Steingartenpflanzen: Anbau, Pflanzung und Vermehrung, Überblick der Arten für den Steingarten
Von der Wahl des richtigen Standorts für den Steingarten bis zur Vermehrung über Stecklinge und Aussaat – alles, was Sie über Steingartenpflanzen wissen müssen. Mit einem Überblick der beliebtesten Arten samt Standortansprüchen.
Was Steingartenpflanzen sind und warum man sie pflanzt

Steingartenpflanzen, die wir im Fachhandel bekommen, sind ausdauernde Pflanzen überwiegend hochgebirgigen Ursprungs, durch langjährige Kultur an unser Klima angepasst, sodass wir sie in unseren Steingärten mit Erfolg kultivieren können.
Selbstverständlich hat jede Art beziehungsweise Sorte eigene Ansprüche an die Umgebung, die wir ihr bieten müssen, damit sie ihr charakteristisches Aussehen behält. Würden wir zum Beispiel Edelweiß — Leontopodium alpinum, das magere kalkhaltige Böden verlangt, in gedüngte Erde pflanzen, würde es üppig wachsen, seine typische silbrige Färbung verlieren, und auch seine Blüten wären nicht mehr typisch.
Steingartenpflanzen sind als gestalterisches Element sehr gefragt, denn wir bepflanzen mit ihnen nicht nur Steingärten, sondern viele von ihnen lassen sich auch für andere Zwecke einsetzen. Wir ergänzen mit ihnen zum Beispiel Dauerbepflanzungen von Pflanzgefäßen, um sie mit den schönen Blütenfarben zu beleben, und wir nutzen sie überall dort, wo wir Flächen mit einem niedrigen, teppichartigen Bewuchs begrünen wollen.
Einen Steingarten richtig anlegen und den Standort wählen

Weil wir mit Steingartenpflanzen häufig Steingärten bepflanzen, sollten wir die wichtigsten Grundsätze kennen, mit deren Einhaltung wir ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen.
Die richtige Wahl des Standorts für den Steingarten ist die vorrangige Aufgabe. Dort, wo sich ein welliges Gelände geradezu anbietet, ist es einfach. In einem solchen Fall muss man den Steingarten nur noch natürlich an die übrigen Pflanzungen anschließen. In einem ebenen Garten lässt sich ein Steingarten anlegen, indem wir durch eine passende Geländemodellierung einen entsprechenden Raum schaffen, doch das ist eine anspruchsvolle Arbeit, denn der Gesamteindruck muss natürlich wirken und die Gestaltung soll sich in die ganze Komposition des Gartens einfügen, sie darf nicht unnatürlich und fremd wirken. Deshalb ist es manchmal günstiger, mithilfe flacher Steine, die wir wie Trittsteine in den Boden einlassen, einen ebenen Steingarten anzulegen oder an geeigneter Stelle eine Trockenmauer zu bauen, in der sich Steingartenpflanzen sehr gut behaupten. Für die Bepflanzung einer Trockenmauer wählen wir Arten und Sorten nach der Besonnung der Mauer. Mit Steingartenpflanzen lassen sich auch ein ganzer Travertinstein, ein Holztrog oder ein Pflanzgefäß bepflanzen. Steingartenpartien sind sehr wirkungsvoll. Vom zeitigen Frühjahr an bereichern sie den Garten mit einer Fülle von Blüten, und auch im Spätsommer, wenn die Blüten weniger werden, verlieren Steingärten ihren Reiz nicht. Unter den Steingartenpflanzen gibt es Arten mit unterschiedlichen Grüntönen, silbrig, rot, gelb oder leuchtend grün belaubte Arten, sodass wir mit einer passenden Kombination dieser Arten eine wirkungsvolle Farbwirkung erzielen. Und zur Wirkung tragen auch die verschiedenen Wuchsformen dieser Pflanzen bei, gegebenenfalls interessante verblühte Blütenstände oder schön gefärbte Früchte.
In einen Steingarten, der keine Sammlung ist, sondern Zierzwecken dienen soll, pflanzen wir nicht nur einzelne Pflanzen in kurzen Abständen, denn so entstünde ein Farbchaos, sondern wir bepflanzen mit den einzelnen Arten größere Flächen, die markant wirken und den nötigen Farbeffekt auch auf größere Entfernung erzeugen.
Ein Steingarten kann die Dominante des Gartens sein, aber auch ein passendes ergänzendes Gestaltungselement. Mit Steingartenpflanzen lassen sich interessante Pflanzungen in Atriumgärten anlegen, Pflanzgefäße mit Steingartenpflanzen können wir auf Terrassen, Balkonen, Flachdächern und Ähnlichem aufstellen. Steingartenpflanzen sind wirklich dankbares Pflanzenmaterial.
Standortansprüche der Steingartenpflanzen – Sonne, Halbschatten und Schatten

Steingartenpflanzen kultivieren
Steingartenpflanzen sind Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen an Besonnung, Boden, Feuchtigkeit, Überwinterung und Ähnliches. Aus ihrem reichen Sortiment können wir passende Arten für volle Sonne bis pralle Hitze, für den Halbschatten und für ganz beschattete Partien auswählen. Dazu lassen sich noch einige Staudenarten zählen, die durch ihren Habitus und weitere Eigenschaften gute Begleiter typischer Steingartenpflanzen sind und die wir für Pflanzungen im Steingarten häufig verwenden.
Die überwiegende Mehrheit der Steingartenpflanzen und der für Steingärten geeigneten Stauden verträgt volle Sonne, und nur an einem solchen Platz blühen diese Arten am besten und sind typisch gefärbt. Doch längst nicht alle von ihnen vertragen dabei Trockenheit. In ihren natürlichen Bedingungen haben sie auch bei starker Sonneneinstrahlung ein ausreichend feuchtes Kleinklima. Es gibt jedoch auch Arten und Sorten, die zum Beispiel Eberwurz, Hornkraut, Fetthennen, Strohblume, Edelweiß, Bohnenkraut, Hauswurz, Thymian, Silberrainfarn, Dost, Lavendel, Habichtskraut, Sonnenröschen, Gipskraut, Kugelblume, einige Nelken, Glockenblumen — Campanula cochleariifolia, C. garganica C. poscharskyana, C. tridentata, Tragant, Igelsame Azorella trifurcata, Hundskamille, Schafgarbe und weitere. Wie man sieht, ist das eine reiche Auswahl, sodass wir auch unter extremen Bedingungen anmutige und abwechslungsreiche Partien schaffen können.
Ebenso lassen sich halbschattige bis beschattete Flächen, die oft unansehnlich sind, weil wir die passenden Arten zu ihrer Belebung nicht kennen, mit sehr interessanten Pflanzen bepflanzen. Hier bewähren sich zum Beispiel Elfenblume, Leberblümchen, Thymian, Aronstab, Haselwurz, Waldmeister, Astilbe, Schaumkresse, Sterndolde, Christrose, Funkie, Houstonie, Zwillingsblatt, Nabelnüsschen, Steinbrech, Golderdbeere und Wulfenie.
Die Bodenansprüche der Steingartenpflanzen sind vielfältig. Manche verlangen humose Böden, andere sandige oder lehmige, meist sind sie jedoch nährstoffanspruchslos. Auch was die Bodenreaktion angeht, gibt es Arten, die eine saure Bodenreaktion brauchen, kalkmeidende Arten, Arten, die einen Kalkgehalt im Boden verlangen, und so weiter. Zu den kalkliebenden Arten gehören zum Beispiel Igelsame, Schafgarbe, Gänsekresse, Tragant, einige Glockenblumen — Campanula aucheri, C. carpatica, C. cochleariifolia, C. raineri, C zoysii, Eberwurz, Flockenblume, Hornkraut, einige Nelken — Dianthus alpinus, D. gratianopolitanus, D. plumarius, Edelweiß und viele weitere. Kalkmeidend sind Mannsschild — Androsace carnea ssp. laggeri, Grasnelke, die Glockenblumen Campanula barbata, C. pulla, Tränendes Herz, Enziane — Gentiana farreri, G. frigida, G. sino-ornata, Nelkenwurz, Kresse, Gauklerblume Mazus, Vergissmeinnicht, Primeln — Primula hirsuta, P. minima, P. rosea, Küchenschelle, Steinbrech — Saxifraga oppositifolia, S. cotyledon, Fetthenne, Wulfenie und weitere.
