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Kopfsalat

Anbau und Sorten, wann Salat ins Gewächshaus und ins Beet kommt — und Rezepte fürs Dressing

Kopfsalat – Grundlagen: Inhaltsstoffe und Herkunft

(Lactuca sativa)

Kopfsalat ist auch unter den Namen Gartenlattich und Salatlattich bekannt. Kopfsalat ist ein sehr wichtiges Blattgemüse. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze, die ursprünglich aus Asien stammt.

Sein Anbau ist nicht schwierig, die Vegetationszeit ist kurz, er verträgt sich mit vielen Gemüsearten und lässt sich sogar als Vor- oder Zwischenfrucht anbauen, zum Beispiel zwischen Stangenbohnen.

Außerdem enthält Kopfsalat viele lebenswichtige Stoffe – an Vitaminen sind das C, E, B, Carotin, Niacin; an Mineralstoffen dann Kalium, Kalzium, Phosphor. Er enthält außerdem Ballaststoffe, die die Verdauung regulieren, viel Wasser sowie wenig Zucker und Fett und ist damit ein hervorragender Begleiter einer Reduktionsdiät.

Wenn Sie sich von unseren Rezepten weiter unten inspirieren lassen, werden Sie dieses Gemüse lieben lernen.

Wissenswertes

Kopfsalat mit festem grünem Kopf im Beet

Wenn Sie den Salat zum Blühen bringen, sehen seine Blüten aus wie kleine Löwenzahnblüten. Für den Anbau ist das jedoch nicht erwünscht, denn geschossener Salat wird ungenießbar – er schmeckt bitter.

Geschichte des Kopfsalat-Anbaus

Kopfsalatfeld mit Pflanzen in regelmäßigen Reihen

Wie bereits erwähnt, stammt der Salat aus Asien. Wahrscheinlich gelangte er in der Antike nach Ägypten und breitete sich von dort im gesamten Mittelmeerraum aus.

Seither ist Salat in allen mediterranen Küchen zu Hause.

Im Mittelalter verbreitete er sich in ganz Europa und mit den Entdeckungsfahrten gelangte er auch nach Amerika – offenbar brachte ihn Christoph Kolumbus persönlich dorthin.

Kopfsalat-Sorten: Maikönig, Attraktion, Analena und der Eissalat Laibacher Eis

Es gibt rund 60 Kopfsalatsorten; wählen Sie am besten eine der folgenden, denn sie haben die besten Eigenschaften.

Maikönig – eine sehr frühe Buttersalatsorte für Frühbeet, Gewächshaus und Freiland. Sie eignet sich auch für die Treiberei im Winter, sodass Sie das ganze Jahr über frische Vitamine haben.

Wunder der vier Jahreszeiten – eine robuste Sorte mit rotbraun überlaufenen Blättern. Sie lässt sich im Gewächshaus wie im Freiland anbauen und verträgt kühle Witterung im Frühjahr und Herbst.

Attraktion – bildet große, feste Köpfe und liefert hohe Erträge; sie eignet sich für die Frühjahrs- und Sommeraussaat im Gewächshaus und im Freiland, überwintert im Garten aber nicht.

Kagraner Sommer – hitzeverträglich und schossfest, für die Frühjahrs- und Sommeraussaat im Freiland; fürs Gewächshaus ist sie weniger geeignet und sie überwintert nicht.

Analena – mehltautolerante Sorte, gut für die Voranzucht und den gestaffelten Anbau von April bis September.

Dynamite – vielseitige Sorte für Gewächshaus und Freiland, für den Frühjahrs- und Sommeranbau, geerntet wird bis in den Herbst.

Valdor – Winterbutterkopf, der im Beet überwintert; er wird im Herbst ausgesät, im zeitigen Frühjahr fertig kultiviert und geerntet.

Laibacher Eis – ein Vertreter des Eissalats – wird ins Gewächshaus wie ins Freiland gesät, bildet große, knackige Köpfe und überwintert nicht.

Kopfsalat anbauen: wann Salat ins Gewächshaus und ins Beet gepflanzt wird

Kopfsalat können Sie im Gewächshaus oder Frühbeet aussäen und die Jungpflanzen später ins Freiland setzen. In einem unbeheizten Gewächshaus können Sie bereits im Februar säen – vorausgesetzt, der Boden ist nicht durchgefroren.

Der Boden sollte locker und gut mit Nährstoffen versorgt sein – entweder durch Kompost oder Mist im Herbst, oder Sie arbeiten Kompost bzw. Mist noch kurz vor der Aussaat ein.

Sobald die Jungpflanzen zu wachsen beginnen, sollten Sie das Gewächshaus ausreichend lüften. Das ist auch für die Abhärtung wichtig, bevor die Pflanzen ins Beet umziehen.

