Obstbäume düngen: Dünger für Obstbäume, Sträucher und Koniferen
Blattdüngung im Frühjahr, Gießen und Streuen an die Wurzeln: wie wir Düngee an unseren eigenen Bäumen einsetzen, was es kostet und was Gärtner darüber schreiben.
Womit Obstbäume düngen?
Im Frühjahr hilft Bäumen am schnellsten die Blattdüngung: 1 Teelöffel Düngee pro Liter Wasser. Die Grundversorgung liefert das Streuen unter die Krone.
Düngee 455 g (ca. 1,3L)Spritzen, Gießen und Streuen – rund 260 l Spritzlösung pro PackungZum Produkt →
Düngee 1,4 kg (ca. 4L)Für größere Gärten und die ganze SaisonZum Produkt →
Was Obstbäume vom Dünger brauchen
Ein Obstbaum trägt jedes Jahr Früchte, und mit jeder Ernte verlässt ein Teil der Nährstoffe den Garten. Damit er Kraft für neue Triebe, Blütenknospen und die Fruchtreife hat, braucht er eine regelmäßige und ausgewogene Versorgung: Stickstoff im Frühjahr für das Wachstum, Phosphor für die Wurzeln und den Blütenansatz, Kalium im Sommer für die Früchte und das Ausreifen des Holzes vor dem Winter.
Bei Bäumen und Sträuchern bewährt sich ein organischer Dünger, der Nährstoffe langsam freisetzt und die Wurzeln nicht verbrennt. Düngee hat einen zusätzlichen Vorteil: Neben dem Streuen und Gießen an die Wurzeln lässt sich daraus ein Aufguss für die Blattdüngung herstellen. So gelangen die Nährstoffe schneller zur Pflanze, als wenn man wartet, bis sie durch den Boden zu den Wurzeln sickern.
Dasselbe Vorgehen nutzen wir für alle Obstbäume (Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche), für Zier- und Beerensträucher und auch für Koniferen.
Obstbäume im Frühjahr spritzen: Nährstoffe über das Blatt
Blätter sind nicht nur „Solarpaneele“. Über die Blatthaut und vor allem über die Spaltöffnungen kann die Pflanze auch Wasser mit gelösten Nährstoffen aufnehmen. Die Blattdüngung wirkt daher als schnelle Zusatzversorgung: Man muss nicht warten, bis sich der Dünger im Boden löst und die Wurzeln ihn aufnehmen.
Am meisten lohnt sie sich im Frühjahr, sobald die Blätter austreiben. Der Baum zehrt dann von den Reserven des Vorjahres, die Wurzeln kommen im kalten Boden erst in Gang, und gerade junge Blätter nehmen Nährstoffe besonders bereitwillig auf. Eine rechtzeitige Versorgung hilft dem Baum beim Start, fördert seine Vitalität und hilft ihm, Wetterschwankungen besser zu verkraften.
So bereiten Sie die Spritzlösung aus Düngee zu
- 1 Teelöffel (5 ml) Düngee in 1 Liter Wasser verrühren und ziehen lassen, am besten über Nacht.
- Für eine bessere Wirkung können Sie einen halben Teelöffel eines natürlichen Bodenhilfsstoffs mit Chitin zugeben – Chitin stärkt die Abwehrkräfte der Pflanzen.
- Den Aufguss vor dem Einfüllen in die Spritze gründlich abseihen (Kaffeefilter, Netz, gefaltetes Tuch), damit die Düse nicht verstopft.
- Mit feinem Sprühnebel spritzen, sodass die Blätter gleichmäßig benetzt sind, aber nichts abtropft.
Ein Liter reicht für die meisten Bäume in einem normalen Garten. Deshalb ist das Spritzen die günstigste Art, Bäume zu versorgen: Aus der Packung Düngee 455 g (ca. 1,3 Liter) bereiten Sie rund 260 Liter Spritzlösung zu, also weniger als 3 Cent pro Liter.
Genaue Mengen finden Sie auf der Seite Dosierung von Düngee.
Wann und wie oft spritzen
- Zu Saisonbeginn, sobald die Blätter austreiben: häufiger spritzen, ruhig 3–5 Mal pro Woche. Die Dosis ist gering und die Kosten pro Liter vernachlässigbar, es gibt also keinen Grund, gerade dann zu sparen, wenn der Baum die Nährstoffe am meisten braucht.
- Die Lösung wird in etwa sechs Stunden aufgenommen. Sie können also schon am nächsten Tag erneut spritzen.
- Ist der Baum vital und gut belaubt, genügt das Spritzen etwa 2 Mal im Monat bis in den Sommer.
