Hecke pflanzen: welche Pflanzen, wie pflanzen und wann schneiden
Hainbuche, Buche, Liguster, Eibe, Thuja oder Kirschlorbeer? Übersicht der Gehölze mit Höhe und Pflanzabstand, Pflanzung Schritt für Schritt und Schnitttermine, die brütenden Vögeln nicht schaden.
Eine Hecke gibt dem Garten Privatsphäre, hält Staub und Straßenlärm ab und bietet Vögeln Platz zum Brüten. Anders als ein Maschendraht- oder Holzzaun wächst sie aber, und deshalb hält sie nur so lange und sieht nur so gut aus, wie Sie das Gehölz gut wählen und schneiden. Entscheidend sind drei Dinge: ob Sie eine Schnitthecke oder eine frei wachsende Hecke möchten, wie hoch sie werden soll und wie viel Zeit Sie ihr widmen können.
Vor- und Nachteile einer Hecke

Vorteile
- Sie schützt einen Garten an der Straße vor Staub, Abgasen und Lärm und verbirgt ihn vor Blicken.
- Die Anschaffung ist oft günstiger als ein Draht- oder Holzzaun, wenn Sie sie selbst pflanzen, und sie sieht besser aus.
- In dichten Sträuchern brüten Singvögel und finden Unterschlupf und Nahrung.
- Sie passt auch innerhalb des Gartens: Eine niedrige Hecke trennt den Nutzgarten vom Wohnbereich oder verdeckt den Kompost.
Nachteile
- Eine Schnitthecke macht Arbeit, sie wird ein- bis zweimal im Jahr geschnitten.
- Ihre volle Funktion erfüllt sie erst nach einigen Jahren, wenn sie die nötige Höhe erreicht hat.
- Sie braucht Platz und nimmt benachbarten Pflanzen Wasser, Nährstoffe und Licht.
- Eine hohe Hecke wirft mehr Schatten, und ein geschlossener Raum erhöht die Gefahr von Bodenfrösten. In einer Frostsenke, in die kalte Luft abfließt, schließen Sie den Garten besser nicht mit einer Hecke ab.
Die Höhe soll zum Garten passen. In einem kleinen Garten genügt meist eine Hecke um 100–120 cm, eine höhere beschattet die Beete schon deutlich. Wo Sie mehr Privatsphäre brauchen, rechnen Sie mit Schatten und setzen Pflanzen an die Hecke, die das nicht stört.
Schnitthecke oder frei wachsende Hecke?
Eine Schnitthecke (Formhecke) lässt sich durch Schnitt auf 30–50 cm Breite halten, deshalb passt sie in kleine Gärten, zu Reihenhäusern und als Ergänzung eines durchsichtigen Zauns. Sie braucht aber regelmäßigen Schnitt und sieht nur gut aus, wenn Sie ihn nicht auslassen.
Eine frei wachsende Hecke ist breiter, braucht mehr Platz und passt in größere Gärten und an den Gartenrand, wo sie in die Landschaft übergeht. Sie muss nicht in einer geraden Reihe stehen und kann aus mehreren Arten bestehen. Sie schmückt mit Blüten (Forsythie, Flieder, Prachtspiere) oder Früchten (Feuerdorn, Zierquitte, Berberitze). Die Arbeit ist geringer: Alle paar Jahre schneiden Sie die ältesten Äste am Boden heraus.
In Stadtgärten passen reich blühende Sträucher, in der Natur und am Wochenendhaus eher unauffälligere heimische Arten wie Weißdorn, Hasel, Hartriegel oder Hundsrose. Mehr dazu im Artikel Blühsträucher.
Heckenpflanzen: Übersicht mit Höhe und Pflanzabstand

Der Pflanzabstand ist die Entfernung zwischen den Pflanzen in der Reihe. Bei Schnitthecken pflanzt man dicht, bei frei wachsenden viel lockerer.
