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Radieschen: wann säen, anbauen und Rezepte

Vom Säen über das Vereinzeln und Düngen bis zur Ernte — und vier Rezepte zum Schluss

Radieschen sind gesund: Nährwerte und Vitamine

Frisch geerntete Radieschen mit Laub und kräftig roten Knollen

Radieschen sind kleine, aber schmackhafte Wurzelfrüchte, die vor allem im Salat beliebt sind.

Botanisch wird das Radieschen als Garten-Rettich Sommerform bezeichnet und gehört zur Familie der Kreuzblütler.

Radieschen: Vitamine und Kalorien

Radieschen enthalten viele gesundheitsfördernde Stoffe, zum Beispiel die Vitamine C, B und A sowie die Mineralstoffe Eisen, Magnesium, Natrium und Kalium.

Radieschen können Sie im Garten selbst anbauen, sie sind sehr anspruchslos und lassen sich als Vorkultur im Frühjahr vor anderen Kulturen ziehen, die danach ins Beet kommen (Salat, Tomaten, Gurken).

Aus derselben Familie der Kreuzblütler stammen auch Kohlrabi und der große Winter- Rettich, pflanzen Sie also nach Radieschen lieber keines von beiden ins selbe Beet — Kreuzblütler sollten nicht aufeinander folgen.

Radieschen säen: Aussaat, Saattiefe und Abstand

Radieschen wann säen und wann pflanzen

Radieschen pflanzt bzw. sät man am besten im Frühjahr und im Herbst, wenn die Temperaturen nicht zu hoch sind. Die günstige Temperatur für den Anbau von Radieschen liegt bei etwa 15–20 °C. Im Frühjahr säen wir sie als Vorkultur, im Herbst als Nachkultur nach abgeerntetem Gemüse (Gurken, Spinat).

In der Praxis heißt das: erste Aussaat ab Mitte März (unter Folie auch früher) und dann fortlaufend bis Ende Mai. Im Juli und August gedeihen Radieschen schlecht — bei Hitze und langem Tag schießen sie schnell in die Blüte — deshalb wird erst wieder von Ende August bis Mitte September gesät.

Wie lange brauchen Radieschen

  • Saattiefe: 1 bis 2 cm. Zu flach abgelegter Samen trocknet aus, zu tief abgelegter bringt viel Laub und eine kleine Knolle.
  • Abstand: 4 bis 5 cm in der Reihe, Reihen 15 bis 20 cm auseinander. Wer dünner sät, muss später nicht vereinzeln.
  • Keimdauer: 3 bis 5 Tage bei einer Temperatur um 15 °C.
  • Zeit bis zur Ernte: 3 bis 5 Wochen je nach Sorte und Wetter — deshalb gelten Radieschen als schnelles Gemüse und eignen sich als Vorkultur.
  • Satzweise Aussaat: säen Sie nur eine kurze Reihe und die nächste zehn Tage später. Sonst reift alles auf einmal und die Hälfte wird im Beet holzig.

Radieschen pflegen: gießen, jäten und warum Radieschen scharf sind

Radieschen im Beet kurz vor der Ernte, die Knollen ragen über die Bodenoberfläche

Beim Anbau von Radieschen müssen Sie darauf achten, dass sie regelmäßig gegossen werden. Stehen Radieschen in der vollen Sonne, können sie schnell austrocknen und dann ist auch die Wurzel trocken, hart und schwer verdaulich. Wichtig ist außerdem das Entfernen von Unkraut, damit sich die Radieschen besser entwickeln können. Die Reihen hacken wir und können die Radieschen dabei auch vereinzeln, damit die einzelnen Wurzeln nebeneinander genug Platz haben.

Warum sind Radieschen scharf? Für den scharfen Geschmack sorgen Senföle, und davon steckt umso mehr in der Knolle, je größer der Stress war, den die Pflanze erlebt hat. Die häufigste Ursache ist unregelmäßiges Gießen — wechseln sich ausgetrocknetes und durchnässtes Beet ab, verlangsamt das Radieschen sein Wachstum und wird schärfer. Dazu kommen Hitze über 25 °C und eine späte Ernte. Gleichmäßige Feuchte (idealerweise mit Mulch, der sie im Boden hält) und rechtzeitige Ernte wirken gegen die Schärfe besser als alles andere.