- Die beste Zeit ist abends oder früh am Morgen, wenn die Blätter länger feucht bleiben und die Tropfen nicht verdunsten. Nicht in der prallen Mittagssonne und nicht kurz vor Regen spritzen.
Aus eigener Erfahrung gilt: Es lohnt sich, den Baum rechtzeitig in Schwung zu bringen und gleich im Frühjahr zu versorgen, statt das während der Saison nachzuholen.
Blätter von oben und von unten spritzen
Die meisten Spaltöffnungen, über die das Blatt Wasser und Gase aufnimmt, liegen bei Laubbäumen auf der Blattunterseite. Die Oberseite ist zudem durch eine dickere Wachsschicht geschützt. Wer nur von oben spritzt, bringt einen großen Teil der Lösung dorthin, wo sie am schlechtesten aufgenommen wird.
Deshalb die Blätter von oben und von unten spritzen: erst von der Seite und von unten in die Krone, dann von oben. Bei höheren Bäumen hilft eine Spritze mit Verlängerungsrohr.
Koniferen-Dünger und Thuja-Dünger
Die Blattdüngung mit Düngee eignet sich auch für Fichten, Eiben, Wacholder, Scheinzypressen und Thujahecken. Nadeln haben eine dicke Wachsschicht und in Reihen eingesenkte Spaltöffnungen, deshalb werden Nährstoffe über die Nadel langsamer aufgenommen als über das Blatt. Aufgenommen werden sie trotzdem, und ein feiner Sprühnebel im Frühjahr tut Koniferen gut.
Kombinieren Sie bei Koniferen das Spritzen daher mit Streuen oder Gießen an die Wurzeln unter der gesamten Kronenbreite. Thuja und Hecken von allen Seiten und auch ins Innere spritzen, wo die Nadeln meist am schwächsten sind.
Pfirsiche und Aprikosen spritzen
Pfirsiche und Aprikosen sind wärmeliebend und im Frühjahr empfindlich gegenüber Wetterschwankungen. Bei ihnen lohnt es sich am meisten, gleich beim Austrieb mit dem Spritzen zu beginnen, wenn sich die ersten Blätter bilden.
Unser Pfirsichbaum zeigt das gut: Wenn wir mit dem Spritzen im Frühjahr nicht rechtzeitig beginnen, sieht man es ihm im Laufe des Frühjahrs an. Deshalb spritzen wir ihn ab den ersten Blättern mehrmals pro Woche und wechseln erst dann auf zweimal im Monat, wenn er vital ist. Was Pfirsichen im Frühjahr am häufigsten zu schaffen macht, lesen Sie im Artikel Kräuselkrankheit der Pfirsiche.
Düngen an die Wurzeln: Streuen und Gießen
Das Spritzen ist eine schnelle Zusatzversorgung, die Grundversorgung bekommt der Baum aber über die Wurzeln.
- Streuen: Im Frühjahr Düngee dünn unter der Krone verteilen, vor allem am Kronenrand, wo der Baum die meisten aktiven Wurzeln hat. Leicht in Boden oder Mulch einarbeiten und angießen.
- Gießen: Denselben Aufguss wie zum Spritzen (1 Teelöffel pro Liter Wasser) unter der Krone ausgießen. Bei großen alten Bäumen lohnt es sich, den Aufguss in einem großen Behälter anzusetzen und eimerweise zu verteilen, am besten bei Regenwetter.
- Beim Pflanzen: die Erde aus dem Pflanzloch mit Kompost oder gut verrottetem Mist und etwa 1 % Düngee bezogen auf ihr Volumen vermischen, damit der Dünger nicht direkt an den Wurzeln liegt. Mehr dazu im Artikel Pflanzung von Gehölzen.
- Im Herbst: Nach der Ernte die Bäume erneut bestreuen, damit sie Reserven für den Winter und den Austrieb haben. Mehr im Artikel Düngen im Herbst.
Genaue Mengen für einzelne Pflanzen finden Sie auf der Seite Dosierung von Düngee.
Wie viele Nährstoffe ein Baum braucht und wann welche
Apfel- und Birnbäume im Vollertrag verbrauchen pro Jahr etwa 10 g Stickstoff, 6 g Phosphor (als P₂O₅) und 12 g Kalium (als K₂O) je m² Fläche unter der Krone. Bei einem Dünger mit 10 % Stickstoff wären das 100 g pro m². Wie Sie die Menge nach den Angaben auf der Packung umrechnen, erklärt der Artikel NPK-Dünger. Die Mengen für Düngee finden Sie auf der Seite Dosierung.