Ähnlich verhält es sich mit den Feuchtigkeitsansprüchen. Da Steingartenpflanzen jedoch meist flach wurzeln, ist es kein Problem, ihren Wasserbedarf durch Bewässerung zu decken. In trockenen Perioden kommen wir oft mit täglichem Besprühen aus.
Steingartenpflanzen pflanzen und den Steingarten pflegen: wann pflanzen und womit düngen

Pflanzung und Pflege
Vor dem Pflanzen von Steingartenpflanzen und weiteren Arten der Stauden, die sich für die Kultur im Steingarten eignen, also nachdem wir das Gelände für den Steingarten vorbereitet, Unkraut gründlich entfernt, die Steine gesetzt und die nötige Zeit haben verstreichen lassen, damit sich die Erde ausreichend gesetzt hat, bereiten wir noch je nach den zu pflanzenden Arten und Sorten die nötigen Erdmischungen vor. Wir mischen die einzelnen Komponenten im passenden Verhältnis und können ans Werk gehen. Steingartenpflanzen pflanzen wir entweder im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Wenn sie in Töpfen oder Containern vorkultiviert sind, können wir die Pflanzzeit im Frühjahr wesentlich verlängern. Wir setzen Steingartenpflanzen nach ihren Ansprüchen an die Besonnung; an der passenden Stelle heben wir mit der Pflanzkelle ein Loch aus, setzen die Pflanze mit dem Wurzelballen ein, füllen mit der geeigneten Erdmischung auf, drücken an und gießen nach dem Pflanzen gründlich. Wenn wir schon in der späteren, sonnigen Frühjahrszeit pflanzen, schattieren wir die Pflanzen einige Tage, damit sie schneller anwachsen und einwurzeln. Danach lockern wir nur noch vorsichtig den Boden und entfernen Unkraut, bis sich der Bewuchs der Steingartenpflanze schließt und so das Durchwachsen von Unkräutern verhindert. Pflanzungen von Steingartenpflanzen ergänzen wir durch weitere Arten — Zwiebel- und Knollenpflanzen, Gehölze, Gräser, Farne, Wasser- und Sumpfflächen bepflanzen wir mit den entsprechenden Arten der Wasser- und Sumpfflora. Steingärten können, wenn sie mit Pflanzen in stimmigen Farbkombinationen, mit schöner Belaubung, mit Gefühl und ästhetischer Absicht bepflanzt sind, in bestimmten Zeiten die exponiertesten Partien des Gartens sein.
Beim Bepflanzen eines Steingartens ist es überhaupt nicht wichtig, wie seltene Pflanzen wir wählen, sondern wie wir auch ganz gewöhnliche Arten aufeinander abzustimmen vermögen, damit der Gesamteindruck wirkungsvoll ist.
Steingartenpflanzen sind nährstoffanspruchslos, und ein überdüngter Steingarten verliert das Wertvollste — den gedrungenen, kompakten Wuchs und die typische Blattfärbung. Gedüngt wird deshalb sparsam und nur im Frühjahr, wenn der Bewuchs auszutreiben beginnt.
Am besten eignet sich ein langsam wirkender organischer Universaldünger, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt und zugleich das Bodenleben zwischen den Steinen belebt. Schnell lösliche Mineraldünger mit hohem Stickstoffanteil taugen für den Steingarten nicht: Die Pflanzen treiben danach weiche Triebe, die Polster fallen auseinander und überwintern schlechter. Richtwerte für Staudenpflanzungen finden Sie in der Tabelle Dosierung, bei Steingartenpflanzen halten Sie sich an die untere Grenze.
Eine Ausnahme sind Arten, die magere Böden geradezu verlangen — Edelweiß, Beifuß, Katzenpfötchen oder Grasnelke wachsen an gedüngter Stelle in die Höhe und verlieren ihr silbriges Aussehen. Ihnen genügt es, beim Pflanzen etwas Kompost einzuarbeiten, danach werden sie überhaupt nicht mehr gedüngt.
Steingartenpflanzen durch Aussaat vermehren – Samen und Keimung

Vermehrung
Die Vermehrung von Steingartenpflanzen lässt einen in die Tiefen des Pflanzenlebens blicken. Bei den meisten Arten ist das keine so schwierige Arbeit, wie viele Uneingeweihte meinen, denn diese Pflanzen sind zäh, genügsam, abgehärtet und anpassungsfähig. Es gibt allerdings Arten und Sorten, deren Vermehrung mühsam ist und auch bei Einhaltung aller gärtnerischen Grundsätze keinen Erfolg garantiert; gelingt sie jedoch, sind sie ein wertvolles Tauschgut — man bekommt dafür wieder irgendeine Rarität.
Weil die Auswahl der Arten im Kapitel „Steingartenpflanzen" um Stauden erweitert ist, die keine typischen Steingartenpflanzen sind, aber im Steingarten üblicherweise kultiviert werden, kommen sie auch im Abschnitt über die Vermehrung zur Sprache.
Am einfachsten und natürlichsten vermehren sich Steingartenpflanzen und Stauden durch Aussaat von Samen. Es dauert zwar etwas länger als die Vermehrung über Ausläufer, doch am Ende bekommen wir viel kräftigere Pflanzen. Bei manchen Arten dauert die Keimzeit recht lange, andere Samen keimen sehr schlecht, die Sämlinge (vor allem vieler Hybriden) sind ziemlich variabel; hier müssen wir abwägen, ob nicht eine andere Vermehrungsart angebracht wäre. Manche Arten müssen gleich nach der Reife ausgesät werden, andere Samen müssen zuerst stratifiziert werden, weil sie nach der vollständigen Reife nur sehr schlecht keimen, doch die meisten Samen gewöhnlicher Arten und Sorten von Steingartenpflanzen keimen ganz leicht und zuverlässig. Besonders vorteilhaft ist die Vermehrung durch Aussaat bei den ursprünglichen Wildarten der Steingartenpflanzen.
Die geeignetste Zeit für die Aussaat der meisten Stauden, und damit auch der Steingartenpflanzen, ist das Ende des Winters oder das zeitige Vorfrühjahr. Wir säen in ein halbwarmes oder kaltes Frühbeet, in Kästen, Kisten, Schalen, Töpfe und auch direkt ins Beet ins Freiland. Die passende Methode wählen wir nach den Ansprüchen der einzelnen Arten und nach der Samenmenge. Am einfachsten ist die Aussaat ins Freiland; so werden alle gewöhnlichen, gut widerstandsfähigen Arten der Steingartenpflanzen ausgesät. Wir müssen nur die Samen und die keimenden Pflänzchen in angemessener Feuchtigkeit in lockerem, unkrautfreiem Boden halten. Wenn wir die dicht aufgelaufenen Pflanzen rechtzeitig vereinzeln, entwickeln sich die Sämlinge bald zu kräftigen Exemplaren, sodass man sie früh direkt an ihren Platz umsetzen kann. Noch vor der Aussaat müssen wir uns jedoch mit den grundlegenden Ansprüchen der einzelnen Pflanzenarten an Boden und Pflege vertraut machen. Den meisten gewöhnlichen Arten sagt gesiebte, lockere, unkrautfreie, angemessen feuchte Frühbeeterde oder auch abgelagerte Rasenerde mit einem Zusatz von Sand, Torf oder Moorbeeterde zu. Wenn wir in Schalen, Kästen, Kisten oder Töpfe säen, dürfen wir eine gute Dränage nicht vergessen, die einen zuverlässigen Abfluss des überschüssigen Wassers gewährleistet. Die Erdschicht soll mindestens 10—15 cm hoch sein; vor der Aussaat drücken wir die Oberfläche mit einem Brettchen leicht an. Kasten oder Schale decken wir mit einer Glasscheibe ab und lassen die Erde einige Tage sich setzen.