Radieschen vereinzeln: damit sie nicht holzig werden

Das Vereinzeln der Radieschen nennt man auch „Verziehen“ und es wird gemacht, damit die einzelnen Pflanzen genug Platz zum Wachsen haben. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Sorte und den Bedingungen ab, im Allgemeinen wird aber vereinzelt, sobald die Pflanzen groß genug sind und bereits einige Blätter haben.

Die meisten Radieschensorten lassen sich vereinzeln, wenn sie 2,5 bis 5 cm hoch sind und 2 bis 4 Blätter haben. Stehen die Radieschen zu dicht beieinander, bleiben sie klein und unausgereift. Wenn Sie möchten, dass sie größer werden, können Sie erst vereinzeln, wenn sie 5–10 cm hoch sind und mehr als 4 Blätter haben. Vereinzeln Sie nie zu spät, das würde zu schlechterer Knollenqualität führen.

Das Vereinzeln der Radieschen geschieht so, dass einige Pflanzen aus dem Boden genommen werden und die übrigen weiterwachsen. Die herausgezogenen Pflänzchen können Sie essen oder kompostieren. Wenn Sie die Radieschen nicht vereinzeln, bleiben sie eher klein und holzig und können unangenehm beißend schmecken.

Vereinzelt wird lieber durch Abknipsen des oberirdischen Teils als durch Herausziehen der ganzen Pflanze — so bewegen Sie die Wurzel des Nachbarradieschens nicht. Und werfen Sie die herausgezogenen Pflänzchen nicht weg: junges Laub und feine Würzelchen sind hervorragend im Salat oder in der Suppe.

Radieschen ernten und richtig lagern

Radieschen werden fortlaufend geerntet, sobald die Knolle 2 bis 3 cm erreicht — bei runden Sorten etwa Walnussgröße. Hier gilt nicht „je größer, desto besser“: ein überständiges Radieschen wird innen holzig, pelzig und schärfer. Sie erkennen es auch mit dem Auge — erntereife Knollen ragen von selbst über die Bodenoberfläche.

  • Ernten Sie morgens, wenn die Pflanzen voller Wasser sind — sie sind dann knackiger.
  • Entfernen Sie das Laub sofort nach der Ernte. Solange es an der Knolle bleibt, zieht es ihr Wasser ab und das Radieschen welkt binnen zwei Tagen.
  • Lagerung: gewaschene und abgetrocknete Knollen ohne Laub halten sich im geschlossenen Behälter im Kühlschrank 1 bis 2 Wochen. Sollten sie doch weich werden, bringt sie eine Stunde in kaltem Wasser wieder in Form.
  • Werfen Sie das Laub nicht weg — es ist essbar und schmeckt in der Suppe, im Pesto oder im Aufstrich.

Gemüse düngen: womit Radieschen düngen

Radieschen sind in der Ernährung anspruchslos und wachsen so schnell, dass man in ihrem kurzen Leben mit dem Nachdüngen gar nicht hinterherkommt — die Nährstoffe gehören deshalb schon vor der Aussaat in den Boden. Vorsicht mit reinem Stickstoff: er treibt die Pflanze ins Laub und die Knolle bleibt klein. Es lohnt sich eher ein Universaldünger mit ausgewogenem Nährstoffverhältnis, dessen Nährstoffe im Boden nach und nach frei werden — was die drei Zahlen auf der Packung bedeuten, erklärt der Artikel über NPK-Dünger.

DÜNGEE ist ein tschechischer organischer Dünger, der sich bei Gemüse auf drei Arten anwenden lässt (die genauen Mengen für die einzelnen Packungen finden Sie unter Dosierung):

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Sie können beim Pflanzen einen Teelöffel DÜNGEE unter jede Jungpflanze geben.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder sprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug ein (Sie können auch ungesiebt aus der Kanne über die Blätter gießen).