- Stickstoff nur bis Frühsommer. Er gehört in die erste Hälfte der Vegetationszeit. Später gegebener Stickstoff verlängert das Wachstum, die Triebe reifen bis zum Winter nicht aus und erfrieren, und das Obst lässt sich schlechter lagern.
- Vorsicht beim Verhältnis von Stickstoff und Phosphor. Hat der Baum zu viel Stickstoff und zu wenig Phosphor, wächst er „ins Holz“: Er bildet lange Triebe, beginnt spät zu tragen, und die Früchte verderben leicht am Baum und im Lager.
- Phosphor als Vorrat bei der Pflanzung. Phosphor wandert im Boden kaum in die Tiefe. Mischen Sie ihn deshalb bei der Pflanzung oder bei der tiefen Bodenbearbeitung davor in die gesamte gelockerte Schicht ein, damit er dort ist, wohin die Wurzeln wachsen. Eine solche Vorratsdüngung hält mehrere Jahre. Auf sauren Böden eignet sich gemahlenes Rohphosphat, das sich im sauren Milieu nach und nach löst.
Blattdüngung bei Obstgehölzen: worauf Sie achten sollten
- Nicht mit Kupfer- oder Schwefelpräparaten mischen. Eine Blattdüngung lässt sich mit einer Pflanzenschutzspritzung verbinden, aber nicht mit Mitteln auf Basis von Kupfer oder Schwefelkalkbrühe (Polysulfid). Was sich womit kombinieren lässt, steht immer auf dem Etikett des Mittels.
- Obstwiese mit Rasen. Wo unter den Bäumen Rasen wächst, entzieht er der Bodenoberfläche einen großen Teil der Nährstoffe. Die Versorgung über das Blatt ist hier besonders nützlich.
- Calcium gegen Stippigkeit. Wiederholte Calciumspritzungen im Sommer verringern die Stippigkeit der Äpfel. Calciumspritzungen werden auch bei Roten Johannisbeeren und Erdbeeren eingesetzt.
Die allgemeinen Regeln der Blattdüngung (Konzentration, Tageszeit, nicht in die Blüte spritzen) fasst der Artikel Pflanzenernährung zusammen.
Chlorempfindliche Obstarten
Kaliumchlorid (Kali 40 oder 60) bringt viel Chlor in den Boden. Bei Obst zeigt sich ein Überschuss in geringerer Fruchtqualität und niedrigerem Zuckergehalt. Die Empfindlichkeit hängt von der Obstart ab:
| Chlorempfindlichkeit | Obstarten |
|---|---|
| hoch | Stachelbeere, Rote Johannisbeere, Himbeere, Brombeere, Erdbeere, Süßkirsche |
| mittel | Apfel, Sauerkirsche, Pflaume, Aprikose, Pfirsich |
| gering | Birne, Schwarze Johannisbeere |
Empfindlich ist auch die Weinrebe. Wählen Sie für Obst deshalb Kalium in Sulfatform (Kaliumsulfat), das praktisch kein Chlor enthält. Ein chloridhaltiger Dünger kommt höchstens im Herbst in Frage (mehr im Artikel Düngen im Herbst).
Düngetermine im Jahreslauf: Herbst, Vorfrühling und bis Ende Juni
- Grunddüngung jedes Jahr. Bewährt hat sich eine ausgewogene Gabe organischen Düngers spät im Herbst oder im Vorfrühling. Der Boden setzt sie über Winter und Frühjahr um, und der Baum hat die Nährstoffe zur Verfügung, wenn er austreibt.
- Phosphor und Calcium bis Ende Juni. Bäume im Vollertrag bekommen zur Grunddüngung zusätzlich Phosphor und Calcium. Wenn Sie sie nicht mit der Herbstdüngung geben, ergänzen Sie sie im Frühjahr, spätestens bis Ende Juni. Phosphor fördert die Bildung von Blüten und Früchten, Calcium festigt das Gewebe und erhöht die Frosthärte. In Böden, die lange organisch gedüngt und gemulcht werden, ist meist genug Phosphor vorhanden, Calcium fehlt aber oft und wird deshalb separat gegeben.
- Nach einer reichen Ernte spät im Herbst einen langsam wirkenden Humusdünger geben, zum Beispiel Kompost oder gut verrotteten Mist, und flach in den Boden einarbeiten.
- Nadelgehölze haben einen geringen, aber stetigen Nährstoffbedarf. Am besten bekommen ihnen humoser Boden und langsam freisetzende organische Dünger.
