Rettich
Schwarzer, weißer und Ölrettich – Anbau, Wirkung und Rezepte
Rettich – pikantes und gesundes Gemüse voller Nährstoffe

Der Rettich ist eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und es gibt mehrere Arten und Sorten, die weltweit angebaut und gegessen werden.
Rettich (Raphanus sativus): Diese Art ist die bekannteste und am häufigsten angebaute. Sie hat runde bis walzenförmige Wurzeln mit dem charakteristisch scharfen Geschmack. Rettiche werden in verschiedenen Farbvarianten angebaut, darunter rote, weiße, violette und schwarze.
Daikon (Raphanus sativus var. longipinnatus): Der Daikon, auch japanischer Rettich genannt, ist ein Rettich mit schlankeren und längeren Wurzeln. Er schmeckt etwas süßer als der gewöhnliche Rettich und wird oft in der asiatischen Küche verwendet.
Schwarzer Rettich (Raphanus sativus var. niger): Diese Sorte hat eine dunkle, fast schwarze Schale und weißes Fleisch. Sie ist in der Volksheilkunde beliebt, der man entgiftende Eigenschaften und eine Unterstützung der Verdauung zuschreibt.
Rettich ist sehr beliebt in der östlichen Küche und wird in frischen Salaten, Saucen, Suppen und als Zutat zu verschiedenen Gerichten verwendet. Er hat eine hervorragende Textur und einen guten Geschmack und bringt eine pikante Note in die Gerichte.
Neben seinem guten Geschmack und der Verwendung in der Küche hat Rettich auch einige gesundheitliche Vorzüge. Er enthält Vitamine, Mineralstoffe und Phytonährstoffe, die Gesundheit und Wohlbefinden unterstützen können. So ist er zum Beispiel reich an Vitamin C, das zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt, und an Antioxidantien, denen eine Schutzwirkung für die Zellen gegenüber freien Radikalen zugeschrieben wird.
Er hat außerdem einen hohen Ballaststoffgehalt, der die Verdauung unterstützt. Er enthält auch Eisen, Kalium und Kalzium, die für das richtige Funktionieren des Körpers wichtig sind.
Rettich anbauen: Aussaat, Gießen und Ernte Schritt für Schritt

Der Anbau von Rettich ist verhältnismäßig einfach und gelingt im Garten, im Beet oder sogar in geeigneten Gefäßen auf dem Balkon oder der Terrasse. Hier einige Schritte, die Ihnen beim Anbau von Rettich helfen:
Sortenwahl: Es gibt viele verschiedene Rettichsorten, die sich in Größe, Form, Farbe und Reifezeit unterscheiden. Wählen Sie eine Sorte, die zu Ihren Vorlieben und den Bedingungen in Ihrem Garten passt.
Bodenvorbereitung: Rettich bevorzugt gut durchlässigen und feuchten Boden. Vor der Pflanzung empfehlen wir, den Boden zu lockern, Unkraut zu entfernen und organisches Material oder Kompost einzuarbeiten, um Nährstoffe und Wasserspeicherung zu verbessern.
Aussaat: Rettichsamen können Sie direkt ins Freiland säen, in Reihen oder in geeignete Gefäße. Der Samen sollte mit einer etwa 1 cm dicken Bodenschicht bedeckt sein. Achten Sie darauf, dass zwischen den Samen genug Platz zum Wachsen bleibt.
Gießen: Rettich braucht regelmäßige Wassergaben, vor allem in Trockenperioden. Achten Sie darauf, dass der Boden stets feucht, aber nicht vollständig wassergesättigt ist. Wassermangel kann den Rettich scharf und bitter machen.
Vereinzeln der Sämlinge: Sobald die Sämlinge auflaufen, können sie zu dicht beieinander stehen. Schneiden oder ziehen Sie überzählige Sämlinge heraus, sodass etwa 5–7 cm zwischen den einzelnen Pflanzen bleiben. Das gibt ihnen genug Platz zum Wachsen und für die Wurzelbildung.
Pflanzenpflege: Halten Sie das Umfeld der Pflanzen unkrautfrei und entfernen Sie regelmäßig trockene oder beschädigte Blätter. Düngen Sie die Pflanzen nach Bedarf nach, um eine ausreichende Nährstoffversorgung sicherzustellen.
Ernte: Rettich wird üblicherweise geerntet, wenn er die gewünschte Größe erreicht hat. Das ist meist etwa 4–6 Wochen nach der Aussaat der Fall, kann sich je nach Sorte aber unterscheiden. Heben Sie die Rettiche behutsam aus dem Boden und entfernen Sie vorsichtig die Blätter. Nach der Ernte können Sie Rettich im Kühlschrank lagern.
Wenn Sie diese Schritte befolgen, sollte Ihnen der Anbau von Rettich gelingen. Denken Sie auch an die regelmäßige Pflege und Kontrolle der Pflanzen, um Problemen vorzubeugen und gesundes Wachstum und eine gute Ernte zu sichern.
Schwarzer Rettich (Raphanus sativus var. niger)