Dann können wir bereits mit der eigentlichen Aussaat beginnen — entweder in Reihen oder in Quadraten; ist die Samenmenge größer und das Gefäß kleiner, säen wir auf der ganzen Fläche. Dabei dürfen wir nicht vergessen, die einzelnen Arten voneinander gebührend abzutrennen, etwa mit Brettchen, Stäbchen und Ähnlichem, und sie auch mit Namen zu beschriften. Gröbere Samen drücken wir nach der Aussaat etwas kräftiger an als feine Samen und überstreuen sie leicht mit gesiebter Erdmischung oder nur mit einer dünnen Sandschicht. Die feinsten Samen decken wir dann gar nicht mit Erde ab und drücken sie nur vorsichtig mit dem Brettchen an.
Bei der Winter- und Vorfrühjahrsaussaat lassen wir die Samen zuerst draußen durchfrieren, das ist besonders wichtig für Pflanzen gebirgigen Ursprungs, denn es wirkt sich günstig auf ein leichteres und gleichmäßigeres Auflaufen aus. Erst danach stellen wir die Schalen oder Kästen ins kalte Frühbeet. Für ein erfolgreiches Auflaufen braucht es eine sorgfältige und regelmäßige Bewässerung des Bodens nach Bedarf. Wenn wir während der Keimzeit das Gießen vergessen und die obere Bodenschicht austrocknet, laufen in der Regel viele Pflänzchen nicht auf, vor allem bei Arten mit feinen Samen. Auch eine übermäßige Wassermenge ist in diesem Entwicklungsstadium jedoch nicht erwünscht, denn die Samen verkleben miteinander, haben wenig freien Raum und werden obendrein noch von Schimmelpilzen befallen. Deshalb gießen wir Aussaaten niemals mit dem Schlauch, sondern immer lieber mit einer Gießkanne mit feiner Brause oder mit einer Handsprühflasche.
Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, gönnen wir den Pflanzen ausreichend Licht und Luft, setzen sie jedoch bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie gebührend erstarkt sind, keiner prallen Sonne aus. Nach dem Auflaufen können wir die Sämlinge nach Bedarf entweder in Kästen pikieren oder wir setzen sie in kleine Töpfchen um, allerdings bereits in Erden, die für die einzelnen Arten geeignet sind. Erst später setzen wir sie in größere Töpfe oder direkt an die bestimmten, passenden Stellen im Steingarten um.
Auch im Frühjahr (im Mai oder Juni) können wir Steingartenpflanzen in Schalen oder Kästen aussäen und diese ins Frühbeet unter Glas stellen. Erdart und Aussaatmethode sind dieselben wie bei der Aussaat im Vorfrühjahr, und auch die Pflege unterscheidet sich im Wesentlichen nicht. Nur die Frühbeetfenster über den keimenden Pflanzen schattieren wir angemessen ab oder streichen sie mit Kalkmilch, und wie die jungen Pflanzen wachsen, öffnen wir die Fenster immer weiter, bis wir sie schließlich ganz entfernen. Auch diese Pflanzen pikieren wir nach Bedarf entweder in Kästen oder auf Beete, und kräftige Exemplare pflanzen wir direkt in Töpfe.
Später säen wir die meisten gewöhnlichen Arten der Steingartenpflanzen aus, etwa Hornkraut, Steinkraut oder Blaukissen und ihnen ähnliche, nicht allzu anspruchsvolle Arten, jedoch immer rechtzeitig, damit die jungen Pflanzen bis zum Herbst noch gut einwurzeln können und der Frost sie im Winter nicht hochzieht. Für den ersten Winter widmen wir ihnen etwas mehr Pflege und Aufmerksamkeit und decken sie auch gründlicher mit Reisig ab.
Die Samen mancher Arten der Steingartenpflanzen, zum Beispiel von Küchenschellen, Christrosen, Bitterwurz und weiteren, vor allem schlecht keimenden Arten, müssen sofort nach der Samenreife ausgesät werden, also bald nach der Ernte, denn so erreichen wir viel bessere Ergebnisse als bei einer Aussaat erst im Vorfrühjahr des nächsten Jahres. Mit zunehmender Reife verhärten die Samenschalen bei vielen Arten erheblich, und die austreibenden Keimlinge durchstoßen sie dann nur mühsam.
Bei der generativen Vermehrungsart, also bei der Aussaat von Samen, kommt es vor, dass nur wenige Arten und Sorten alle ursprünglichen Eigenschaften der Mutterpflanzen bewahren. Vor allem aufgelaufene Samen gärtnerisch veredelter Steingartenpflanzen ergeben ein Farbgemisch nicht immer hinreichend wertvoller Hybriden, die sich in der Regel nicht durch die guten Eigenschaften ihrer Eltern auszeichnen, und so müssen wir zur vegetativen Vermehrung greifen. Sie erfolgt durch Teilung der Horste, Abtrennen von Ausläufern, Wurzelstecklinge, Stecklingsvermehrung und auch Veredelung, vor allem bei selteneren Arten, etwa beim Igelsame (Acantholimon) oder beim Gipskraut (Gypsophila).
Vegetative Vermehrung: Teilung, Stecklinge und Absenker

Die einfachste Vermehrungsart geht über Ausläufer; diese wurzeln nämlich noch im selben Jahr ein und werden zu selbstständigen Pflanzen. Die Ausläufer trennen wir ganz einfach von den Mutterpflanzen ab und setzen sie meist direkt an ihren Platz im Steingarten oder ins Beet. Diese Methode eignet sich zum Beispiel beim Mannsschild — Androsace, beim Duftveilchen — Viola odorata, bei verschiedenen Schwertlilien — Iris, beim Hornkraut — Cerastium, beim kriechenden Polsterphlox — Phlox subulata, beim Immergrün — Vinca minor, bei einigen Anemonen, etwa der Anemone silvestris 'Grandiflora' (Großes Windröschen), Haselwurz — Asarum, Stachelnüsschen — Acaena und ihnen ähnlichen Pflanzen. Am gebräuchlichsten vermehrt man Pflanzen durch Teilung kräftiger Horste. Vorsichtig reißen wir sie auseinander oder zerschneiden sie mit einem scharfen Messer so, dass wir die Wurzeln nicht beschädigen. Zugleich kürzen wir auch die Blätter etwas ein, damit nicht unnötig Wasser verdunstet und die Pflanze sicherer einwurzelt.
Wie bei den übrigen Vermehrungsarten wählen wir auch bei der Teilung immer nur Exemplare aus, die sich durch die besten Eigenschaften auszeichnen, gesund, gut belaubt, mit einer Fülle schöner Blüten und widerstandsfähig gegen Krankheiten und ungünstige Witterungsbedingungen. Damit bekommen wir hochwertige Pflanzen, die genauso wertvoll sind wie die Mutterpflanze. Überalterte Pflanzen verjüngen wir damit obendrein und schwächelnde beleben wir, sodass sie sich — an einen neuen Platz und in frische, lockere Erde umgesetzt — erneut mit einer Fülle schöner Blüten bedanken.
Steingartenpflanzen und Stauden teilen wir in der Regel bald nach der Blüte, im Frühjahr wie im Herbst, und pflanzen sie sofort an die passenden Stellen, die wir uns bereits im Voraus vorbereitet haben. Bei der Vermehrung im Herbst müssen wir darauf achten, dass die Pflanzen bis zum Einsetzen der Fröste wenigstens teilweise einwurzeln können. Vor dem Winter drücken wir sie gut in der Erde fest und decken sie gründlich mit Reisig ab.