- Weniger ist mehr. Eine hohe Ernte braucht eine entsprechende Versorgung, ein überdüngter Baum ist aber anfälliger für Krankheiten, und sein Obst schmeckt schlechter und lässt sich schlechter lagern. Fehlt auf der Düngerpackung die Menge für Ziergehölze, richten Sie sich nach der Menge für Obst, nie nach der höheren Menge für Gemüse.
Woran Sie am Zuwachs erkennen, wie viel zu düngen ist
Der beste Wegweiser ist der Baum selbst. Bei tragenden Apfel- und Birnbäumen sollen die diesjährigen Triebe am Kronenrand etwa 25–40 cm lang werden. Dann sind Wachstum und Ertrag im Gleichgewicht.
- Triebe kürzer als 25 cm, kleine Blätter, wenig Blüten: Der Baum hungert. Geben Sie alle Nährstoffe, vor allem Stickstoff im Frühjahr, und prüfen Sie, ob ihm Rasen oder Unkraut am Stamm Wasser und Nährstoffe wegnehmen.
- Lange, üppige Triebe, die bis zum Winter nicht ausreifen, und wenig Früchte: zu viel Stickstoff. Keinen Stickstoff geben, nur Phosphor und Kalium, und die Krone nur auslichten.
- Alter und Ertrag: Junge Bäume brauchen kleinere Mengen, Bäume mit starkem Fruchtansatz und alternde Bäume größere. Steinobst und Beerenobst haben in den ersten Jahren einen höheren Bedarf als Kernobst.
Was die einzelnen Nährstoffe bei Obstgehölzen bewirken und was zu vermeiden ist:
| Nährstoff | Wofür der Baum ihn braucht | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Stickstoff | Wachstum von Trieben, Blättern und Früchten; mehr brauchen schwachwüchsige Bäume und Bäume mit reichem Fruchtansatz | Überschuss: weiches Gewebe, Triebe wachsen bis in den Herbst und erfrieren, wenig Blütenknospen, Früchte schlechter ausgefärbt und lagerfähig, Äpfel werden glasig; bei Aprikosen und Pfirsichen späte Reife und Gummifluss |
| Phosphor | Bildung der Blütenknospen, Fruchtbarkeit, frühere Reife | fehlt oft in sauren Böden und unter Rasen |
| Kalium | Ausreifen der Jahrestriebe, Frosthärte, Geschmack und Haltbarkeit der Früchte | Überschuss hemmt die Aufnahme von Magnesium und Calcium, bei Äpfeln tritt dann Stippigkeit auf; siehe Kaliummangel |
| Calcium | festes Gewebe, Fruchtqualität; am meisten brauchen ihn Steinobst und Walnuss | Überkalkung führt zu Mangel an Magnesium, Eisen und Bor; siehe Kalken unter Obstbäumen |
| Magnesium | Chlorophyll, Reife und Lagerfähigkeit der Früchte | fehlt auf sauren Sandböden und dort, wo zu viel Kalium oder Calcium ist; siehe Magnesiummangel |
| Eisen | Chlorophyllbildung | auf kalkhaltigen und überkalkten Böden vergilben junge Blätter zwischen grünen Adern; siehe Eisenmangel |
Bäume, die nicht übermäßig mit Stickstoff versorgt werden, tragen meist besser ausgefärbtes, aromatischeres Obst, das sich länger lagern lässt.
Kompost und Mist als Grundlage, Mineraldünger nur als Ergänzung
Die Grundlage der Versorgung von Obstgehölzen ist organische Substanz. Gut verrotteter oder kompostierter Mist, alternativ Kompost, wird im Herbst unter der ganzen Krone ausgebracht. Wo der übrige Garten Rasen ist, zumindest auf eine Baumscheibe oder einen Streifen unter der Krone. Nur flach einarbeiten, höchstens 10 cm tief, damit die Wurzeln nicht verletzt werden.
- Eine große Gabe alle 3–4 Jahre oder eine kleinere jedes Jahr. Auf leichten Sandböden, wo sich organische Substanz schnell zersetzt, lieber jedes Jahr oder jedes zweite Jahr eine kleinere Menge geben. Wie viel Mist ein Baum je nach Alter und Kronengröße bekommt, zeigt die Tabelle im Artikel Mist als Dünger.
- Nach einer Gründüngung unter den Bäumen genügt die halbe Menge Mist oder Kompost, siehe Gründüngung unter Obstbäumen.
- Im Jahr, in dem die Bäume die volle Mistgabe bekommen haben, die Mineraldünger auf die Hälfte reduzieren.