| Heckentyp | Höhe und Pflanzabstand | Geeignete Gehölze |
|---|---|---|
| Beeteinfassung | 30–40 cm, Abstand etwa 20 cm | Buchsbaum (Buxus), niedrige Berberitze, niedrige Zwergmispeln, Kriechspindel, Mahonie (lockerer) |
| Niedrigere Schnitthecke | 100–150 cm, Breite etwa 50 cm, Abstand 25–30 cm | Liguster, Hainbuche, Alpen-Johannisbeere, Thunbergs Berberitze, Schneebeere, Fingerstrauch, Kornelkirsche; von den Nadelgehölzen Eibe und Thuja |
| Höhere Schnitthecke | 150–200 cm und mehr, Breite etwa 80 cm, Abstand 30–50 cm | Feldahorn, Rotbuche, Hainbuche, Weißdorn, Kirschlorbeer, höhere Thujen und Scheinzypressen |
| Niedrigere frei wachsende Hecke | Abstand etwa 50 cm | Rote Sommerspiere (karminrot, VII–IX), Blaue Heckenkirsche (IV–V), Pfeifenstrauch (duftend, V), Deutzie (weiß, V–VI), Zierquitte (rot, IV) |
| Höhere frei wachsende Hecke und Gruppen | Abstand 100–150 cm | Prachtspiere (V–VI), Forsythie (III–IV), Tatarische Heckenkirsche (V), Falscher Jasmin, Weigelie (V–VI), Flieder (V), Zwergmispeln, Hasel, Schmalblättrige Ölweide, Perückenstrauch (VII), Feuerdorn |
Worauf Sie bei den einzelnen Arten achten sollten
- Hainbuche verträgt auch starken Rückschnitt und Schatten, das trockene Laub bleibt oft über den Winter hängen, sodass die Hecke nicht ganz durchsichtig wird. Sie gehört zu den zuverlässigsten Gehölzen für eine Schnitthecke.
- Rotbuche wächst langsamer und gedeiht besser in tiefgründigem, feuchterem Boden. Auch sie behält das trockene Laub über den Winter.
- Liguster ist fast immergrün, anspruchslos und treibt nach dem Schnitt gut wieder aus.
- Eibe ist immergrün, verträgt Schatten und treibt als eines der wenigen Nadelgehölze auch aus altem Holz wieder aus. Sie ist aber giftig und passt nicht an eine Kinderspielecke oder an einen Tierauslauf.
- Thuja (Lebensbaum) verträgt auch einen kräftigeren Schnitt, aus völlig kahlem Holz treibt sie aber nicht wieder aus. Das Braunwerden von Thujen behandelt der Artikel Thuja wird braun.
- Kirschlorbeer ist immergrün, verträgt Halbschatten und wird heute sehr oft für Schnitthecken verwendet. Bei Kahlfrost kann er zurückfrieren.
- Buchsbaum (Buxus) war die klassische Beeteinfassung, wird heute aber großflächig vom Buchsbaumzünsler und von Pilzkrankheiten zerstört. Wenn Sie ihn möchten, rechnen Sie mit regelmäßiger Kontrolle. Als Ersatz für niedrige Einfassungen kommen niedrige Berberitze, Zwergmispel, Kriechspindel oder Stechpalme in Frage.
- Weißdorn wählen Sie mit Bedacht. Er ist Wirtspflanze für den Feuerbrand und eine Reihe von Obstschädlingen und passt nicht in die Nähe eines Obstgartens.
Immergrüne Arten (Buchsbaum, Mahonie, Eibe, Thuja, Kirschlorbeer) bieten das ganze Jahr Sichtschutz. Für den Schatten eignen sich am besten Hainbuche, Feldahorn, Rotbuche, Eibe, Alpen-Johannisbeere und Schneebeere.
Gehölze im Einzelnen: Pflanzabstand und Höhe ohne Schnitt
Die Tabelle nennt Gehölze, die sich als Hecke oder Einfassung bewährt haben, mit empfohlenem Abstand in der Reihe. Die Höhe gilt für eine ungeschnittene Pflanze; bei einer Schnitthecke bestimmen Sie sie durch den Schnitt. Bei Nadelgehölzen ist die Höhe angegeben, die eine Hecke üblicherweise erreicht.