Am leichtesten vermehren wir Steingartenpflanzen, die eine ausreichende Menge feiner Faserwurzeln bilden. Mehr Aufmerksamkeit müssen wir Pflanzen mit fleischigen Wurzeln widmen. Damit wir sie bei der Teilung nicht unnötig verletzen, benutzen wir dafür nur ein scharfes Messer und führen den Schnitt so kurz und völlig glatt wie möglich, denn große Wunden faulen leicht. Bei der Vermehrung von Pflanzen, die Rhizome bilden, müssen wir immer daran denken, dass an jedem Rhizomstück mindestens ein Auge bleibt und die neue Pflanze so überhaupt die Möglichkeit hat auszutreiben. Wurzeln, die zu lang sind, können wir zugleich mit der Teilung angemessen einkürzen, damit wir mit ihnen beim Pflanzen nicht mehr so viel Arbeit haben.
Wollen wir bestimmte Pflanzenarten in größerer Menge vermehren, teilen wir die Mutterpflanzen nicht, sondern nutzen eine weitere vegetative Vermehrungsart, nämlich die Stecklingsvermehrung. Damit wir uns jedoch mit Erfolg an Stecklinge machen können, müssen wir im Garten wenigstens ein kleines Frühbeet oder ein Gewächshaus haben und außerdem eine gute Erdmischung aus reifer, fein gesiebter Komposterde, Sand, Torf und abgelagerter Rasenerde. Zuerst richten wir eine Dränageschicht aus gut durchlässigem Material her — grober Schlacke, Topfscherben oder gröberem Sand — und häufen darauf etwa 15 cm Erde. In manchen Fällen können wir an die Oberfläche noch eine angemessen starke Schicht gewaschenen feinen Flusssands geben. Dann drücken wir ihn mit einem Brettchen leicht an, befeuchten ihn mit der Sprühflasche, und sobald sich die Erde nach einigen Tagen gesetzt hat, können wir mit dem Stecken der Stecklinge ziemlich dicht nebeneinander beginnen. Dieser Vermehrungsart geben wir vor allem bei solchen Arten der Steingartenpflanzen den Vorzug, die aus Samen eine zu uneinheitliche Nachkommenschaft ergeben, weiter bei blühenden Gehölzen und, wie bereits gesagt, wenn wir eine größere Zahl von Pflanzen gewinnen wollen. Sehr gut geeignet ist sie besonders für die Vermehrung von Blaukissen, Thymian, Schafgarben, Beifuß, Sonnenröschen, kriechendem Polsterphlox, Gänsekresse, Glockenblumen, Schleifenblumen, Gartennelken, Seifenkraut, Steinbrech, Bohnenkraut, Ehrenpreis, Fetthennen und noch vielen weiteren Arten von Steingartenpflanzen, selteneren Ziergehölzen und auch Zwergnadelgehölzen.
Mit der Stecklingsvermehrung und der Kultur unter Glas können wir je nach Art bereits ab dem Frühjahr beginnen, sobald die Pflanzen auszutreiben anfangen, und fahren bis in den Spätherbst fort. Die geeignetste Zeit für die meisten Steingartenpflanzen ist jedoch der Sommer (Juli und August), wenn die Triebe beziehungsweise Jahrestriebe bereits ausreichend ausgereift sind. Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultur ist wiederum gesundes Material von gesunden, kräftigen und wertvollen Pflanzen. Für Stecklinge nehmen wir nach Möglichkeit nicht blühende Triebe, und haben sie doch einen Knospenansatz, entfernen wir ihn. Die Stecklinge können wir in Schalen, Kästen oder Töpfe in angemessen feuchte Erde stecken; danach stellen wir sie unter Glas ins Frühbeet oder ins Gewächshaus oder wir pikieren sie direkt ins Frühbeet. Jeden einzelnen Steckling drücken wir vorsichtig an, damit eine gute Verbindung mit dem Boden entsteht, die einzelnen Arten und Sorten trennen wir voneinander und beschriften sie sorgfältig mit dem Namen. Die gesteckten Stecklinge übersprühen wir mit der Sprühflasche; die Wassermenge richten wir immer nach der Pflanzenart und nach dem Wetter. Niemals verwenden wir Gießkannen oder Schläuche. An sonnigen Tagen schattieren wir die Stecklinge und lüften später auch vorsichtig.
In einem Frühbeet mit einer Sandschicht an der Oberfläche, gegebenenfalls mit einem Zusatz von Holzkohleasche, können wir auch Stecklinge solcher Pflanzenarten vermehren, die leicht faulen, etwa Gänsekresse, Nachtkerze, Veilchen oder Wolfsmilch. Härtere Stecklinge können wir direkt in den Sand stecken, weiche lieber mit einem Pikierstab, damit sie sich nicht biegen und brechen.
Stecklingspflanzen müssen ständig kontrolliert werden; beschädigte, verschimmelnde oder faulende Stecklinge müssen wir sofort entfernen, damit Krankheiten nicht auf die gesunden übergreifen.
In einer warmen und gebührend feuchten Umgebung bilden die Stecklinge bald einen Kallus und kurz darauf wurzeln sie auch ein. Es gibt jedoch auch Arten, die sehr schwer oder gar nicht wurzeln. In diesem Fall können wir uns mit Bewurzelungshilfen behelfen; wir verwenden sie vor allem bei der Vermehrung besserer Sorten der Gänsekresse, von Garten- und Steingartennelken, Wolfsmilch, kriechendem Gipskraut (vor allem Gypsophila paniculata 'Rosenschleier'), kriechendem Polsterphlox, Heiligenkraut und weiteren. Bei uns wird der Bewurzelungsstimulator AS-1 und der Stimulator VS-9 in Pulverform hergestellt. Die Schnittflächen werden entweder in das Pulver oder in eine Lösung getaucht. Bei einer Lösung richtet sich die Tauchdauer nach der Konzentration der Lösung. Deshalb halten wir uns immer an die Gebrauchsanweisung.
Mit Wurzelstecklingen können wir Steingartenpflanzen und Stauden ganz leicht fast zu jeder Jahreszeit vermehren, also auch bei ungünstigem Wetter in einem milden Winter. Zuerst nehmen wir die ausgesuchten Mutterpflanzen aus der Erde, spülen ihnen die Wurzeln mit Wasser ab, trennen aus dem Wurzelsystem die kräftigsten Wurzeln ab und teilen sie in 3—5 cm lange Stücke. Schwache Wurzeln verwenden wir zur Vermehrung nicht, weil sie nur sehr langsam und ziemlich schlecht wurzeln. Der Schnitt muss wiederum so kurz wie möglich und völlig glatt sein. Die Stecklinge pflanzen wir dann in Töpfe, Schalen oder Kästen in lockere, lehmig-sandige Erde mit einem Zusatz von altem Kompost und decken sie mit einer fingerhohen Erdschicht ab.
Schalen, Töpfe oder Kästen mit Wurzelstecklingen stellen wir ins kalte Frühbeet und lassen sie unter Glas bei angemessener Feuchtigkeit und ausreichend Licht einwurzeln. Bei greller Sonne müssen sie jedoch schattiert werden. Danach setzen wir sie entweder in Töpfe um oder direkt an ihren Platz in den Steingarten oder auf Beete, wo die Pflanzen bald einwurzeln.
Diese Vermehrungsart über Wurzelstecklinge nutzen wir vor allem bei den Herbstanemonen, bei Primeln (etwa Primula denticulata), bei der zierenden Kugeldistel — Echinops, beim Mannstreu — Eryngium, und zwar am besten in der Zeit von November bis Februar, auch wenn sie sich auf diese Weise im Sommer ebenso gut vermehren lassen.