- Mineraldünger aufteilen: etwa ein Drittel im Herbst und zwei Drittel früh im Frühjahr. Phosphor und Kalium können Sie auf den Mist streuen und mit ihm einarbeiten, Stickstoff genügt es im Frühjahr flach einzuarbeiten. Die Menge nach einer Bodenanalyse bestimmen, nicht nach Gefühl.
Baum im Rasen und am Hang: wie die Nährstoffe zu den Wurzeln kommen
Auf dem Rasen ausgestreuter Dünger erreicht die Baumwurzeln kaum, den größten Teil nimmt das Gras. Phosphor und Kalium sickern zudem kaum in die Tiefe. Bäumen im Rasen und schwachwüchsigen Bäumen geben Sie die Düngerlösung deshalb direkt an die Wurzeln:
- Am Kronenrand, wo der Baum die meisten Saugwurzeln hat, einen 10–15 cm tiefen Graben ausheben. Statt eines Grabens genügt eine Reihe Löcher, mit einem Pfahl oder Erdbohrer gemacht.
- Bei Trockenheit zuerst mit klarem Wasser gießen, erst dann mit der Düngerlösung.
- Etwa 10 Liter Lösung je 1 Meter Graben eingießen. Geeignet ist ein Auszug aus Kompost oder organischem Dünger oder verdünnte Jauche. Wie man vergorenen Mist verdünnt, beschreibt der Artikel Mist als Dünger.
- Nach dem Versickern den Graben schließen und die Grasnarbe zurücklegen.
Lösungen mit Stickstoff nur bis Mitte Juni geben, sonst reifen die Triebe bis zum Winter nicht aus.
Ein Baum am Hang wurzelt vor allem hangabwärts und seitlich entlang der Höhenlinie. Hangaufwärts stoßen die Wurzeln bald auf ärmeren Unterboden und wachsen dort schwach. Düngen Sie deshalb vom Stamm aus hangabwärts und zu den Seiten, nicht gleichmäßig um die ganze Krone.
Die Blattdüngung ersetzt die normale Düngung an die Wurzeln nicht. Am meisten hilft sie dort, wo die Wurzeln vorübergehend keine Nährstoffe aufnehmen: in vernässtem oder ausgetrocknetem Boden, nach dem Umpflanzen, wenn Wühlmäuse oder tiefes Umgraben die Wurzeln beschädigt haben, und in einer dauerhaft begrünten Obstanlage. Am besten wirkt sie nach der Blüte. Bei stärkerem Mangel ein- bis dreimal im Abstand von 10–14 Tagen wiederholen. Ab der zweiten Junihälfte soll die Spritzung keinen Stickstoff mehr enthalten.
Bor, Zink und Mangan: Spurenelemente für Obstbäume
Spurenelemente braucht der Baum nur in winzigen Mengen. Ein Mangel entsteht meist nicht, weil sie im Boden fehlen, sondern weil der Baum sie nicht aufnehmen kann, am häufigsten in überkalktem oder ausgetrocknetem Boden.
- Bor fördert die Keimung des Pollens und damit die Befruchtung und den Fruchtansatz. Er unterstützt auch das Triebwachstum und die Frosthärte. Bei Bormangel fallen viele junge Früchte ab, Birnen haben im Fruchtfleisch harte, körnige Stellen, Äpfel braune Flecken in der Schale oder im Fruchtfleisch, die Blätter sind klein, spröde und runzelig, und die Triebspitzen sterben ab. Bor fehlt vor allem auf leichten sauren Böden, auf trockenen Kalkböden und nach zu starkem Kalken.
- Zink braucht der Baum für die Entwicklung von Blättern und Trieben. Am empfindlichsten ist die Birne. Die Blätter im unteren Teil der Jahrestriebe sind blass gefleckt und fallen vorzeitig ab, die Triebe sind schwach und ihre Spitzen sterben ab, die Früchte bleiben klein und verformt. Zinkmangel tritt nach Überkalkung und nach zu starker Phosphordüngung auf.
- Mangan fehlt auf Kalkböden. Die Blätter im unteren Teil der Jahrestriebe vergilben zwischen den Adern, mit weniger scharfem Kontrast als bei Eisenmangel. Empfindlich sind wieder Birnen.
Was tun: Ein Mangel wird mit einem Blattdünger mit dem jeweiligen Element behoben, am besten in Chelatform, nach Etikett. Bor wird zwei- bis viermal zwischen Austrieb und dem Junifruchtfall gespritzt (beim Austrieb, vor der Blüte, nach der Blüte), Zink und Mangan nach der Blüte bis Ende Juli. Bei Bor liegen nötige und schädliche Menge nah beieinander, geben Sie ihn deshalb nur bei nachgewiesenem Mangel, nicht vorbeugend. Dauerhaft helfen die Anpassung des pH-Werts und genug Humus im Boden.