Der schwarze Rettich (Raphanus sativus var. niger) ist eine Rettichsorte mit dunkler, fast schwarzer Schale und weißem Fleisch. Dieses Gemüse hat einen kräftigen und pikanten Geschmack, der es vom gewöhnlichen Rettich unterscheidet. Schwarzer Rettich ist in vielen Küchen der Welt beliebt und wird oft als Zutat in Salaten, Suppen und Saucen oder als Bestandteil traditioneller Gerichte verwendet.
Schwarzen Rettich anbauen: wann säen und wie lagern
Schwarzer Rettich wird anders als die frühen Radieschen erst im Juni und Juli gesät. Bei früherer Aussaat schießen die Pflanzen nämlich rasch in die Blüte und die Wurzel wird holzig. Die Samen kommen etwa 2 cm tief in Reihen mit 30 cm Abstand, nach dem Auflaufen werden die Pflanzen auf einen Abstand von 15–20 cm vereinzelt – die Wurzel des schwarzen Rettichs wird deutlich größer als ein Radieschen.
Ihm bekommt tiefgründiger, durchlässiger und gut bearbeiteter Boden ohne frischen Mist. Das Gießen muss regelmäßig sein: schwankende Feuchte ist die Hauptursache für hohle, holzige und unangenehm scharfe Wurzeln. Von den Nährstoffen schätzt er vor allem Kalium und eine ausgeglichene Stickstoffversorgung – gute Dienste leistet organischer Dünger, zum Beispiel DÜNGEE, vor der Aussaat ins Beet eingearbeitet.
Geerntet wird im Herbst vor den ersten Frösten, in der Regel im Oktober. Die Wurzeln werden vom Laub befreit, abtrocknen gelassen und in feuchtem Sand im Keller bei einer Temperatur um 0–2 °C eingelagert. So bleibt schwarzer Rettich bis ins Frühjahr knackig.
Schwarzer Rettich: Wirkung auf die Gesundheit
Der schwarze Rettich ist für seine möglichen gesundheitlichen Vorzüge und seine Verwendung in der Volksheilkunde bekannt. Er enthält verschiedene Nährstoffe, darunter Vitamin C, Ballaststoffe, Kalium, Kalzium und Eisen. Zu den wichtigsten Eigenschaften, die ihm zugeschrieben werden, gehören:
Entgiftung und Unterstützung der Verdauung: Schwarzer Rettich enthält Enzyme, denen eine Unterstützung der Leber- und Verdauungsfunktion zugeschrieben wird. Diesen Enzymen wird nachgesagt, dem Körper bei der Ausscheidung unerwünschter Stoffe und bei der Verdauung zu helfen.
Antioxidative Eigenschaften: Schwarzer Rettich enthält Phytonährstoffe und Antioxidantien, denen eine Neutralisierung freier Radikale und ein Schutz der Zellen vor oxidativem Stress zugeschrieben wird. Das kann zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.
Unterstützung des Immunsystems: Dank des hohen Vitamin-C-Gehalts kann schwarzer Rettich zur normalen Funktion des Immunsystems beitragen. Vitamin C ist für seine Rolle im Immunsystem bekannt.
Möglicher Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit: Manche Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Verzehr von schwarzem Rettich sich günstig auf Herz und Gefäße auswirken könnte. So könnten die Ballaststoffe und Antioxidantien im schwarzen Rettich zu einem normalen Cholesterinspiegel und einem normalen Blutdruck beitragen.
Beim Verzehr von schwarzem Rettich sollten Sie bedenken, dass sein kräftiger Geschmack für manche Menschen zu intensiv sein kann. Es empfiehlt sich, mit einer kleineren Menge zu beginnen und sich nach und nach an den Geschmack zu gewöhnen.
Schwarzer Rettich: Nebenwirkungen und wer vorsichtig sein sollte
Schwarzer Rettich gilt allgemein als sicheres und gesundes Lebensmittel, manche Menschen können aber negativ darauf reagieren. Hier einige mögliche unerwünschte Wirkungen, die bei einzelnen Personen auftreten können:
Verdauungsbeschwerden: Manche Menschen können nach dem Verzehr von schwarzem Rettich Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, vermehrte Gasbildung oder Durchfall verspüren. Ursache kann der hohe Gehalt an Ballaststoffen und Phytonährstoffen sein, die manchen Personen nicht bekommen. Es empfiehlt sich, vorsichtig vorzugehen und die Menge an schwarzem Rettich schrittweise zu steigern, um herauszufinden, wie Ihr Körper reagiert.
Empfindlichkeit gegenüber Schwefel: Schwarzer Rettich enthält natürliche Schwefelverbindungen, die bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Wenn Sie eine Schwefelallergie oder eine Empfindlichkeit gegenüber schwefelhaltigen Lebensmitteln haben, können Sie nach dem Verzehr von schwarzem Rettich negativ reagieren. In diesem Fall meiden Sie schwarzen Rettich besser oder sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wechselwirkungen mit Medikamenten: Schwarzer Rettich enthält Stoffe namens Glucosinolate, die die Wirkung mancher Medikamente beeinflussen können. Wenn Sie Medikamente einnehmen, ist es immer am besten, mögliche Wechselwirkungen zwischen schwarzem Rettich und Ihren Medikamenten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke zu besprechen.
Wichtig ist: diese unerwünschten Wirkungen tretennicht bei allen Menschen auf und Reaktionen auf Lebensmittel können individuell sein. Wenn Sie Bedenken haben oder zu Allergien neigen, sollten Sie eine Ärztin, einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft hinzuziehen, bevor Sie schwarzen Rettich in Ihren Speiseplan aufnehmen.
Schwarzer Rettich Rezepte: Salat, gebackener Rettich und Dip