Eine verhältnismäßig leichte Vermehrungsart sind auch Absenker. Damit wir auf diesem Weg jedoch mehr neue Exemplare gewinnen, brauchen wir genügend hochwertige Mutterpflanzen. Das Absenken macht man so, dass wir passende Zweige in humose Erde eingraben; es empfiehlt sich, sie vor dem Eingraben an der Stelle, an der sie in die Erde kommen, etwas zu verletzen, indem man sie mit einem Draht abbindet oder leicht anschneidet, damit sie leichter einen Kallus bilden können, aus dem sie dann Wurzeln treiben.
Auf diese Weise vermehrt man niedrige, oft auch recht seltene Sträuchlein des Seidelbasts — Daphne cneorum, D. arbuscula und D. blagayana, Zwergrhododendren, Heidekraut, Erika und weitere, meist sehr schöne Heidekrautgewächse, außerdem Zwergnadelgehölze.
Der Bildung weiterer Wurzeln helfen wir durch einfaches Anhäufeln normaler lehmig-sandiger Erde mit einem Torfzusatz nach, die die nötige Feuchtigkeit um die Pflanzen hält, oder durch direktes Übersieben ganzer Horste, Sträuchlein oder Teppiche. So können wir uns ganz leicht zum Beispiel Thymian, einige Glockenblumen, Nelken, Felsennelken (Petrorhagia), Steinkraut, aber auch Immergrün oder Erika vermehren. Sobald diese Pflanzen genügend Wurzeln gebildet haben, schieben wir die angehäufte Erde vorsichtig beiseite, schneiden die Ausläufer mit den Wurzeln ab und pflanzen sie entweder direkt an ihren Platz oder in Töpfe, oder wir lassen sie im Anzuchtbeet noch erstarken.
Manche Steingartenpflanzen, die an ihren unterirdischen Teilen leicht Wurzeln bilden, müssen wir nicht über Stecklinge vermehren, sondern wir vermehren sie über sogenannte Risslinge. Die bewurzelten Triebe reißen wir einfach von der Mutterpflanze ab und kultivieren sie je nach Art und Stärke weiter wie Stecklinge, entweder unter Glas im leichten Halbschatten oder im Anzuchtbeet, und zwar sowohl im Freiland als auch in Töpfen. So können wir uns zum Beispiel Thymian, Gänsekresse, Polsterphlox, Günsel, Steinbrech, Leinkraut, Fetthennen, Ehrenpreis und eine Reihe weiterer Steingartenpflanzen mit ähnlichen Eigenschaften vermehren. Diese Arbeit muss man jedoch rechtzeitig erledigen, spätestens im September, damit die Pflanzen bis zum Einsetzen des Winters noch gut einwurzeln können.
Samen von Steingartenpflanzen sammeln und aufbewahren

Manch ein Steingartenfreund gibt sich mit der Zeit nicht mehr allein mit gekauften oder getauschten Pflanzen zufrieden, besonders wenn ihm sein kleines Königreich mehr Möglichkeiten bietet, die Kulturen zu vermehren und Überraschungen zu erleben. Dabei bietet das Sammeln von Samen im Garten und in der freien Natur die meisten Möglichkeiten.
Das Ergebnis der Anzucht kann eine angenehme Überraschung bringen, aber auch eine Enttäuschung. Wir müssen uns allerdings mit Geduld wappnen, denn die Zeit, die vom Sammeln der Samen bis zu den Blüten vergeht, misst sich in vielen Monaten und mitunter auch Jahren. Obendrein stellen wir manchmal fest, dass wir uns lange mit Sämlingen verschiedener ausdauernder Unkräuter beschäftigt haben, oder dass die herangewachsenen Sämlinge bestimmter Arten von Steingartenpflanzen den Mutterpflanzen bei Weitem nicht gleichen, denn die Natur führt sie zu den ursprünglichen Formen zurück, aus denen ihre Eltern einst hervorgegangen sind.
Das darf uns jedoch nicht von dieser interessanten und lehrreichen Arbeit abhalten, die voller Überraschungen und neuer Entdeckungen steckt. Damit wir auch auf diesem Betätigungsfeld Erfolg haben, müssen wir bereits beim Sammeln der Samen richtig vorgehen. Das Wichtigste ist, den Zeitpunkt zu treffen, an dem die Samen zu reifen beginnen. Zu dieser Zeit werden die Früchte in der Regel braun, beginnen sich zu öffnen, aufzuspringen, oder sie lassen sich leicht von den Böden ablösen, in denen sie saßen (etwa die Achänen der Küchenschellen oder Anemonen). Danach geben wir die verschiedenen Kapseln, Hülsen, Schötchen und Schoten sowie Achänen und Doppelachänen in Tütchen, beschriften sie mit Namen und lagern sie (außer den Samen, die sofort nach der Reife ausgesät werden müssen) in einem trockenen Raum, aber nicht im direkten Licht. Dort lassen wir unsere „Ernte" einige Wochen liegen, und erst danach reinigen wir die Samen, etwa durch Übersieben durch verschieden feine Siebe. Dann sind sie entweder zur Aussaat bereit oder zur weiteren Lagerung bis zu der Zeit, in der wir sie „auf Schnee" aussäen können, damit sie gebührend durchfrieren. Dann bleibt nichts anderes übrig, als zu warten, manchmal ein Jahr, ein andermal drei und mehr Jahre, auf das Ergebnis seiner Arbeit.
Jede Aussaat sollten wir außer mit dem Namen auch mit dem Datum beschriften, und zwar so, dass die Beschriftung haltbar ist. Hervorragend eignet sich ein Kunststoffschild, mit unauslöschlicher Tinte beschriftet, oder ein Zinkblech mit eingeprägtem Namen beziehungsweise eine Beschriftung in einem gläsernen, sicher verschlossenen Röhrchen. Es genügt auch eine bloße Nummer der Aussaat, der die entsprechende Bezeichnung in einer Liste zugeordnet ist.
Besondere Aufmerksamkeit müssen wir den Samen von Steingartenpflanzen widmen, die im ersten Jahr nicht auflaufen, damit wir sie nicht vergessen und uns oft auch sehr wertvolle Aussaaten nicht zunichtemachen.
Arten von Steingartenpflanzen: alphabetischer Überblick von Stachelnüsschen bis Margerite
Der folgende Überblick ist alphabetisch nach den lateinischen Gattungsnamen geordnet und nennt bei jeder Gattung die Standortansprüche, die Höhe, die Blütezeit und die bewährtesten Sorten. Er dient der Auswahl: Nach dem Standort, den Sie haben, finden Sie die Arten, denen er zusagen wird, und erst danach entscheiden Sie über Farbe und Blütezeit.
Überblick beliebter Steingartenpflanzen: Stachelnüsschen, Schafgarbe, Adonisröschen und weitere

Acaena Mutis ex L. — Stachelnüsschen Rosaceae — Rosengewächse
Anspruchslose immergrüne, kriechend polsterbildende Steingartenpflanze, die auch größere Bodenflächen hervorragend bedeckt; geeignet auch für Steinwege und Mauerkronen. Die Blüten sind unscheinbar, zierend wirkt sie vor allem durch das Laub und auch durch die stacheligen Fruchtstände, die ab August erscheinen. Sie verlangt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, Trockenheit, und ist für eine Abdeckung bei Kahlfrösten dankbar. A. argentea Ruiz et Pav. — Blatt silbern, wird 3—5 cm hoch. A. buchananii Hook. f. — Blatt schön silbergrau, Höhe 5—10 cm. A. glauca hort. — Belaubung blaugrün, Höhe 10—15 cm. A. microphylla Hook. f. — Blatt braungrün, Früchte stachelig mit rubinrotem Schimmer, Höhe 5—10 cm.