Kupfer bekommen Bäume meist über kupferhaltige Pflanzenschutzspritzungen. Geben Sie es nicht zusätzlich in den Boden, es reichert sich dort an und schadet dem Bodenleben.
Düngen vor der Pflanzung, bei kümmernden und verjüngten Bäumen
- Vor dem Anlegen einer Obstanlage oder Baumreihe den Boden auf der ganzen Fläche 50–60 cm tief vorbereiten: lockern, mit Humus und Nährstoffen anreichern und bei Bedarf den pH-Wert anpassen. Die beste Grundlage ist eine Düngung mit gut verrottetem Mist oder Kompost (Mengen im Artikel Mist als Dünger) oder zwei Jahre Anbau von Klee, Luzerne oder Gräsern. Gute Vorfrüchte sind auch mit Mist gedüngte Kartoffeln und Gemüse. Phosphor, Kalium und Calcium nach Bodenanalyse zugeben und in die ganze gelockerte Schicht einarbeiten.
- Ins Pflanzloch Kompost oder gut verrotteten Mist, mit Erde vermischt, dazu höchstens eine kleine Gabe eines langsam wirkenden organischen Düngers (bei Düngee etwa 1 % des Erdvolumens). Mineraldünger und frischer Mist gehören nicht ins Pflanzloch, und kein Dünger darf direkt an den Wurzeln liegen. Das Vorgehen beim Pflanzen beschreibt der Artikel Bäume pflanzen.
- Ein kümmernder Jungbaum, der nach der Pflanzung mehrere Jahre kaum wächst: zuerst die Ursache beseitigen (Trockenheit, verdichteter Boden, Rasen am Stamm, Wurzelschädlinge). Dann mit organischem Dünger versorgen und die kleine Krone stark zurückschneiden, damit neue kräftige Triebe wachsen.
- Vor dem Verjüngen eines alten Baums ihn schon ein Jahr vorher düngen, am besten mit Kompost oder Mist unter der ganzen Krone. Nach dem Verjüngen braucht der Baum mehrere Jahre eine vielseitige Versorgung, mit Stickstoff aber vorsichtig, weil er die Bildung von Wasserschossen fördert.
Unsere Erfahrung: Bäume, die plötzlich Früchte trugen
In unserem Garten hatten wir Bäume, von denen wir nicht einmal wussten, dass es Obstbäume sind. Früchte zeigten sich erst, als wir begannen, sie regelmäßig mit Düngee zu spritzen. Seitdem spritzen wir alle Bäume und Sträucher auf unserem Hof: im Frühjahr häufig, während der Saison je nachdem, wie die Bäume aussehen.
Das ist kein Wunder, sondern Nährstoffversorgung zum richtigen Zeitpunkt und dort, wo der Baum sie schnell aufnehmen kann. Dieselbe Erfahrung beschreiben uns auch unsere Kunden.
Rudolf Tyburec, Düngee
Erfahrungen von Gärtnern
Wir haben verifizierte Bewertungen von Kunden aus Tschechien ausgewählt, die das Produkt an Bäumen und Sträuchern verwenden. Die Bewertungen sind aus dem Tschechischen übersetzt. Ein Klick auf die Kachel öffnet die Quelle (auf Tschechisch).