| Gehölz | Abstand (cm) | Höhe (cm) | Standort | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Thunbergs Berberitze ‚Atropurpurea Nana‘ (Berberis thunbergii) | 15–20 | 50 | Sonne–Halbschatten | niedrige Einfassung, rote Blätter |
| Thunbergs Berberitze (Berberis thunbergii) | 20 | 200–300 | Sonne–Halbschatten | dornig, sehr schnittverträglich |
| Japanische Spiere ‚Little Princess‘ (Spiraea japonica) | 20–25 | 75 | Sonne–Halbschatten | niedrige blühende Hecke |
| Gewöhnlicher Buchsbaum (Buxus sempervirens) | 25 | 60 | Sonne–Schatten | immergrün, feuchterer kalkhaltiger Boden |
| Ovalblättriger Liguster (Ligustrum ovalifolium) | 25 | 300 | Sonne–Schatten | anspruchslos |
| Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) | 30 | 250 | Halbschatten | immergrün, lehmiger Boden |
| Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) | 30 | 100–150 | Sonne | blüht Mai–August |
| Böschungsmyrte (Lonicera pileata) | 30 | 30–150 | Sonne–Halbschatten | immergrün, niedrige Hecke |
| Hainbuche (Carpinus betulus) | 35 | 400–500 | Sonne–Schatten | Wurzeln vor dem Pflanzen wässern |
| Feldahorn (Acer campestre) | 40 | 1000–1500 | Sonne–Schatten | auch trockener und kalkhaltiger Boden |
| Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) | 40 | bis 1000 | Halbschatten–Schatten | immergrün, saurer Boden |
| Blut-Johannisbeere ‚Atrorubens‘ (Ribes sanguineum) | 40–50 | 200–400 | Sonne–Halbschatten | blüht April–Mai |
| Prachtspiere (Spiraea × vanhouttei) | 50 | 200–300 | Sonne–Schatten | frei wachsende Hecke, nach der Blüte schneiden |
| Feuerdorn ‚Orange Glow‘ (Pyracantha) | 50 | – | Sonne–Schatten | dornig, rotorange Früchte im Herbst |
| Forsythie ‚Lynwood Gold‘ (Forsythia × intermedia) | 60 | 200–300 | Sonne–Halbschatten | frei wachsende Hecke, blüht März–April |
| Pfeifenstrauch (Philadelphus × virginalis) | 70 | 200–300 | Sonne–Halbschatten | frei wachsende Hecke, alle 2–3 Jahre auslichten |
| Weigelie ‚Bristol Ruby‘ (Weigela) | 75 | 200–300 | Sonne–Halbschatten | frei wachsende Hecke, blüht Mai–Juni |
| Korallenbeere (Symphoricarpos orbiculatus) | 75 | 200–300 | Sonne–Schatten | anspruchslos, schnittverträglich |
| Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) | 80 | 300–500 | Sonne–Schatten | frei wachsende Hecke, kalkhaltiger Boden |
| Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis) | 30 | bis 300 | Sonne–Halbschatten | immergrün, feuchterer Boden |
| Abendländischer Lebensbaum ‚Smaragd‘ | 40 | 300 | Sonne–Halbschatten | schmal, säulenförmig |
| Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) | 40 | 300 | Sonne–Schatten | giftig, treibt auch aus altem Holz aus |
| Becher-Eibe ‚Hicksii‘ (Taxus × media) | 40 | 300 | Sonne–Halbschatten | feuchterer, kalkhaltiger Boden |
| Leylandzypresse (× Cuprocyparis leylandii) | 40 | 300–400 | Sonne–Halbschatten | wächst sehr schnell |
| Lawsons Scheinzypresse ‚Ellwoodii‘ (Chamaecyparis lawsoniana) | 40 | 200 | Sonne–Halbschatten | langsamer, niedrigere Hecke |
Als grobe Regel für Laubsträucher gelten 3–4 Pflanzen pro 1 m Hecke. Heckenpflanzen verbrauchen viel Wasser, weil viele nebeneinander wachsen. Pflanzen Sie sie deshalb in einen flachen Graben oder schütten Sie entlang der Reihe einen Gießrand auf, der Regen- und Gießwasser auffängt. Die fertige Hecke schafft im Windschatten ein günstiges Kleinklima, in dem auch die Pflanzen dahinter besser blühen und tragen. Für eine frei wachsende Blütenhecke eignen sich auch Strauchrosen, zum Beispiel ‚Westerland‘ oder ‚Romanze‘ mit 100–200 cm Abstand (mehr im Artikel Rosen).
Schnell wachsende Hecke
Wer möglichst schnell Privatsphäre möchte, greift zu schnell wachsenden Gehölzen. Dazu gehören vor allem Liguster, höhere Sorten von Thuja und Scheinzypressen und bei den Laubgehölzen Hainbuche und Kirschlorbeer. Langsamer wachsen Rotbuche und Eibe.
Schnelles Wachstum hat aber eine Kehrseite: Eine Hecke, die schnell wächst, muss auch öfter geschnitten werden. Schnell wachsende Nadelgehölze werden zudem leicht so breit, dass Sie sie durch Schnitt nicht mehr zurückholen, weil sie aus altem Holz nicht austreiben. Haben Sie wenig Zeit zum Schneiden, wählen Sie lieber eine langsamere Art und warten zwei, drei Jahre länger.