Achillea L. — Schafgarbe Asteraceae — Korbblütler
Anspruchslose Pflanzen mit einem reichen Sortiment für Steingärten und Beete, meist von polsterförmigem Wuchs, mit aromatischer, meist silbergrauer Belaubung. Sie mögen Sonne bis pralle Hitze, manche eignen sich auch zum Schnitt. A. argentea Vis. — Blatt silbrig, schön geteilt, Höhe 15—20 cm, blüht weiß im Juni bis Juli. A. tomentosa L. — Blatt grün, wollig, besonders geeignet für trockene und steinige Lagen, Höhe 10—15 cm, blüht im Juni bis August.
Adonis L. — Adonisröschen Ranunculaceae — Hahnenfußgewächse
Beliebte Frühjahrsblüherin für Sonne bis leichten Halbschatten. Sie mag Kalk, Dränage und ist für eine Winterabdeckung mit Laub oder Reisig dankbar. Sie gedeiht jedoch überall dort, wo sie nicht durch Umpflanzen aus der Ruhe gebracht wird und wo auch in ihrer Nähe der Boden nicht unnötig gelockert wird. A. vernalis L. — blüht mit großen goldgelben Blüten im April, wird 15 bis 20 cm hoch.
Ajuga L. — Günsel Lamiaceae — Lippenblütler
Kriechende Staude, die an feuchteren Stellen beachtliche Bestände bildet. Die Blätter haben einen metallischen Glanz, die blauen Blüten stehen in Ähren. Sie verträgt Sonne wie Halbschatten gut. Die Blätter sind immergrün. A. pyramidalis L. 'Metallica Crispa' — Blätter braunrot, metallisch glänzend, wird bis 10 cm hoch und blüht blau im April bis Mai. A. reptans L. — wächst üppig, Höhe 10—15 cm, blüht blau im April bis Mai. 'Alba' — weiß blühende Sorte, Höhe 16 cm, blüht im Mai und Juni. 'Multicolor' — Blatt braunrot, gelbbunt, hervorragender Rasenersatz an beschatteten Stellen; Höhe 10—15 cm, blüht blau im Mai bis Juni.
Alyssum L. — Steinkraut Brassicaceae — Kreuzblütler
Leuchtend gelb blühende Frühjahrspflanze für den Steingarten, an Boden und Standort völlig anspruchslos. Für Steingärten und Steinmauern in der Sonne und in praller Hitze schlicht unentbehrlich. A. montanum L. 'Berggold' — besonders schönes kriechendes Steinkraut; es kommt vor allem in Verbindung mit dem niedrigen Ehrenpreis (Veronica prostrata) zur Geltung; Höhe 10—15 cm, blüht leuchtend hellgelb im Mai bis Juni. A. saxatile L. — bildet Rosetten länglicher, graufilziger Blätter, Höhe 20—25 cm, blüht rein gelb im April bis Mai. 'Citrinum' — Höhe 20 cm, Blüten zitronengelb. Blüht im April bis Mai. 'Compactum' — kompakter Wuchs, Höhe 20 cm, Blüten leuchtend gelb, blüht im April bis Mai.
Androsace L. — Mannsschild Primulaceae — Primelgewächse
Gebirgspflanze mit kleineren wie größeren Rosetten. Sie bildet ganze dichte Nester. Ihr sagt normale Gartenerde mit einem Zusatz von Sand und Humus sowie ein Platz in der Sonne bis im Halbschatten zu. Sie kommt in Steingärten wie in Steinmauern zur Geltung. A. mucronifolia Watt — Blatt grün, regelmäßige Rosetten, Höhe 5—10 cm, blüht rosa im April bis Mai. A. sarmentosa Wall. — bildet eine Menge regelmäßiger Rosetten. Besonders geeignete Art für Blumenmauern; Höhe 10—15 cm, blüht rosa im Mai bis Juni.
Anemone, Katzenpfötchen, Graslilie und Akelei für den Steingarten

Anemone L. — Anemone Ranunculaceae — Hahnenfußgewächse
Beliebte, meist in den Frühjahrsmonaten blühende Staude, überwiegend von niedrigerem Wuchs, geeignet vor allem für Steingärten und Gehölzpartien im Garten. Sie mag Sonne bis Halbschatten und einen angemessen feuchten Boden mit ausreichendem Humusgehalt. A. × lesseri Wehrh. (A. silvestris × A. multifida) — dem Großen Windröschen ähnlich, wiederholt karminrote Blüten, Höhe 25—40 cm, blüht im Mai bis Juni. A. silvestris L. 'Grandiflora' — das bekannte Große Windröschen mit größeren Blüten, verträgt Schatten gut. Geeignet zwischen Sträucher und unter Bäume sowie für Steingärten. Blüht weiß im Mai bis Juni, Höhe 25—40 cm.
Antennaria Gaertn. — Katzenpfötchen Asteraceae — Korbblütler
Niedrige silbergraue, polster- und teppichbildende Steingartenpflanze, der es auch auf mageren, sehr trockenen Böden in der Sonne gut geht. Sie eignet sich für Steingärten, für Einfassungen, zur Belebung von Heideflächen und auch als sehr guter Rasenersatz in praller Hitze. A. dioica (L.) Gaertn. 'Rubra' — Belaubung silbergrau, Blüten rosa, Höhe 10 cm. 'Tomentosa' (A. tomentosa hort.) — silbergraue Belaubung, Blüten weiß, Höhe 10 bis 15 cm. Blüht im Mai. A. plantaginifolia (L.) Hook. — mittelgroße graufilzige Blätter, Höhe 10—20 cm, blüht weiß im Mai bis Juni.
Anthericum L. — Graslilie Liliaceae — Liliengewächse
Interessante Staude mit grasartigen Blättern und weißen lilienartigen Blüten, in der Kultur anspruchslos. Geeignet für Sonne bis Halbschatten. A. liliago L. — Blatt schmal grasartig, Blüten weiß, kleiner und in beachtlicher Menge; Höhe 30—50 cm, blüht im Mai bis Juni. Sie verlangt einen leichten, durchlässigen Boden. A. ramosum L. — für größere Gruppen und für das Alpinum, Blüten klein, weiß, in verzweigten Rispen angeordnet, Höhe 50—70 cm, blüht im Juni bis Juli.
Aquilegia L. — Akelei Ranunculaceae — Hahnenfußgewächse
Bekannte niedrige bis mittelhohe Staude mit großen Einzelblüten in verschiedenen Farben. Geeignet für Sonne bis Halbschatten. A. akitensis Huth — sehr interessante Akelei, Blatt graugrün, Blüten blau, Höhe 15 cm, blüht im Mai bis Juni. A. alpina L. 'Superba' — zwischen Steine, mag teilweise Beschattung, Blüten rein blau, Höhe 25—40 cm, blüht im Mai bis Juni. A. discolor Levier et Leresche — eine der niedrigsten, besonders für den Steingarten geeignet. Blüten blau, innen weiß, Höhe 10—15 cm, blüht im Mai bis Juni. A. flabellata Sieb. et Zucc. — Blatt graugrün, Blüten groß, Sporn gebogen. Blütenfarbe blauweiß, blüht im Juni. 'Nana Alba' — schöne Belaubung, edle weiße Blüte, Höhe 15—20 cm, blüht im Juni.
Gänsekresse, Grasnelke, Beifuß und Haselwurz – Steingartenpflanzen für trockene Flächen

Arabis L. — Gänsekresse Brassicaceae — Kreuzblütler
Bekannte polsterbildende Steingartenpflanzen, reich blühend. Geeignet für größere Flächen in Steingärten, Steinmauern und an Einfassungen. Ihnen sagen Sonne bis Halbschatten und normale Gartenerde zu. A. × arendsii Wehrh. 'Rosabella' — eine der besten, Blüten leuchtend rosa, Höhe 10—15 cm, blüht im April bis Mai. 'Rosea' — Blüten einfach, hell- bis dunkelrosa, Höhe 10—20 cm, blüht im April bis Mai. A. caucasica Schlechtend. 'Plena' (A. albida Stev. ex Fisch. 'Plena') — sehr beliebt, gefüllt blühend, Blüten weiß, Höhe 20—25 cm, blüht von März bis Mai. 'Schneehaube' — treibt früh aus, blüht mit weißen einfachen Blüten im März bis Mai, Höhe 10—20 cm. 'Variegata' — mit gelbbunten Blättern und einfachen weißen Blüten, Höhe 10—15 cm, blüht im März bis Mai.