„Ich verwende den Dünger schon im 3. Jahr und bin zufrieden. Einen Pfirsichbaum, der aussah, als würde er nicht überleben, habe ich mit Spritzungen aus Dünger und Häutungsresten so gestärkt, dass er jede Menge Pfirsiche trug. Ich nehme den Dünger für alles, die Handhabung ist einfach.“
— Verifizierter Kunde · Bewertung auf hnojik.cz · März 2025Quelle ansehen → Pfirsich und Nektarine nach dem Spritzen★★★★★
„Die Kräuselkrankheit an Pfirsich und Nektarine ist nach dem Spritzen mit dem Dünger fast verschwunden, dazu jede Menge neue, gesunde Blätter. Er hat auch die Zucchini gerettet.“
— Eva Zámečníková · Google-BewertungQuelle ansehen → Pfirsich nach der Anwendung★★★★★
„Ich bin mit dem Dünger zufrieden. Nach der Anwendung ist die Kräuselkrankheit von meinem Pfirsich verschwunden. Und Paprika und Tomaten sind wunderschön.“
— Jarmila Halamová · Google-BewertungQuelle ansehen → Weinreben gespritzt★★★★★
„Ich verwende den Dünger schon ein paar Jahre und bin wirklich zufrieden. Ich habe ihn auch als Spritzung für Weinreben genutzt und hatte Erfolg im Kampf gegen Mehltau.“
— Lenka Pavlásková · Google-BewertungQuelle ansehen → Obstbäume „schnurren vor Wohlbehagen“★★★★★
„Ich bin mit dem Dünger sehr zufrieden. Gemüse, Ziergehölze und Sträucher, Zimmerpflanzen, Obstbäume schnurren vor Wohlbehagen. Ich versuche, Baumkrebs loszuwerden, einige Krebswucherungen sind schon trocken.“
— Zuzana Doležalová · Google-BewertungQuelle ansehen → Rhododendron blüht nach Jahren★★★★★
„Der Dünger ist einfach klasse, meine Blumen und Sträucher lieben ihn! Der Rhododendron hat zum ersten Mal nach X Jahren geblüht.“
— Anna Škopková Čejková · Google-BewertungQuelle ansehen → Obstbäume und Koniferen★★★★★
„Super Dünger, ich verwende ihn im ganzen Garten, für Gemüse, Obst, Obstbäume, Koniferen, alles ist wunderbar gewachsen, die Erdbeeren blühen nach dem Gießen unglaublich, gerade teste ich ihn an im letzten Jahr gekauften Walderdbeeren und Heidelbeeren. Ich nehme ihn für Zimmerpflanzen und Orchideen.“
— Laďka Koníčková · Google-BewertungQuelle ansehen → Pfirsiche und Obstbäume gespritzt★★★★★
„Ich habe 1,4 kg/4 l gekauft und bisher einmal Pfirsiche und andere Obstbäume und Sträucher gespritzt, ich hoffe, das Produkt hält, was die guten Bewertungen versprechen! Ich will damit auch Gemüse, Bäume, Sträucher usw. düngen. Empfohlen hat mir das Produkt ein Gärtner, ein Fachmann mit guten Erfahrungen mit diesem organischen Dünger.“
— Verifizierter Kunde · Bewertung auf hnojik.cz · März 2025Quelle ansehen → Alle Bäume und Sträucher gespritzt★★★★★
„Der Dünger kam blitzschnell an. Für eine Bewertung ist es noch zu früh, aber ich habe mit dem Aufguss alle Bäume und Sträucher gespritzt.“
— Petra Vítovcová · Google-BewertungQuelle ansehen →
Alle Bewertungen bei Google → Bewertungen zum 14-kg-Produkt (CZ) → Bewertungen zum 1,4-kg-Produkt (CZ) →
Die Bewertungen geben Erfahrungen von Kunden wieder. Düngee ist ein organischer Dünger und dient der Nährstoffversorgung von Pflanzen.
Obstbaumdünger im Vergleich
| Dünger | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Mineraldünger (z. B. Blaukorn) | schnelle Wirkung | bei Überdosierung Wurzelschäden, Nährstoffe werden leicht ausgewaschen |
| Mist, Kompost | verbessert den Boden, gut als Mulch unter der Krone | langsamer Start, zum Spritzen ungeeignet |
| Blattdünger (mineralisch) | schnelle Versorgung über das Blatt | nur Ergänzung, bei höherer Konzentration Blattverbrennungen möglich |
| Organischer Dünger Düngee | eine Packung zum Streuen, Gießen und Spritzen, langsame Freisetzung, verbrennt die Wurzeln nicht, weniger als 3 Cent pro Liter Spritzlösung | als Streudünger langsamer als Mineraldünger |
Warum Düngee: organischer Dünger, in Tschechien beim ÚKZÚZ registriert (deklarierte Mindestgehalte N 3 %, P₂O₅ 4 %, K₂O 2,5 %), feine Partikel, mind. 95 % unter 1 mm, die sich gut auslaugen lassen. Auf dem tschechischen Bewertungsportal Heureka 4,9 von 5 bei mehr als 2 700 verifizierten Bewertungen. Die Zusammensetzung finden Sie auf der Seite Zusammensetzung.
Häufige Fragen
Welcher Dünger für Obstbäume?
Bewährt hat sich ein organischer Dünger, der Nährstoffe langsam freisetzt und die Wurzeln nicht verbrennt. Düngee lässt sich zum Streuen und Gießen an die Wurzeln und als Aufguss für die Blattdüngung verwenden, eine Packung reicht so für die ganze Saison.