Die Hecke wird schneller dicht, wenn Sie sie von Anfang an schneiden. Eine ungeschnittene junge Hecke schießt in die Höhe, bleibt unten aber licht.
Hecke pflanzen Schritt für Schritt
- Streifen vorbereiten. Graben Sie einen etwa 1 m breiten Streifen 40–60 cm tief um. Lesen Sie Wurzelunkräuter und große Steine heraus und arbeiten Sie gut verrotteten Mist oder Kompost ein.
- Termin. Laubgehölze pflanzen Sie im Herbst, Nadelgehölze und immergrüne Gehölze im Frühjahr oder im Frühherbst, damit sie bis zum Winter einwurzeln. Containerpflanzen können Sie auch während der Saison setzen, wenn keine Trockenheit und Hitze kommen.
- Pflanzabstand. Laubgehölze für eine Schnitthecke setzen Sie 20–50 cm auseinander in eine Reihe. Schwächer wachsende Arten in zwei Reihen im Dreiecksverband, die Pflanzen benachbarter Reihen also um den halben Abstand versetzt. Nadelgehölze für eine Schnitthecke (Thuja, Eibe, Scheinzypresse) pflanzt man 30–40 cm auseinander, frei wachsende Sträucher je nach Größe der Art 50–150 cm.
- Pflanzung. Breiten Sie die Wurzeln aus, bedecken Sie sie mit feiner Erde, treten Sie an und gießen Sie kräftig. Frei wachsende Sträucher setzen Sie in Pflanzlöcher wie Beerensträucher.
- Rückschnitt nach der Pflanzung. Wurzelnackte Laubgehölze für eine Schnitthecke kürzen Sie auf 15–20 cm über dem Boden ein. Das sieht drastisch aus, aber nur so treibt die Hecke vom Boden aus und wird unten nicht kahl. Frei wachsende Sträucher kürzen Sie um ein Drittel bis die Hälfte. Nadelgehölze nicht einkürzen.
Allgemeine Regeln zur Gehölzpflanzung, einschließlich Größe des Pflanzlochs und Gießen, beschreibt der Artikel Gehölze pflanzen. Wie viel Abstand Sie zur Grundstücksgrenze des Nachbarn halten müssen, finden Sie im Artikel Grenzabstand für Bäume und Hecken.
Hecke schneiden: wann und wie

Erziehungsschnitt in den ersten Jahren. Bei Laubgehölzen kürzen Sie jedes Jahr in der Vegetationsruhe den Neuzuwachs bei starkwüchsigen Arten auf 20 cm und bei schwachwüchsigen auf 10 cm, die Seitentriebe kürzen Sie entsprechend mit. Nadelgehölze schneiden Sie die ersten zwei Jahre gar nicht, dann nur seitlich, bis sie die gewünschte Höhe erreichen. Erst danach schneiden Sie sie auch oben.
Der regelmäßige Schnitt beginnt etwa dann, wenn die Hecke drei Viertel der Zielhöhe erreicht hat.
| Hecke | Wann schneiden |
|---|---|
| Laubhecke (Hainbuche, Rotbuche, Liguster, Berberitze …) | 2× jährlich: Ende Mai bis Anfang Juni und im August; in der Vegetationsruhe ggf. ein Korrekturschnitt |
| Nadelhecke (Thuja, Scheinzypresse, Eibe) | 1× jährlich im August, damit die Schnittwunden bis zum Winter verheilen |
| frei wachsend | kein regelmäßiger Schnitt; alle paar Jahre in der Vegetationsruhe die ältesten Äste am Boden herausschneiden |
Form. Schneiden Sie die Hecke nach einer gespannten Schnur, nicht nach Augenmaß. Unten soll sie 10–20 cm breiter sein als oben, im Querschnitt also trapezförmig. So bekommen die unteren Äste Licht, und die Hecke bleibt bis zum Boden dicht. Eine Hecke, die oben breiter ist als unten, wird mit der Zeit unten durchsichtig.
Rücksicht auf brütende Vögel. Alle wild lebenden Vögel sind geschützt, ihre besetzten Nester dürfen weder beschädigt noch zerstört werden. Nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz sind starke Rückschnitte von Hecken vom 1. März bis 30. September verboten, schonende Form- und Pflegeschnitte sind erlaubt. Die Hauptbrutzeit reicht etwa vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers, also genau in die Zeit des ersten Sommerschnitts. Deshalb:
- Gehen Sie vor dem Sommerschnitt langsam an der Hecke entlang und sehen Sie sie durch. Wo ein Vogel herausfliegt oder Sie ein Nest sehen, lassen Sie den Abschnitt aus und schneiden ihn nach, wenn die Jungen ausgeflogen sind.
