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Gemüsebeet nach dem Winter vorbereiten

So bereiten Sie Beete Schritt für Schritt auf das Frühjahr vor – von der Bodenbearbeitung über die Düngung bis zum Hochbeet für Gemüse. Wann Sie anfangen und was Sie nicht unterschätzen sollten.

Gemüsebeet anlegen – der Überblick

Inhalt

Beete nach dem Winter

Gemüsebeet im Frühling

Fast jeder Hobbygärtner liebt das Frühjahr, wenn er wieder im Garten arbeiten kann und unter seinen Händen neue Pflanzen wachsen.

Zuerst müssen die Beete aber so hergerichtet werden, dass sie einen möglichst großen Ertrag bringen und sich gut bearbeiten lassen.

Die meiste Arbeit haben Sie im Herbst erledigt – als Sie Mist oder Kompost in den Boden eingearbeitet und die Beete umgegraben oder einen größeren Garten gepflügt haben. Jetzt stehen mehr oder weniger kosmetische Korrekturen an.

Hinweis: Manchmal muss das Düngen und Umgraben wegen ungünstiger Witterung oder wegen Krankheit bzw. Verletzung auf das Frühjahr verschoben werden. Rechnen Sie dann damit, dass sich die Gartenarbeit verzögert: Säen und Pflanzen können Sie erst, wenn sich der Dünger im Boden zumindest teilweise zersetzt hat.

Vorbereitung der Gemüsebeete

Setzlinge werden ins Beet gepflanzt

So gehen Sie vor, egal ob Sie Gemüsebeete, Beete für Erdbeeren oder für Zierstauden vorbereiten. 

Der beste Zeitpunkt, ein Gemüsebeet anzulegen, ist von Februar bis März, damit Sie ab Ende März, im April und Mai nach und nach aussäen und pflanzen können – etwa Setzlinge des passenden Gemüses.

Ein im Herbst umgegrabenes oder gepflügtes Beet müssen Sie abharken, damit die Erde fein wird und sich gut bepflanzen lässt. Einen größeren Garten unterteilen Sie am besten in mehrere gleich große Beete, auf denen Sie bequem arbeiten, und treten dazwischen Wege fest. Die ideale Beetbreite liegt bei etwa 1,2 bis 1,5 m, die Wegbreite bei rund 30 cm. 

Beeteinfassung und Beetumrandung

Betonrandstein zwischen Pflasterweg und Rasen als Beeteinfassung

Beete sollten immer klar abgegrenzt sein, damit sich die Pflanzen nicht in andere Beete ausbreiten. Beete, die von Wegen eingefasst sind, eignen sich für Gemüse, das häufiger gegossen und gejätet werden muss. 

Als weitere Beetumrandung dient der Rasen – wenn Sie kleine Beete mitten in einer Rasenfläche angelegt haben. Achten Sie darauf, dass der Rasen nicht ins Beet hineinwächst und die Beetpflanzen umgekehrt nicht in den Rasen – zum Beispiel Kürbisse, die sich ausbreiten und über den Boden ranken; sie könnten beim Mähen beschädigt werden. Eine Rasenkante aus Metall oder Stein hält beides sauber getrennt. 

Die letzte Möglichkeit sind verschiedene Einfassungen – aus Holz, Stein, Betonsteinen oder Kunststoff. Wählen Sie immer das Material, das zu Ihrem Garten passt und dem Sie die richtige Pflege geben können: Holz braucht jedes Jahr einen Anstrich, Kunststoff ist wartungsfrei, sieht aber nicht überall schön aus.

Hochbeet anlegen und befüllen

Hochbeete aus Holz im Garten

Eine besondere Art von Beet ist das Hochbeet. Es ist zum Beispiel von einer Mauer aus Holz, Stein oder Beton eingefasst, wird mit Erde befüllt, und alle Pflanzen wachsen auf seiner Oberfläche.

Die Vorteile eines Hochbeets sind:

– Ihr Rücken bleibt verschont, weil Sie sich nicht bücken müssen; gerade ältere Menschen schätzen das,

– im Beet wächst weniger Unkraut, weil sich Samen eher am Boden ausbreiten,

– den unteren Teil können Sie mit allen organischen Gartenabfällen befüllen – Laub, Zweige und so weiter. Beim Hochbeet befüllen entsteht daraus mit der Zeit Kompost, der Gemüse und Blumen im Beet ernährt.

So kommen Sie an die Einfassung für ein Hochbeet

Dafür gibt es im Grunde zwei Wege: Entweder Sie kaufen den fertigen Rahmen direkt im Garten- oder Baumarkt (meist muss man ihn nur aufklappen oder aus Teilen zusammenstecken – schwierig ist das nie, das schafft auch ein Anfänger), oder Sie bauen die Einfassung selbst – aus Holz, Steinen, Ziegeln oder Betonsteinen. Viele Gartenfreunde bauen Hochbeete aus übrig gebliebenen Paletten – denken Sie dabei daran, das Holz mit einem Anstrich zu schützen, damit es möglichst lange hält.

TIPP: Ein Hochbeet können Sie das ganze Jahr über anlegen, etwa wenn im normalen Beet der Platz ausgeht. Anbauen lässt sich darauf fast alles. Und ein kleines Frühbeet lässt sich sogar darauf befestigen.

Zum Schluss noch ein paar Hinweise, wann Sie mit Aussaat und Pflanzung beginnen. 

Möhren können Sie schon im Februar oder März aussäen, aber nur auf sandigem Boden und an einem sonnigen Standort. Vor Nachtfrösten schützen Sie sie mit einem gespannten Vlies.

Zwiebeln aus Samen können Sie ebenfalls ab Ende Februar aussäen.

Gartenerbsen säen Sie im März aus, in kälteren Lagen später – sie vertragen Nachtfröste schlechter als Felderbsen.

Kopfsalat (vorgezogen) pflanzen Sie im März ins Freiland oder säen ihn Ende März aus.

Pastinaken säen Sie ebenfalls im März, denn sie haben eine lange Vegetationszeit.

Blattpetersilie (Petroselinum crispum) können Sie bereits ab März aussäen. Achten Sie aber auf die Frische der Samen – ihre Keimfähigkeit hält höchstens 3 Jahre.

Radieschen säen Sie im März aus.

Steckzwiebeln setzen Sie im April.

Blumenkohl pflanzen Sie im April, wenn Sie einen warmen Standort haben. In kälteren Lagen warten Sie bis Mai.

Kartoffeln setzen Sie im April.

Kohlrabi braucht warmen Boden und wird im April gepflanzt. Setzen Sie ihn nicht zu tief, sonst schießt er in die Blüte.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Samen und Pflanzgut sorgfältig angießen und die aufgelaufenen Pflanzen regelmäßig nachdüngen – mit einem streubaren organischen Dünger wie zum Beispiel Düngee.

Zwiebeln im Gemüsebeet
Blattpetersilie
Kartoffeln in Blüte im Gemüsebeet

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