Wann Obstbäume düngen?
Die Grunddüngung mit organischem Dünger geben Sie spät im Herbst oder im zeitigen Frühjahr, damit der Boden sie bis zum Austrieb umsetzt und der Baum die Nährstoffe zur Verfügung hat, wenn er zu wachsen beginnt. Ab dem Austrieb folgt die Blattdüngung, anfangs ruhig 3–5 Mal pro Woche, später etwa 2 Mal im Monat; mit Stickstoff bis Ende Juni aufhören. Nach der Ernte erneut streuen, damit der Baum Reserven für den Winter hat.
Wie spritze ich Obstbäume mit Düngee?
1 Teelöffel (5 ml) Düngee in 1 Liter Wasser verrühren, ziehen lassen und vor der Anwendung abseihen. Ein Liter reicht für die meisten Bäume in einem normalen Garten.
Wie oft Obstbäume spritzen?
Zu Saisonbeginn, sobald die Blätter austreiben, ruhig 3–5 Mal pro Woche. Die Lösung wird in etwa sechs Stunden aufgenommen, Sie können also am nächsten Tag erneut spritzen. Ist der Baum vital und gut belaubt, genügt etwa 2 Mal im Monat.
Blätter von oben oder von unten spritzen?
Beides. Die meisten Spaltöffnungen liegen bei Laubbäumen auf der Blattunterseite, wo die Lösung am besten aufgenommen wird. Spritzen Sie deshalb von der Seite und von unten in die Krone und danach von oben.
Eignet sich Düngee als Koniferen-Dünger und Thuja-Dünger?
Ja. Über Nadeln werden Nährstoffe langsamer aufgenommen als über Blätter, weil Nadeln eine dicke Wachsschicht haben, aufgenommen werden sie aber trotzdem. Bei Koniferen und Thuja das Spritzen mit Streuen oder Gießen an die Wurzeln unter der ganzen Kronenbreite kombinieren.
Wann ist die beste Zeit zum Spritzen?
Abends oder früh am Morgen, wenn die Blätter länger feucht bleiben. Nicht in der prallen Mittagssonne und nicht kurz vor Regen spritzen. Die Lösung wird in etwa sechs Stunden aufgenommen.
Was kostet die Spritzlösung aus Düngee?
Aus der Packung Düngee 455 g (ca. 1,3 Liter) bereiten Sie rund 260 Liter Spritzlösung zu, also weniger als 3 Cent pro Liter.
Wann sollte man aufhören, Obstbäume mit Stickstoff zu düngen?
Stickstoff gehört in die erste Hälfte der Vegetationszeit, also etwa bis Frühsommer. Später gegebener Stickstoff verlängert das Wachstum, die Triebe reifen bis zum Winter nicht aus und erfrieren, und das Obst lässt sich schlechter lagern. Im Herbst bekommen Bäume vor allem Kalium und Phosphor.
Woran erkenne ich, dass ein Obstbaum mehr Dünger braucht?
Am diesjährigen Zuwachs. Bei tragenden Apfel- und Birnbäumen sollen die Triebe am Kronenrand etwa 25–40 cm lang sein. Kürzere Triebe, kleine Blätter und wenig Blüten zeigen, dass der Baum hungert. Lange, üppige Triebe, die bis zum Winter nicht ausreifen, deuten dagegen auf zu viel Stickstoff hin.
Wie dünge ich einen Obstbaum, der im Rasen steht?
Auf dem Rasen ausgestreuten Dünger nimmt vor allem das Gras. Heben Sie am Kronenrand einen 10–15 cm tiefen Graben aus oder machen Sie eine Reihe Löcher, gießen Sie die Düngerlösung hinein, etwa 10 Liter pro Meter, und schließen Sie ihn nach dem Versickern. Halten Sie rund um den Stamm eine Baumscheibe ohne Gras frei.
Wie dünge ich junge Obstbäume?
Bei der Pflanzung die Erde im Pflanzloch mit Kompost oder gut verrottetem Mist und etwa 1 % Düngee bezogen auf ihr Volumen vermischen. In den Folgejahren spät im Herbst oder im zeitigen Frühjahr eine dünne Schicht unter der Krone verteilen, vor allem am Kronenrand, leicht einarbeiten und angießen; derselbe Aufguss (1 Teelöffel pro Liter Wasser) dient zum Gießen und zum Spritzen beim Austrieb. Mit Stickstoff bis Ende Juni aufhören, damit das Holz bis zum Winter ausreift; nach der Ernte die Bäumchen erneut bestreuen.
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Bildquellen: Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0