Armeria Willd. — Grasnelke Plumbaginaceae — Bleiwurzgewächse
Sie bildet rasige Polsterhügel, die besonders gut zwischen den Steinen im Steingarten und an Einfassungen zur Geltung kommen. Am besten gedeihen sie in trockenen, sandigen und durchlässigen Böden in der Sonne, wo ihr immergrünes Laub und die Fülle nachblühender Blüten gut zur Geltung kommen. A. caespitosa (Cav.) Boiss. (A. juniperifolia (Vahl) Hoffmgg. et Link) — bildet kleinere rasige, stechende Hügelchen, wird nur etwa 5 cm hoch, blüht rosa im April bis Mai. Sie ist kalkmeidend, verlangt Dränage und eine Winterabdeckung. 'Alba' — blüht weiß im April bis Mai, Höhe 5 cm. 'Suendermanii' — schöne Gartensorte mit kräftig rosa Blüten, Höhe 10 cm, blüht im April bis Mai. A. maritima (Mill.) Willd. — Blatt frischgrün, grasartig, Blüten rosa, Höhe 10—15 cm, blüht im Mai bis Juli. 'Alba' — weiß, Höhe 15 cm, blüht im Mai bis Juli. 'Laucheana' — leuchtend karminrot, Höhe 15—20 cm, blüht im Mai bis Juli. 'Rosea Compacta' — Blüten karminrosa, Höhe 15 cm, blüht im Mai bis Juli. 'Vindictive' — Blüten hellrot, Höhe 20—30 cm, blüht im Mai bis Juli.
Artemisia L. — Beifuß Asteraceae — Korbblütler
Pflanzen, die viel mehr durch ihre silbergraue Belaubung als durch ihre insgesamt unscheinbaren Blüten wirken. Die Blattfarbe der silbergrauen Arten kontrastiert schön mit den übrigen grün belaubten Stauden. Sie verlangen Sonne bis pralle Hitze; am besten gedeihen sie und am schönsten sehen sie auf mageren sandigen Böden aus, die gut gegen dauerhafte Nässe geschützt sind. A. nitida Bertol. (A. pedemontana Balb.) — niederliegender Wuchs, silbriges Blatt, Höhe 10—15 cm. A. schmidtiana Maxim. 'Nana' — fein belaubt, leuchtend silbrig, Blüten weiß. Sie deckt den Boden auch auf größeren Flächen in trockenen und sonnigen Lagen gut, Höhe 10 cm. A. vallesiaca All. — eine der schönsten Arten des Beifußes. Die ganze Pflanze ist weißlich, filzig behaart. Sie blüht gelb im September bis Oktober, Höhe 20—30 cm.
Asarum L. — Haselwurz Aristolochiaceae — Osterluzeigewächse
Auch aus unseren Wäldern bekannt, zierend durch das nierenförmige glänzende Blatt. Sie mag humosen Boden und verträgt Halbschatten wie Schatten. A. europaeum L. — sehr guter Rasenersatz an schattigen Stellen, schön besonders in Verbindung mit Farnen. Geeignet auch zum freien Ausbreiten unter Ziergehölzen. Höhe 10 cm.
Aster, Astilbe, Blaukissen und Gänseblümchen für den Steingarten

Aster L. — Aster Asteraceae — Korbblütler
Wertvolle im Frühjahr blühende Stauden mit vielseitiger Verwendung. Sie verlangen gute, lockere Gartenerde und einen Platz in der Sonne. A. alpinus L. — bildet flache Polster; hervorragend für Steingärten, Einfassungen und Steinmauern, Blüten hellblau, Höhe 20 cm, blüht im Mai bis Juni. 'Güte' — Blüten groß, rein rosa, Höhe 20 cm, blüht im Mai bis Juni. 'Rex' — Blüten blau, Mitte gelb, Höhe 20 cm, blüht im Mai bis Juni.
Astilbe Buch. — Ham. — Astilbe (Prachtspiere) Saxifragaceae — Steinbrechgewächse
Unermüdlich blühende Staude für halbschattige Standorte, besonders dekorativ durch die Farbe ihrer in schlanken Rispen angeordneten Blüten. In dauerhaft angemessen feuchten Böden gedeihen Astilben auch in der vollen Sonne. Sie gedeiht in jedem guten Boden mit ausreichendem Humusgehalt. Sie blüht von Juni bis September. A. chinensis (Maxim.) Franch. et Sav. 'Pumila' — niedrige, gedrungen wachsende Sorte mit schmalen violettrosa Blütenrispen, Höhe 25 cm, für Sonne bis Schatten geeignet, für Felspartien, blüht im August bis September. A. × crispa Arends 'Perkeo' — reizende Zwergsorte mit gekräuselten Blättern und dunkelrosa Blütenrispen. Nur 15 cm hoch, blüht im Juli.
Aubrieta Adans. — Blaukissen Brassicaceae — Kreuzblütler
Es gehört zu den bekanntesten und schönsten Steingartenpflanzen. Es bildet reich blühende Polster, bis unter den Blütenmassen die Belaubung fast verschwindet. Es kommt in Steingärten, Blumenmauern und an Einfassungen in der Sonne zur Geltung. Ganz gut sagt ihm eine gute lehmig-sandige Gartenerde zu. Alle Blaukissen blühen im April bis Mai. Sie werden 5—10 cm hoch. A. deltoidea (L.) DC. var. graeca Regel — bildet gedrungene Polster, blüht blau. Einige Gartensorten: A. × cultorum Bergm. 'Barkers Double' — karminrot, gefüllt, 'Blue Emperor' — dunkel blauviolett, 'Carnival' — violett, 'Grandiflora' — großblütig hell blauviolett, 'Downers G. R.' — violett, 'Dr. Mules' — blauviolett, 'Moerheimii' — karminrosa, 'Rosenteppich' — großblütig, karminrosa, 'Schloss Eckberg' — lavendelblau, 'Tauricola' — blauviolett, 'Tauricola Alba' — weiß, 'Vesuv' — karminrot, 'Suendermannii' — blauviolett, nach Honig duftend.
Bellis L. — Gänseblümchen Asteraceae — Korbblütler
Reizendes Zwerggänseblümchen für sonnige bis halbschattige Stellen im Steingarten. Ihm sagt gute Gartenerde zu, und es ist für eine Winterabdeckung dankbar. B. perennis L. 'Monstrosa' — Blüten leuchtend rosarot, gefüllt, Höhe 10 cm, blüht im März bis Juli.
Brunella siehe Prunella
Calceolaria L. — Pantoffelblume (Frauenschuhkraut) Scrophulariaceae — Braunwurzgewächse
Anmutige Pflanzen mit pantoffelähnlichen Blüten. Sie mögen Sonne bis Halbschatten und einen guten sandigen Boden mit ausreichendem Humusgehalt. Sie brauchen für den Winter eine trockene Abdeckung. C. biflora Lam. (C. plantaginea Sm.) — bildet kleine flache Blattrosetten und blüht stets im Juni bis August mit kräftig gelben Blüten mit purpurroten Punkten; Höhe 10 cm. C. polyrrhiza Cav. — Blätter länglich eiförmig, Blüten gelb, blüht im Juni bis August; Höhe 15 cm.