Salat mit schwarzem Rettich:
- Raspeln Sie den schwarzen Rettich in feine Streifen.
- Geben Sie geschnittene Karotte, Gurke und Tomaten dazu.
- Geben Sie fein gehackte Petersilie und Koriander dazu.
- Bereiten Sie ein Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zu.
- Vermengen Sie alle Zutaten und lassen Sie den Salat vor dem Servieren im Kühlschrank durchziehen.

Gebackener schwarzer Rettich:
- Schälen Sie den schwarzen Rettich und schneiden Sie ihn in dünne Scheiben.
- Heizen Sie den Backofen auf 200 °C vor.
- Legen Sie die Rettichscheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech.
- Beträufeln Sie sie mit Olivenöl und bestreuen Sie sie nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Kräutern (z. B. Rosmarin, Thymian).
- Backen Sie sie etwa 15–20 Minuten, bis die Rettichscheiben weich werden und goldene Farbe annehmen.
- Servieren Sie sie als Beilage oder als Bestandteil verschiedener Gerichte.

Dip aus schwarzem Rettich:
- Vermischen Sie fein geriebenen Rettich mit Naturjoghurt (oder Schichtkäse).
- Geben Sie fein gehackte Petersilie und Schnittlauch dazu.
- Geben Sie eine Prise Salz, Pfeffer und nach Geschmack auch Zitronensaft für eine erfrischende Note dazu.
- Gut verrühren und mit frischem Brot, Gemüse oder als Dip zu Ihren Lieblingssnacks servieren.
Weißer Rettich: milder Geschmack und knackiges Fleisch

Der weiße Rettich (Raphanus sativus var. sativus) ist eine Rettichsorte mit weißer Schale und weißem Fleisch. Er hat einen milden, leicht süßlichen Geschmack und eine knackige Textur. Dieses Wurzelgemüse ist wegen seiner Frische und seines Nährstoffgehalts beliebt. Es ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen, was zu seinem Nährwertprofil beiträgt.
Daikon – der japanische weiße Rettich
Der Daikon (Raphanus sativus var. longipinnatus) ist der bekannteste weiße Rettich der asiatischen Küchen. Von unserem Gartenrettich unterscheidet er sich vor allem in der Form: er bildet eine lange walzenförmige Wurzel, die üblicherweise 20–40 cm lang wird und über ein Kilogramm wiegen kann. Sein Geschmack ist der mildeste aller Rettiche – nur leicht pikant und etwas süßlich.
In der Küche wird Daikon roh in Salate geraspelt, in Essigsud eingelegt, in Suppen gedünstet oder zu koreanischem Kimchi verarbeitet. Bei uns wird er wie schwarzer Rettich im Juni bis Juli in tiefgründigen, lockeren und steinfreien Boden gesät – sonst gabelt sich die Wurzel.
Weißer Rettich Wirkung: Ballaststoffe, Vitamin C und Entgiftung
Dem weißen Rettich (Raphanus sativus var. sativus) werden mehrere mögliche gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben. Hier einige davon:
Hoher Ballaststoffgehalt: Weißer Rettich ist reich an Ballaststoffen, die für eine gesunde Verdauung wichtig sind. Ballaststoffe helfen, Verdauungsproblemen wie Verstopfung vorzubeugen, und unterstützen eine regelmäßige Verdauung.