- Den Sommerschnitt machen Sie nur als leichten Formschnitt des diesjährigen Zuwachses.
- Starke und verjüngende Schnitte heben Sie sich für die Vegetationsruhe auf, wenn die Vögel nicht brüten.
Düngen und Verjüngen einer lückigen Hecke
Düngen Sie eine Hecke nur, wenn sie schwach wächst, vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung. Reichliche Nährstoffgaben treiben starkwüchsige Arten zusätzlich an, und Sie müssen öfter schneiden. Im Frühjahr genügt Kompost oder organischer Dünger mit langsamer Nährstofffreisetzung. Wie das beim häufigsten immergrünen Heckengehölz geht, beschreibt der Artikel Kirschlorbeer düngen.
Verjüngen. Eine lückige oder vertrocknende Laubhecke verjüngen Sie in der Vegetationsruhe mit einem starken Schnitt ins alte Holz. In der folgenden Saison schneiden Sie die neuen Triebe wiederholt nach, damit sie sich verzweigen und die Hecke wieder dicht wird. Hainbuche, Liguster, Berberitze oder Eibe vertragen einen solchen Eingriff gut. Thuja, Scheinzypresse und die meisten anderen Nadelgehölze treiben aus altem, kahlem Holz nicht aus, bei ihnen schneiden Sie immer nur im benadelten Bereich. Ausführlicher widmet sich der Artikel Sträucher schneiden dem Verjüngen von Sträuchern.
Häufige Fehler
- Kein Rückschnitt nach der Pflanzung. Die Hecke schießt in die Höhe und bleibt unten kahl.
- Hecke oben breiter als unten. Die unteren Äste bekommen kein Licht und vertrocknen.
- Später Schnitt bei Nadelgehölzen. Die Wunden verheilen bis zum Winter nicht, und die Hecke wird im Winter braun.
- Schneiden ohne Kontrolle. Im Juni sind die meisten Nester in den Hecken.
- Überdüngung. Mehr Stickstoff bedeutet mehr Schneiden und weiche Triebe, die schlechter überwintern.
- Hohe Hecke in einer Frostsenke. Die kalte Luft kann nicht abfließen, und die Fröste im Garten werden stärker.
- Hecke direkt an der Grenze. Nach ein paar Jahren wächst sie zum Nachbarn hinüber, und ohne Absprache können Sie sie von seiner Seite nicht schneiden.
Häufige Fragen
Wann schneidet man eine Hecke?
Laubhecken zweimal im Jahr, Ende Mai bis Anfang Juni und im August, Nadelhecken einmal im August. Sehen Sie die Hecke vor dem Sommerschnitt durch, ob darin Vögel brüten. Ein starker Verjüngungsschnitt gehört in die Vegetationsruhe, zwischen 1. März und 30. September ist er nach dem Bundesnaturschutzgesetz nicht erlaubt.
Welche Hecke wächst am schnellsten?
Schnell wachsen Liguster, höhere Sorten von Thuja und Scheinzypressen, von den Laubgehölzen Hainbuche und Kirschlorbeer. Langsamer wachsen Rotbuche und Eibe. Je schneller eine Hecke wächst, desto öfter müssen Sie sie schneiden.
Wie viele Pflanzen pro Meter Hecke?
Bei einer Laub-Schnitthecke pflanzt man 20–50 cm auseinander, also etwa 2–5 Pflanzen pro Meter, bei einer zweireihigen Hecke die doppelte Menge. Nadelgehölze für eine Schnitthecke setzt man 30–40 cm auseinander, frei wachsende Sträucher 50–150 cm.
Welche Hecke passt in den Schatten?
Schatten vertragen Hainbuche, Feldahorn, Rotbuche, Eibe, Alpen-Johannisbeere und Schneebeere, Halbschatten auch Kirschlorbeer. Thuja und Scheinzypressen werden im Schatten licht.
Warum wird die Hecke unten kahl?
Meist, weil sie oben breiter ist als unten und die unteren Äste kein Licht bekommen, oder weil sie nach der Pflanzung nicht eingekürzt wurde. Schneiden Sie die Hecke trapezförmig, unten 10–20 cm breiter. Eine Laubhecke lässt sich mit einem starken Schnitt in der Vegetationsruhe verjüngen.