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Radieschen Rezepte

Radieschen werden meist roh gegessen, sie lassen sich aber auch einlegen, zu einem Smoothie mixen oder zu einem Aufstrich verarbeiten. Vier erprobte Rezepte:

Radieschen-Salat: Rezept für Salat mit Radieschen

Radieschen sind eine beliebte Zutat im Salat. Wenn Sie eigene Radieschen haben, können Sie einen hervorragenden Salat mit Radieschen zubereiten. Schneiden Sie sie einfach in dünne Scheiben und mischen Sie sie mit einem Dressing aus Mayonnaise (oder Mayonnaise und Naturjoghurt), salzen, pfeffern und fein gehackten Schnittlauch dazugeben. Diesen köstlichen Salat servieren Sie gekühlt mit frischem Gebäck.

TIPP: Zur Abwechslung können Sie zu den Radieschen auch anderes Gemüse geben: Paprika, Tomaten, Gurken, und den Schnittlauch durch gehackte Petersilie ersetzen.

Radieschen einlegen: schnelles Rezept

Eingelegte Radieschen in zwei Einmachgläsern mit Dill, Knoblauch und Gewürzen

Radieschen lassen sich auch einlegen. Sie können sie ähnlich wie Gurken einlegen. Schneiden Sie sie einfach in dünne Scheiben, geben Sie sie ins Glas und übergießen Sie sie mit Essig, Gewürzen und Salz. Eingelegte Radieschen sind hervorragend als Beilage zum Essen oder als eigenständiger Snack. Damit eingelegte Radieschen lange halten, können Sie sie einkochen — bei 85 °C etwa 30 Minuten.

Radieschen-Smoothie

Gläser mit grünem Gemüse-Smoothie, darauf ein Salat aus Blättern, Erbsen, Karotte und Radieschenscheiben

Ein Smoothie mit Radieschen ist ein sehr erfrischendes und gesundes Getränk voller Vitamine und Mineralstoffe. Falls Sie skeptisch sind, Radieschen in einen Smoothie zu geben: dieses Gemüse verleiht dem Smoothie eine pikante Note, die Sie lieben werden. Hier die Anleitung, wie Sie einen Smoothie mit Radieschen zubereiten:

Sie brauchen:

  • 1 kleineres Radieschen,
  • 1 Banane,
  • 1 Tasse gehackte Ananas,
  • 1 Tasse frische Spinatblätter,
  • 1 Esslöffel Honig,
  • 1 Tasse Wasser oder Mandelmilch.

Zubereitung:

  1. Waschen Sie das Radieschen, schälen Sie es und schneiden Sie es in kleinere Stücke.
  2. Schneiden Sie Banane und Ananas in kleinere Stücke.
  3. Geben Sie die gehackten Spinatblätter, den Honig und das Wasser (oder die Mandelmilch) in den Mixer.
  4. Mixen Sie alle Zutaten etwa 30–60 Sekunden auf hoher Stufe, bis eine glatte Konsistenz entsteht.
  5. Geben Sie nach Wunsch Eiswürfel dazu und mixen Sie noch einmal.
  6. Probieren Sie den Smoothie und geben Sie nach Geschmack Honig oder Zitronensaft dazu.
  7. Sofort servieren.

Dieser Smoothie mit Radieschen steckt voller Vitamin C und K, Kalium, Ballaststoffe und Antioxidantien, was ihn zum idealen Getränk für eine gesunde Ernährung macht. Sie können auch mit verschiedenen Zutaten experimentieren, etwa Erdbeeren, Himbeeren, Kiwi oder Karotte, um den Smoothie zu kreieren, der Ihnen am besten schmeckt.

Frischkäse-Aufstrich mit Radieschen

Zwei Knäckebrote mit Frischkäse, Radieschen- und Gurkenscheiben und grünen Erbsen

Ein Frischkäse-Aufstrich mit Radieschen ist eine tolle Alternative zum gewöhnlichen Käse auf Brot oder Knäckebrot. Dieser Aufstrich ist schnell zubereitet und steckt voller gesunder Fette und Eiweiß — ideal für einen schnellen, gesunden Snack oder ein leichtes Mittagessen. Hier finden Sie das Rezept für den Frischkäse-Aufstrich mit Radieschen:

Sie brauchen:

  • 200 g Weichkäse (zum Beispiel Ziegenkäse oder Frischkäse),
  • 1/4 Tasse geriebenen Hartkäse (zum Beispiel Parmesan oder Cheddar),
  • 2 Esslöffel Vollfett-Joghurt griechischer Art,
  • 1 Zehe Knoblauch, gehackt,
  • 1 Teelöffel frischen Thymian, gehackt,
  • Salz und schwarzen Pfeffer nach Geschmack,
  • 1 Tasse geschnittene Radieschen.