Caltha L. — Sumpfdotterblume Ranunculaceae — Hahnenfußgewächse
Bekannte Pflanze, besonders für feuchte Standorte geeignet. Die Sumpfdotterblume mag Sonne bis Halbschatten, lockere, dauerhaft feuchte Gartenerde und kommt am besten in der Nähe von Teichen und Wasserläufen zur Geltung. C. palustris L. — Blätter frischgrün, glänzend, Blüten kräftig gelb, Höhe 20—30 cm, blüht im April bis Mai. 'Multiplex' ('Flore Pleno') — Blüten gefüllt, goldgelb, Höhe 30 cm, blüht im April bis Mai.
Glockenblumen, Hornkraut und Margerite – Steingartenpflanzen für die Sommerblüte

Campanula L. — Glockenblume Campanulaceae — Glockenblumengewächse
Pflanzen, die in keinem Garten und keinem Steingarten fehlen dürfen, besonders wegen der willkommenen sommerlichen Blütezeit. Ihnen sagt ein Platz in der Sonne wie im Halbschatten und lockere, lehmig-sandige Erde mit Humusgehalt zu. Die niedrigeren Arten kommen in Steingärten und Blumenmauern sowie als Vorpflanzung vor Stauden auf Rabatten und Blumenbeeten zur Geltung. Die höheren Arten eignen sich für Gruppenpflanzungen und für die Nachbarschaft verschiedener Gehölze. C. bellidifolia Adams — seltenere Glockenblume, der C. aucheri ähnlich, sie unterscheidet sich nur durch die runden, gänseblümchenähnlichen Blätter. Sie ist früh, bildet schöne Polster und blüht blau im April bis Juni, Höhe 10—15 cm. C. carpatica Jacq. — Karpaten-Glockenblume; sie gehört zu den bekanntesten, ist anspruchslos und blüht reich mit ziemlich großen blauen Blüten. Höhe 15—30 cm, blüht im Juni bis August. Geeignet auch für Einfassungen. C. cochleariifolia Lam. (C. pusilla Haenke) — Blätter eiförmig, klein, Blüten anmutig, hellblau, Höhe 10 cm. Am besten sagt ihr humoser, steiniger Boden zu, geeignet auch für Blumenmauern. Sie blüht im Juni bis August. C. garganica Ten. — Blüten sternförmig, blauviolett, Höhe 10 cm, blüht im Juni bis August. C. glomerata L. 'Acaulis' — Blüten in Knäueln gehäuft, Glöckchen dunkel blauviolett, Höhe 15—20 cm, blüht im Juni bis August. C. portenschlagiana Roem. et Schult. — Blätter rundlich herzförmig, Blüten aufrecht, Glöckchen blauviolett; unermüdlich blühend, Höhe 10—15 cm, blüht im Juni bis August. Sehr gut geeignet für Mauern. C. poscharskyana Degen — üppig wachsende, abgehärtete Art, die lange Triebe bildet, sternförmige Blüten blauviolett, Höhe 15 bis 20 cm, blüht im Mai bis Juni.
Cerastium L. — Hornkraut Silenaceae — Leimkrautgewächse
Grausilbrig belaubte niedrige Stauden, die in kurzer Zeit große Flächen überziehen. Hervorragend für trockene Hänge und Stellen in praller Hitze, wo sie auch auf den schlechtesten Böden ein guter Rasenersatz sind. Sie kommen auch auf Trockenmauern zur Geltung. C. alpinum L. lanatum (Lam.) Aschers. et Graebn. — sehr niedriges graufilziges Hornkraut. Höhe 5—8 cm, blüht weiß im Juni. Nur für Felspartien. Es verlangt einen Humuszusatz und angemessene Feuchtigkeit. C. arvense L. 'Compactum' — Blatt mattgrün, Blüten weiß, Höhe 15 cm, Wuchs gedrungen, wuchert nicht; blüht im Mai bis Juni. C. biebersteinii DC. — Blatt silbergrau, Blüten weiß, Höhe 20—25 cm, Wuchs sehr üppig, geeignet auch für Einfassungen; blüht im Mai bis Juni. C. pennsylvanicum Hock. — Blatt graugrün, Blüte weiß, robuster Wuchs, Höhe 20—25 cm, blüht im Mai und Juni. C. tomentosum L. var. columnae (Ten.) Arcang. — Blatt silbergrau, Blüte weiß, Höhe 10 cm, bildet gedrungene Polster; blüht im Mai bis Juni.
Chrysanthemum L. — Margerite Asteraceae — Korbblütler
Diese Gattung umfasst ein reiches Sortiment schön blühender ausdauernder Pflanzen, die sich für Beete, Staudengruppen, für Steingärten und für den Schnitt in die Vase eignen. Alle verlangen einen Platz in der Sonne und einen guten Boden. Ch.
Mit dieser Gattung endet der Überblick — er umfasst also Steingartenpflanzen von der Gattung Acaena bis Chrysanthemum, also die Buchstaben A bis Ch. Weitere Arten, darunter jene, die erst am Ende des Sommers blühen, finden Sie im eigenen Artikel Steingartenpflanzen, und die allgemeinen Grundsätze für das Pflanzen ausdauernder Pflanzen im Überblick Stauden.
Häufige Fragen zu Steingartenpflanzen
Wann pflanzt man Steingartenpflanzen?
Im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. In Töpfen und Containern vorkultivierte Pflanzen lassen sich das ganze Frühjahr über und im Grunde die ganze Saison pflanzen — sie haben einen Wurzelballen, das Pflanzen bremst sie also nicht. Wird in der späteren, sonnigen Frühjahrszeit gepflanzt, ist es gut, die Pflanzen einige Tage zu schattieren, damit sie schneller anwachsen.
Welche Steingartenpflanzen eignen sich für die volle Sonne und welche für den Schatten?
Für volle Sonne bis pralle Hitze eignen sich Eberwurz, Hornkraut, Fetthennen, Hauswurz, Lavendel, Grasnelke oder Beifuß. In den Halbschatten und Schatten gehören Haselwurz, Astilbe, Christrose, Funkie oder Waldmeister. Eine ausführliche Auswahl nach der Besonnung finden Sie im Artikel Steingartenpflanzen.
Wie legt man einen Steingarten in einem ebenen Garten an?
Entweder wird das Gelände so modelliert, dass ein natürlich wirkendes Gebilde entsteht, das an die umgebenden Pflanzungen anschließt, oder es wird statt eines Steingartens am Hang ein ebener Steingarten aus flachen, wie Trittsteine in den Boden eingelassenen Steinen angelegt, gegebenenfalls eine Trockenmauer. Das ganze Vorgehen Schritt für Schritt beschreibt der Artikel Anlegen eines Steingartens.
Womit düngt man Steingartenpflanzen?
Sparsam, mit einer Gabe im Frühjahr, und mit einem langsam wirkenden organischen Dünger. Eine überdüngte Steingartenpflanze treibt weiche Triebe, verliert die kompakte Polsterform und überwintert schlechter. Arten, die von mageren kalkhaltigen Böden stammen — Edelweiß, Katzenpfötchen, Beifuß —, werden überhaupt nicht gedüngt.
Wie vermehrt man Steingartenpflanzen?
Auf drei Arten. Durch Aussaat von Samen am Ende des Winters oder im Vorfrühjahr (die kräftigsten Pflanzen, aber es dauert am längsten), durch Abtrennen von Ausläufern, die noch im selben Jahr einwurzeln, und durch Stecklinge oder Absenker bei Arten, die keine Ausläufer bilden. Bei schlecht keimenden Arten wie Küchenschellen oder Christrosen sät man sofort nach der Samenreife.
Sind Steingartenpflanzen Stauden?
Ja. Steingartenpflanzen sind ausdauernde Pflanzen, überwiegend hochgebirgigen Ursprungs, die am Standort viele Jahre durchhalten. Zu den typischen Steingartenpflanzen werden im Steingarten üblicherweise auch weitere Stauden gesetzt, die im Wuchs und in den Ansprüchen zu ihnen passen.
Weiterführende Artikel über den Steingarten, Stauden und die einzelnen Arten von Steingartenpflanzen finden Sie gleich unter diesem Text.
