Oregano
Wilder Majoran (Dost): Anbau, Schnitt, Trocknen und Verwendung in der Küche
Oregano, Dost oder Wilder Majoran
(Origanum vulgare)
Oregano, auf Deutsch auch Gemeiner Dost oder Wilder Majoran genannt, ist ein aromatisches Küchenkraut mit kleinen grünen Blättern. Es wird häufig in der italienischen und mediterranen Küche als Gewürz für verschiedene Gerichte wie Pasta, Pizza und Saucen verwendet. Oregano enthält außerdem Antioxidantien, und ihm werden antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben, dadurch wird es oft als Heilkraut verwendet, etwa zur Aufhellung der Stimmung (daher der alte deutsche Name „Wohlgemut“).
Oregano Wirkung: traditionelle Anwendung bei Verdauung und Immunsystem

Dem Oregano werden viele wohltuende Wirkungen auf unsere Gesundheit zugeschrieben, zum Beispiel:
1. Antimikrobielle Wirkung: Oregano enthält Stoffe, denen antimikrobielle Eigenschaften gegenüber schädlichen Mikroorganismen einschließlich Bakterien und Viren zugeschrieben werden.
2. Antioxidative Wirkung: Oregano enthält eine große Menge an Antioxidantien, also Stoffen, die die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen helfen.
3. Entzündungshemmende Wirkung: Oregano enthält Stoffe, denen eine entzündungshemmende Wirkung im Körper zugeschrieben wird.
4. Unterstützung der Verdauung: Volkstümlich wird dem Oregano eine Unterstützung der Verdauung zugeschrieben — er soll die Bildung von Verdauungssäften anregen, bei Durchfall Linderung bringen und Bauchschmerzen mildern.
5. Stärkung des Immunsystems: Oregano enthält Stoffe, denen eine unterstützende Wirkung auf das Immunsystem zugeschrieben wird.
Bedenken Sie jedoch, dass nicht alle diese Wirkungen in Laborstudien untersucht wurden — sie stammen eher aus der Erfahrung der Volksheilkunde. Es handelt sich um traditionelle Anwendungen, nicht um belegte Heilwirkungen, und sie ersetzen keine ärztliche Behandlung.
Oregano anbauen: Standort, Aussaat und Pflege
Oregano ist eine recht anspruchslose Pflanze, die sich leicht drinnen im Topf oder draußen im Garten, im Kräuterbeet oder in der Kräuterspirale anbauen lässt. Die folgenden Schritte geben Ihnen die Grundanleitung für den Anbau von Oregano:
1. Standort wählen: Oregano braucht viel Sonne und Trockenheit, wählen Sie daher einen sonnigen Platz mit gut durchlässigem Boden.
2. Boden vorbereiten: Der Boden sollte gut durchlässig und leicht sauer sein. Wenn Ihr Boden eher alkalisch/kalkhaltig ist, mischen Sie Torf oder Kompost unter, um die Bodenqualität zu verbessern.
3. Aussaat aus Samen oder Pflanzen von Jungpflanzen: Oregano können Sie aus Samen aussäen, im Haus können Sie im April beginnen, draußen lieber erst ab Mitte Mai. Jungpflanzen von Oregano können Sie auch im geprüften Fachhandel kaufen. Achten Sie darauf, dass sie gesund sind.
4. Die Jungpflanzen setzen wir in den Boden mit einem Abstand von mindestens 20 cm.
5. Gießen: Gießen Sie Oregano regelmäßig, aber nicht zu häufig. Gegossen werden sollte dann, wenn die obere Bodenschicht abgetrocknet ist.
Oregano schneiden: wann und wie

6. Schnitt: Den Oreganobusch können Sie zurückschneiden, sobald er 15-20 cm hoch ist; damit fördern Sie das Wachstum weiterer Triebe und Blätter.
Oregano trocknen und ernten
7. Trocknen: Den geschnittenen Oregano können Sie trocknen und haben so einen Gewürzvorrat für den Winter.
Oregano düngen
Oregano braucht nicht allzu viel Dünger, aber Sie können ihm im Frühjahr und dann in regelmäßigen Abständen während der ganzen Vegetationszeit etwas Dünger geben. Geeignet sind alle organischen natürlichen Dünger wie Kompost oder DÜNGEE. Universeller organischer Dünger tut Kräutern im Topf wie im Beet gut; wie viel Sie davon verwenden, finden Sie in der Dosierungsanleitung.
Oregano in der Küche verwenden

Oregano ist ein Kraut mit kräftigem Geschmack, das vor allem in der italienischen und mediterranen Küche verwendet wird. Wenn Ihnen die italienische und mediterrane Küche ebenfalls schmeckt, probieren Sie Oregano zum Beispiel so:
Als Gewürz für Saucen: Oregano ist ein hervorragendes Gewürz für Tomatensauce, Marinaden, Pizzasaucen und viele weitere Gerichte.
Beim Grillen: Verwenden Sie Oregano für gegrilltes Fleisch oder Gemüse, um den Geschmack hervorzuheben.
In Salate: Wenn Sie leichtere Gerichte bevorzugen, können Sie Oregano in Salate oder Aufstriche geben.
Zu gebackenen Kartoffeln: Oregano passt hervorragend zu Ofenkartoffeln, denen es einen pikanten Geschmack verleiht.
In Suppen: Oregano kann auch in Suppen und Nudelgerichten verwendet werden.
Sie können getrockneten wie frischen Oregano verwenden; der frische hat ein noch kräftigeres und frischeres Aroma und kommt zum Beispiel in Saucen oder als Zutat in Salaten gut zur Geltung.
Oregano als Gewürz

Als Gewürz verwenden wir vor allem getrockneten Oregano. Wir geben ihn maßvoll hinzu, denn er hat einen kräftigen Geschmack, und so müssen wir aufpassen, dass das Essen nicht zu stark gewürzt wird.
Getrockneter Oregano passt in Tomatensauce, in Ragout, in Marinaden für gegrilltes Fleisch, auf Pizzasaucen oder auf die Pizza als letzte Zutat, direkt auf gegrilltes Fleisch oder zu gegrilltem Fleisch und Gemüse, in Suppen, in Salate und Aufstriche.
Oregano für Pizza
Oregano ist eine klassische Zutat für Pizza und lässt sich auf verschiedene Weise verwenden:
Als Teil einer Gewürzmischung: Oregano können Sie als Teil einer Gewürzmischung verwenden, die Sie zusammen mit anderen Gewürzen zusammenstellen, wie Basilikum, Thymian und Rosmarin.
Direkt auf die Pizza gestreut: Oregano können Sie nach dem Backen direkt auf die Pizza streuen (zerreiben) oder kurz vor Ende der Backzeit auf die Pizza geben.
In der Sauce: Oregano können Sie in die Tomatensauce geben, die Sie für die Pizza verwenden, um einen kräftigen Geschmack zu erhalten.
Denken Sie daran, dass Oregano einen starken Geschmack hat, Sie sollten also nur eine kleine Menge verwenden, um die Aromen der übrigen Zutaten auf der Pizza nicht zu überdecken. Wenn Sie getrockneten Oregano verwenden, können Sie ihn vor der Verwendung einige Minuten in Öl oder Wasser einweichen, damit sich das Aroma entfaltet.
Kräuter und Gewürze düngen
Oregano ist nur eines der Kräuter, denen DÜNGEE guttut. Die ausführliche Anleitung für das ganze Kräuterbeet finden Sie im Artikel Kräuter düngen, er eignet sich ebenso gut für Basilikum, Majoran, Bohnenkraut und Rosmarin.