Enthält Vitamine und Mineralstoffe: Weißer Rettich ist eine Quelle verschiedener Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C, Vitamin B6, Kalium, Kalzium und Magnesium. Diese Nährstoffe sind wichtig für das richtige Funktionieren des Körpers, des Immunsystems und für die Knochengesundheit.
Antioxidantien: Weißer Rettich enthält außerdem Antioxidantien wie Flavonoide und Vitamin C, denen ein Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und freien Radikalen zugeschrieben wird. Diesen Stoffen wird auch eine Rolle für das allgemeine Wohlbefinden nachgesagt.
Unterstützung der Entgiftung: Dank seines Gehalts an Ballaststoffen und Wasser kann weißer Rettich den Körper bei der Ausscheidung unerwünschter Stoffe unterstützen. Auch den natürlichen Enzymen im weißen Rettich wird eine Unterstützung der Leberfunktion zugeschrieben, die das wichtigste Organ für die Entgiftung ist.
Möglicher Nutzen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit: Weißer Rettich enthält Stoffe namens Glucosinolate, die mit möglichen Vorteilen für Herz und Gefäße in Verbindung gebracht werden. Glucosinolaten wird nachgesagt, zu einem normalen Cholesterinspiegel und einem normalen Blutdruck beitragen zu können.
Weißer Rettich in der Küche
Weißer Rettich ist ein hervorragendes Gemüse, das verschiedene Möglichkeiten in der Küche bietet. Hier einige Arten, wie Sie weißen Rettich in Ihren Rezepten verwenden können:
Roher weißer Rettich im Salat: Weißer Rettich hat eine frische und knackige Textur, die sich hervorragend für Salate eignet. Raspeln Sie ihn in dünne Scheiben oder Streifen und geben Sie ihn in Gemüse- oder Obstsalate. Weißer Rettich verleiht dem Salat eine pikante und erfrischende Note.
Beilage zum Essen: Schneiden Sie weißen Rettich in dünne Scheiben und servieren Sie ihn als Beilage zu Hauptgerichten. Sie können ihn gebraten, gedünstet oder einfach gekocht reichen. Er ergänzt Ihr Essen um eine pikante und schmackhafte Komponente.
In Sandwiches und Wraps: Schneiden Sie weißen Rettich in dünne Scheiben und geben Sie ihn in Sandwiches, Wraps oder Baguettes. Er bringt eine pikante Note und eine knackige Textur, die Ihre Sandwiches beleben.
Marinaden und Saucen: Weißen Rettich können Sie auch in Marinaden und Saucen verwenden. Raspeln oder pürieren Sie ihn und geben Sie ihn in eine Marinade für Fleisch oder Gemüse. Sie können auch einen erfrischenden Dip oder eine Sauce mit weißem Rettich als Hauptzutat zubereiten.
Gekochter oder gebackener weißer Rettich: Weißen Rettich können Sie als eigenständiges Gericht kochen oder backen. Schneiden Sie ihn in Scheiben und garen oder backen Sie ihn weich. Sie können ihn mit Kräutern, Gewürzen oder Zitronensaft abschmecken, um den Geschmack abzurunden.
Weißer Rettich ist ein tolles Gemüse, das Sie für eine pikante Note und seinen Nährwert in viele Rezepte geben können. Trauen Sie sich zu experimentieren und entdecken Sie neue Arten, weißen Rettich in Ihrer Küche zu verwenden.
Weißer Rettich Rezepte: Salat, Suppe und Gemüserollen