HINWEIS: Bei jungen Pflanzen können sich die Blätter durch Frost rot verfärben, die Färbung verschwindet aber wieder. Weit schlimmer ist ein ungelüftetes Gewächshaus, in dem die Salatblätter von Fäulnis befallen werden können.

Die Jungpflanzen setzen wir im April in lehmig-sandigen Boden, am besten mit einem pH-Wert um 6,5 oder darüber. Pflanzen Sie Salat niemals nach Salat, Endivie, Chicorée, Kohl oder Blumenkohl!

Salat wird nicht zu tief gepflanzt, die Keimblätter sollten knapp über dem Boden bleiben.

Welchen Abstand braucht Kopfsalat

Gepflanzt wird im Abstand von 20 x 20 cm. Am besten setzen Sie die Jungpflanzen versetzt in Reihen statt im Quadrat, damit sie genug Platz zum Wachsen haben.

Kopfsalat – Anbau im Sommer

Wenn Sie Salat im Sommer pflanzen wollen, wählen Sie Sorten, die auch hohe Temperaturen vertragen; man nennt sie Sommersorten. Diese Salate setzen Sie lieber in einem größeren Abstand – 30 x 30 cm, damit sie Platz zum Wachsen und genügend Luft zwischen den Pflanzen haben.

Salat muss gründlich gegossen werden – vor allem bei Hitze, doch das Wasser sollte nicht auf die Blätter gelangen. Gießen Sie mit der Kanne zwischen die Pflanzen, am besten morgens, damit der Boden bis zum Abend abtrocknet und die Pflanzen nicht faulen.

Aussaat von Salat im Herbst

Geeignete Sorten säen Sie im September ins Beet. Die Saat kommt flach in den Boden, aber tief genug, damit sie nicht durchfriert. Das Beet können Sie über den Winter mit Folie oder etwa mit Nadelbaumzweigen abdecken.

Ernte des Salats

Ernten Sie den Salat nach und nach und verbrauchen Sie ihn frisch. Längere Lagerung ist nicht möglich.

TIPP: Wer neben dem Garten auch Hühner hält, kann weniger schöne Salatköpfe verfüttern.

Kopfsalat-Rezepte

Kopfsalat ist wie geschaffen für die kalte Küche. Wir haben ein paar Rezepte für Sie, damit der Salat nicht immer gleich schmeckt.

Dressing für Kopfsalat

Kopfsalat mit Dressing und Granatapfelkernen garniert

Ein klassisches Dressing für Kopfsalat entsteht aus Wasser, Salz, Pfeffer, Zucker, Essig und Zitronensaft. Mischen Sie die Zutaten in dem Verhältnis, das Ihrem Geschmack entspricht. Den Salat können Sie in ganzen Blättern lassen, in Stücke zupfen oder in Streifen schneiden. Beim Schneiden mit dem Metallmesser gehen allerdings wertvolle Vitamine verloren – zupfen Sie ihn deshalb lieber mit den Händen.

TIPP: Besonders originell wird der Salat, wenn Sie ihn mit Granatapfelkernen bestreuen.

Kopfsalat mit Sahne

Kopfsalat mit Sahne, Tomaten und Salatmischung

So wie Gurkensalat mit Sahne serviert wird, können Sie eine ähnliche Variante aus Kopfsalat zubereiten. Die Sahne verrühren wir mit Salz, Zucker, Pfeffer und Zitronensaft. Wir gießen sie über die gezupften Salatblätter (auch Eisbergsalat) und garnieren mit Schnittlauch. Zu einem vollwertigen Gericht wird er, wenn Sie weiteres Gemüse dazugeben.

Kopfsalat mit Sardellen

Kopfsalat mit Sardellendressing und Sesam

Dieses Rezept stammt aus der italienischen Küche. Sie brauchen: 1 Kopfsalat, 2 Esslöffel Öl, 1 Teelöffel Senf, 2 Sardellen (ersatzweise Sardellenpaste), Essig und Salz. Den Kopfsalat in Blätter teilen, die übrigen Zutaten zu einem Dressing verrühren – die Sardellen dabei zerdrücken. Über die Salatblätter geben und servieren.

Gemüse düngen: womit Kopfsalat gedüngt wird

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Beim Pflanzen können Sie einen Teelöffel DÜNGEE unter jede Jungpflanze geben.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Pflanzen damit (Sie können ihn auch ungefiltert aus der Kanne über die Blätter gießen).

Salat hat eine kurze Vegetationszeit und bildet schnell Blätter, deshalb ist ein bereits bei der Pflanzung gut mit Nährstoffen versorgter Boden wichtig. Gute Dienste leistet ein organischer Universaldünger, der die Nährstoffe langsam abgibt. Die Grundgabe arbeiten Sie vor dem Pflanzen ins Beet ein, weitere Gaben nach Bedarf während des Wachstums.

Fehlende Nährstoffe ergänzt auch gut verrotteter Kompost. Einzelheiten zu beiden Wegen finden Sie in der Übersicht Gemüseanbau im Garten.

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