Beete winterfest machen
Beete winterfest machen heißt vor allem düngen: Die Herbstdüngung gibt den Pflanzen Nährstoffe für eine kräftige Überwinterung und mehr Ertrag im Frühjahr. Erdbeeren, Knoblauch, Rasen und Sträucher.
Den Garten winterfest machen – warum im Herbst gedüngt wird
Für gute Erträge ist es wichtig, die Pflanzen auf die Überwinterung vorzubereiten und ihnen die Stoffe zurückzugeben, die sie über die Saison verbraucht haben. Diese Nährstoffe stecken im Dünger, und damit sie im Frühjahr zur Aussaat schon verfügbar sind, muss der Dünger bereits im Herbst auf das Beet. Wer erst im Frühjahr düngt, bei dem werden die Nährstoffe erst im Lauf der Saison frei.
Welche Pflanzen im Herbst unbedingt gedüngt werden sollten
Im Herbst sollten Ihnen Erdbeeren, Knoblauch, Rasen, Sträucher und Bäume nicht entgehen. Erdbeeren düngen Sie, damit sie besser überwintern und in der nächsten Saison mehr Blüten ansetzen — was mehr Früchte und damit mehr Erdbeeren bedeutet. Knoblauch wird beim Stecken im Herbst gedüngt: Die Zehen kommen im Oktober oder November etwa fünf Zentimeter tief in ein sonniges, gut abgetrocknetes Beet, mit rund 15 cm Abstand in der Reihe. Auch den Rasen im Herbst zu düngen zahlt sich aus — er überwintert besser und startet kräftiger ins Frühjahr. Ebenso brauchen Sträucher und Bäume gut ausgereiftes Holz, um den Frost gut zu überstehen. Und sie setzen im Frühjahr früher Knospen an.
Umgraben in grober Scholle
Umgraben ist das klassische Verfahren, das sich vor allem auf schwerem Boden lohnt, beim Anlegen eines neuen Beets und dort, wo Sie Mist in den Boden einarbeiten wollen. Wenn Sie umgraben, kommt es auf einige Details an:
- Werkzeug. Ein Spaten mit gerader Stahlklinge gräbt überall gleich tief, ein spitzer lässt an der Grabensohle ungegrabene Keile stehen. Halten Sie den Spaten möglichst senkrecht, sonst graben Sie flacher, als Sie denken. Um Obst- und Ziersträucher herum und auf Flächen, die von Quecke oder Ackerwinde durchwachsen sind, nehmen Sie die Grabegabel. Sie durchtrennt die Wurzeln der Sträucher nicht und zieht die Rhizome der Unkräuter ganz heraus.
- Wenden Sie die Scholle. Die obere Schicht mit dem aufgelaufenen Unkraut kommt auf die Grabensohle, die untere gelangt nach oben und wird belüftet.
- Zerschlagen Sie die Schollen nicht und ebnen Sie die Oberfläche nicht ein. Die grobe Scholle fängt am meisten Regen und Schnee auf, und der Frost sprengt die durchfeuchteten Schollen über den Winter.
- Mischen Sie Mist mit dem Oberboden. Lassen Sie ihn nicht als Schicht auf der Grabensohle liegen, wo er ohne Luft nur fault. Auf schwerem Boden arbeiten Sie ihn flacher ein, auf leichtem tiefer. Mengen und Termine beschreibt der Artikel Mist als Dünger.
- Phosphor und Kalium ja, Stickstoff nein. Beim Umgraben im Herbst lassen sich Phosphor- und Kaliumdünger einarbeiten, die über den Winter nicht ausgewaschen werden. Stickstoffdünger gehören nicht in den Herbst, bis zum Frühjahr würde sie der Regen auswaschen. Mehr im Artikel Düngen im Herbst.
- Graben Sie keinen Schnee unter, vor allem keine dickere Schicht, und keine gefrorenen Schollen. Der Boden würde sich im Frühjahr langsam erwärmen, bliebe lange nass und würde vor allem das Frühgemüse verzögern.
- Verschieben Sie das Umgraben nicht aufs Frühjahr. Beim Umgraben im Frühjahr verliert der Boden einen Teil der Winterfeuchte und bleibt gröber. Schweren Boden graben Sie im Frühjahr gar nicht um. Geht es nicht anders, graben Sie, sobald der Boden abgetrocknet ist und nicht mehr am Spaten klebt, und ebnen Sie ihn sofort mit dem Rechen ein.
Zweischichtiges Umgraben bis 40 cm. Auf verdichtetem Boden können Sie auch die untere Schicht lockern, ohne die Schichten zu vermischen. Heben Sie am Anfang des Beets zwei Reihen der oberen Schicht aus und legen Sie die Erde beiseite. Die Sohle des entstandenen Grabens graben Sie spatenbreit quer um, die untere Erde bleibt unten. Auf die gelockerte Sohle setzen Sie die nächsten zwei Reihen der oberen Schicht um und wiederholen den Vorgang. Den letzten Graben füllen Sie mit der am Anfang beiseitegelegten Erde. Mist und Dünger gehören auch hier nur in die obere Schicht. Eine noch tiefere Bearbeitung, das Rigolen, erfolgt einmalig vor der Pflanzung von Reben, Spargel oder Obstbäumen; die Anleitung finden Sie im Artikel Lebensumgebung für Pflanzen.
Und was ist mit Kalk?
Etwa alle vier Jahre tut den Beeten eine Kalkgabe gut. Sie können gemahlenen Dolomitkalk verwenden oder im Mixer zerkleinerte Eierschalen. Auch Holzasche ist eine gute Quelle — allerdings nur von unbehandeltem Holz und nur in kleinen Mengen, sie wirkt stark alkalisch.
DÜNGEE und seine Eigenschaften

DÜNGEE ist ein starker organischer Dünger. Seine kleine Menge ersetzt große Gaben anderer organischer Dünger, und dabei müssen Sie keine Verbrennungen der Pflanzen befürchten — Düngee hat einen neutralen pH-Wert. Und mehr noch: Er lässt sich für praktisch alle Pflanzen einsetzen, auch für Kakteen, Bonsai und Ähnliches.
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Warum lässt man das Beet über den Winter in grober Scholle liegen?
Grobe Schollen fangen mehr Regen und Schnee auf, und der Frost zerkrümelt sie über den Winter, sodass auch schwerer Boden im Frühjahr locker ist. Dann genügt es, ihn mit dem Rechen einzuebnen, umgegraben wird nicht noch einmal.