Der weiße Rettich (Raphanus sativus var. sativus) ist eine weitere interessante Rettichsorte. Er hat eine helle Schale und weißes Fleisch, das im Vergleich zu anderen Rettichen mild und leicht süßlich ist. Weißer Rettich hat außerdem eine Reihe gesundheitlicher Vorzüge und ist eine tolle Zutat für verschiedene Gerichte. Hier einige Rezepte, die Sie ausprobieren können:
Salat mit weißem Rettich:
- Raspeln Sie den weißen Rettich in dünne Scheiben oder Streifen.
- Geben Sie in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel und grüne Paprika dazu.
- Geben Sie gehackte Petersilie, Brennnessel oder andere Kräuter nach Ihrem Geschmack dazu.
- Bereiten Sie ein Dressing aus Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer zu.
- Vermengen Sie alle Zutaten und lassen Sie den Salat vor dem Servieren im Kühlschrank durchziehen.

Suppe mit weißem Rettich:
- Raspeln Sie den weißen Rettich und den Sellerie in feine Streifen.
- Braten Sie in einer Pfanne fein geschnittene Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl an.
- Geben Sie den geraspelten weißen Rettich und den Sellerie dazu und braten Sie sie kurz mit an.
- Gießen Sie Gemüsebrühe an und kochen Sie alles, bis das Gemüse weich ist.
- Würzen Sie nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Thymian oder Petersilie.
- Servieren Sie die Suppe warm und garnieren Sie sie mit frischen Kräutern.

Gemüserollen mit weißem Rettich:
- Schneiden Sie den weißen Rettich in dünne Scheiben.
- Braten Sie in einer Pfanne geschnittene Karotte, Zucchini und Paprika an.
- Bereiten Sie eine Sauce aus Sojasauce, Honig, Senf und Olivenöl zu.
- Vermischen Sie das angebratene Gemüse mit der Sauce.
- Geben Sie auf jede Scheibe weißen Rettich etwas Gemüsemischung und rollen Sie sie ein.
- Servieren Sie die Gemüserollen als schmackhaftes und gesundes Mittagessen oder leichtes Abendessen.
Hederich (Raphanus raphanistrum): der wilde Ackerrettich

