Weinblattmilbe
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Weinblattmilbe - Weinrebenspinnmilbe
(Calepitrimerus vitis)
Die Weinblattmilbe, auch Weinrebenspinnmilbe genannt, ist eine mikroskopische Milbe, die eine maximale Größe von 0,15 mm erreicht, aber trotz ihrer geringen Größe enorme Schäden in Weinbergen anrichten kann. Sie verursacht die sogenannte Blattkräuselkrankheit der Rebe. Die Rebe wächst dann verlangsamt und hat gekräuselte Blätter. Wenn Sie befallene Blätter gegen das Licht halten, sehen Sie Einstiche mit deformierten Blattadern. Die Blütenstände bilden sich an befallenen Weinrebenstöcken dann gar nicht oder sind ebenfalls deformiert. Wenn die Weinblattmilbe Ihre Reben in großem Ausmaß befällt, kann es sogar zum Absterben der Pflanzen kommen.
Der Nachteil ist, dass Milben mehrere Generationen pro Jahr haben und den Winter in den Knospen überstehen.
Weinblattmilbe - Verursacher der Blattkräuselkrankheit (Akarinose) der Weinrebe
Die Weinrebenmilbe ist einer der Verursacher der Kräuselkrankheit, auch Akarinose der Weinrebe genannt. Die Milbe verursacht verlangsamtes Wachstum, gekräuselte Blätter und deformierte Blüten, wodurch es nicht zur Fruchtbildung kommt. Die Kräuselkrankheit der Weinrebe kann jedoch auch durch weitere Krankheiten oder Schädlinge verursacht werden:
Weinrebenmilbe Behandlung, Weinrebenmilbe was dagegen tun
Die Behandlung gegen die Weinrebenmilbe muss früh im Frühjahr – zu dem Zeitpunkt, wenn die Rebe beginnt auszutreiben, durchgeführt werden.
Die Behandlung wird mit zugelassenen Mitteln durchgeführt, wie zum Beispiel:
- Omite 57 E (Propargit) – 0,1 %,
- Neoron 500 EC (Bromopropylat) – 0,1 %,
- Sulka (Schwefel) – 4-5%.
Verwenden Sie bei der Behandlung der Rebe mit Spritzmitteln stets Schutzausrüstung, Schutzbrille und Handschuhe. Waschen Sie sich nach der Anwendung der Mittel gründlich die Hände und essen oder trinken Sie während des Spritzens nicht.
Beachten Sie auch, dass alle chemischen Mittel schädlich für Menschen, Tiere und die umliegende Natur sind.
Neben dem chemischen Schutz wird auch der biologische Schutz empfohlen, und zwar mithilfe von Raubmilben Typhlodromus pyri.
Am wichtigsten ist jedoch auch in diesem Fall die Vorbeugung, d.h.:
- gesundes Pflanzgut kaufen,
- einzelne Rebstöcke ausreichend weit voneinander pflanzen,
- den Rebschnitt durchführen, damit die Rebe ausreichend belichtet wird,
- alle befallenen Blätter entfernen,
- qualitativ hochwertige und vor allem organische Düngemittel verwenden, die den Pflanzen die Fähigkeit verleihen, sich gegen Schädlinge zu wehren.
Quellen:
- Böhmig, Franz – Peleška, Stanislav: 2000 Ratschläge für Gartenfreunde, Ottovo nakladatelství, Praha 2001.
- Rod, Jaroslav: Krankheiten und Schädlinge im Garten. Grada, Praha 2017
- www.wikipedia.org
- www.ireceptar.cz
- www.abecedazahrady.cz
- www.sazenicka.cz
- www.agromanual.cz
