8–10 cm lange halbreife Kopfstecklinge schneiden, untere Blätter entfernen und in sandiges Substrat stecken; sie bewurzeln in 3–4 Wochen. Horste können im zeitigen Frühjahr auch geteilt werden. Echter Wermut und Beifuß lassen sich im Frühjahr leicht aussäen (Lichtkeimer, die feinen Samen nicht bedecken); das Cola-Kraut bildet keine Samen und wird nur vegetativ vermehrt.

Schneiden: Cola-Kraut und Eberraute im Frühjahr (März–April) um ein Drittel bis zur Hälfte zurückschneiden, damit der Halbstrauch dicht bleibt und nicht verholzt; im Sommer können Triebspitzen für die Küche abgezwickt werden. Echten Wermut nach der Blüte oder im Frühjahr auf 10–15 cm zurückschneiden. Im Herbst ausdauernde Artemisien nicht schneiden, der oberirdische Teil schützt vor Frost.

Echter Wermut im Garten: Pflanzung, Ernte und Verjüngung

Echter Wermut wächst auf allen Böden, sofern sie genug Kalk enthalten und nicht nass sind, gern auch an einem Hang. Für den Haushalt genügt eine Pflanze. Wenn Sie mehrere Pflanzen ziehen, geben Sie ihnen etwa 50 × 50 cm Abstand.

  • Anlage: im Frühjahr aus Teilstücken alter Horste oder aus Jungpflanzen. Gesät wird im März bis April ins Frühbeet oder in eine Schale.
  • Ernte: Blätter für die frische Verwendung können Sie die ganze Saison pflücken. Zum Trocknen das Kraut vor der Blüte schneiden, auch mehrmals im Jahr. Im Schatten trocknen.
  • Verjüngung: Am selben Platz bleibt Wermut 4–5 Jahre, dann den Horst teilen und an anderer Stelle neu pflanzen.

In der Küche gibt man frisches Wermutkraut traditionell zu fettem Braten, etwa zu Gans, Ente oder Schweinefleisch. Es ist sehr bitter und enthält Thujon, deshalb nimmt man nur ein kleines Stück und nur gelegentlich.

Genauso wird die Eberraute kultiviert, bei der die beblätterten Triebe mit Blüten im Juli und August geerntet und getrocknet werden. Ähnliche Ansprüche hat auch Estragon, nur wird er von April bis zum Frost geerntet.

Kräuter und Gewürzpflanzen düngen: Womit man Wermut düngt

  • Sie können rund um die Pflanzen eine dünne Schicht ausstreuen.
  • Setzen Sie Düngee als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Wermut ist ein anspruchsloses Kraut und kommt mit einer leichten Düngung zu Saisonbeginn aus. Das ausführliche Vorgehen für das ganze Kräuterbeet finden Sie im Artikel Kräuter düngen, eine Übersicht weiterer Arten bietet der Artikel Kräuter. Wie Sie einen Dünger für den ganzen Garten auswählen, erklären wir im Artikel Universaldünger.

Eberraute und die Sorte 'Cola' ziehen wir als Stauden – die Pflege fasst der Artikel Stauden zusammen, zum verwandten Estragon haben wir einen eigenen Artikel.

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Häufige Fragen

Wo wächst Wermut?

Wild an trockenen, sonnigen Rainen, Böschungen, Schuttplätzen und Wegrändern in tiefen und mittleren Lagen. Im Garten braucht er volle Sonne und durchlässigen Boden.

Wie vermehrt man Cola-Kraut?

Nur vegetativ – über halbreife Stecklinge von Juni bis August, die in 3–4 Wochen bewurzeln, oder durch Teilung im Frühjahr. Samen bildet es nicht.