Der Hederich (Raphanus raphanistrum) ist eine wild wachsende Art der Gattung Raphanus und mit den Kultursorten des Rettichs verwandt. Dieser wilde Ackerrettich kommt weltweit vor und gilt oft als Unkraut, weil er in landwirtschaftlichen Flächen konkurrieren kann.
Der Hederich hat eine ähnliche Struktur wie der Kulturrettich. Er bildet eine Wurzelknolle, Blätter und Blüten. Gegenüber den Kultursorten hat der wilde Ackerrettich allerdings kleinere, weniger schmackhafte und oft bittere Wurzeln.
Obwohl der Hederich nicht denselben kulturellen Wert hat wie die angebauten Sorten, besitzt er einige interessante Eigenschaften. So sind die Samen des Hederichs zum Beispiel essbar und können in der Lebensmittelverarbeitung als Gewürz oder zur Ölgewinnung genutzt werden. Auch die Blätter dieser Pflanze werden manchmal in Salaten oder gekocht als Gemüse verwendet.
In der Natur kann der Hederich einige ökologische Vorzüge haben. Er ist bekannt für seine Fähigkeit, sich schnell auszubreiten und den Boden zu bedecken, was im Kampf gegen Bodenerosion helfen kann. Er dient außerdem als Nahrungsquelle und Lebensraum für Bestäuber und Vögel.
Obwohl der Hederich einen gewissen Nutzen hat, sollte man sich bewusst machen, dass es sich um eine wild wachsende Pflanze handelt und ihr Verzehr mit Vorsicht erfolgen sollte. Vor dem Verzehr einer wild wachsenden Pflanze sollte man ihre Sicherheit und Eignung für den menschlichen Verzehr überprüfen.
Ölrettich: Anbau für Samen, Öl und Gründüngung

Der Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiferus) ist eine Rettichsorte, die wegen ihrer Samen angebaut wird, die reich an Öl sind. Diese Sorte ist auch als Ölrettich oder Rettich zur Ölgewinnung bekannt. Die Samen des Ölrettichs haben einen ausgeprägten Geschmack und werden vor allem zur Ölgewinnung genutzt; das Öl wird breit in der Küche verwendet.
Der Ölrettich hat kleinere und längere Wurzeln als die Kultursorten des Rettichs, weil die Aufmerksamkeit stärker den Samenständen und der Samenproduktion gilt. Die Samen des Ölrettichs sind reich an Öl, das zum Kochen, Backen und für Salatdressings verwendet wird. Öl aus Ölrettich hat einen typisch kräftigen, würzigen und scharfen Geschmack.
Anzumerken ist, dass sich der Ölrettich von den Kultursorten des Rettichs unterscheidet, die üblicherweise als Gemüse gegessen werden. Der Ölrettich wird eher zur Öl- und Samenproduktion angebaut und deshalb in der Küche gewöhnlich nicht als frisches Gemüse verwendet. Bei uns ist er außerdem als Pflanze zur Gründüngung verbreitet: er deckt den Boden schnell, lockert ihn mit seiner tiefen Wurzel und friert über den Winter ab.
Gemüse und Rettich mit organischem Dünger düngen
Rettich ist ein schnell wachsendes Wurzelgemüse, dem eine ausgeglichene Nährstoffversorgung besser bekommt als eine einmalige starke Gabe. Der organische Universaldünger DÜNGEE lässt sich auf drei Arten anwenden:
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Sie können beim Pflanzen einen Teelöffel DÜNGEE unter jede Jungpflanze geben.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder sprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug ein (Sie können auch ungesiebt aus der Kanne über die Blätter gießen).
Ausführlicher ist das Vorgehen für die einzelnen Arten im Artikel Düngung – Gemüse und im Leitfaden Gemüseanbau im Garten beschrieben.
Häufige Fragen: Rettich
Was ist der Unterschied zwischen Rettich und Radieschen?
Es handelt sich um dieselbe Art (Raphanus sativus), sie unterscheiden sich aber in Größe und Kulturdauer. Radieschen sind klein, werden nach 4–6 Wochen geerntet und ab dem Frühjahr gesät. Der Rettich bildet eine deutlich größere Wurzel, wächst mehrere Monate, und die weißen wie die schwarzen Sorten werden erst im Sommer für die Herbsternte gesät.
Wann sät man schwarzen Rettich?
Im Juni bis Juli. Bei einer Frühjahrsaussaat schießen die Pflanzen in die Blüte und die Wurzel wird holzig. Geerntet wird im Oktober vor den ersten Frösten.
Warum ist Rettich hohl und zu scharf?
Am häufigsten liegt es an unregelmäßigem Gießen und einem zu dichten Bestand. Der Boden soll gleichmäßig leicht feucht sein und die Pflanzen auf den empfohlenen Abstand vereinzelt; Trockenheit im Wechsel mit kräftigem Gießen macht die Wurzeln hohl, holzig und scharf.