Zubereitung:

  1. Vermischen Sie in einer Schüssel Weichkäse, geriebenen Hartkäse, griechischen Joghurt, gehackten Knoblauch, Thymian, Salz und schwarzen Pfeffer.
  2. Rühren Sie alle Zutaten, bis eine glatte Konsistenz entsteht.
  3. Schneiden Sie die Radieschen in dünne Scheiben.
  4. Füllen Sie die Masse in eine kleinere Schale um und garnieren Sie sie mit den geschnittenen Radieschen.
  5. Servieren Sie den Aufstrich auf Brot oder als Dip zu Knäckebrot oder Gemüsesticks.

Dieser Frischkäse-Aufstrich mit Radieschen ist eine großartige Art, sich einen schmackhaften und gesunden Snack zu gönnen. Sie können mit verschiedenen Käsesorten und Kräutern experimentieren und Ihre eigene Version kreieren, die Ihnen am besten schmeckt. Guten Appetit!

Häufige Fragen

Warum sind Radieschen scharf?

Für den scharfen Geschmack sorgen Senföle, und die Pflanze bildet mehr davon, wenn sie im Stress ist. Die häufigste Ursache ist unregelmäßiges Gießen — der Wechsel zwischen ausgetrocknetem und durchnässtem Beet. Dazu kommen Hitze über 25 °C und eine zu späte Ernte. Gleichmäßige Feuchte und rechtzeitige Ernte wirken gegen die Schärfe am besten.

Warum sind Radieschen holzig und hohl?

Sie sind überständig. Die Knolle hat bei 2 bis 3 cm Durchmesser die beste Struktur; bleibt sie länger im Boden, wird das Fleisch pelzig, innen entsteht ein Hohlraum und der Geschmack wird schärfer. Die zweite Ursache ist ein zu dichter Bestand — stehen die Pflänzchen gedrängt, konkurrieren sie miteinander und die Knolle entwickelt sich nicht richtig. Deshalb werden Radieschen vereinzelt und satzweise gesät.

Wie lange brauchen Radieschen?

Je nach Sorte und Wetter 3 bis 5 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte. Die Samen keimen in 3 bis 5 Tagen. Genau deshalb gelten Radieschen als schnelles Gemüse und eignen sich als Vorkultur — das Beet wird frei, bevor Tomaten oder Gurken darauf kommen.

Kann man Radieschen im Balkonkasten oder auf dem Balkon anbauen?

Ja, sie gehören zum dankbarsten Balkongemüse. Es genügt ein 15 cm tiefer Balkonkasten und gewöhnliche Gartenerde. Wichtig ist regelmäßiges Gießen — im Kasten trocknet der Boden schneller aus als im Beet, und genau daraus entstehen scharfe und holzige Knollen. Stellen Sie den Kasten im Frühjahr in die Sonne, im Sommer lieber in den Halbschatten.

Wie lagert man Radieschen, damit sie knackig bleiben?

Entfernen Sie gleich nach der Ernte das Laub — solange es an der Knolle bleibt, zieht es ihr Wasser ab. Gewaschene und abgetrocknete Radieschen halten sich im geschlossenen Behälter im Kühlschrank 1 bis 2 Wochen. Sollten sie doch weich werden, bringt sie eine Stunde in kaltem Wasser wieder in Form.

Kann man Radieschenblätter essen?

Ja, das Laub der Radieschen ist essbar und schmeckt leicht pikant wie Rucola. Es wird für Suppen, Pesto und Aufstriche verwendet oder wie Spinat angebraten. Geerntet wird es jung und frisch; älteres Laub ist rau und behaart, das kommt besser auf den Kompost.